Nissan Silvia von Masato Tsurusaki

Nissan Skyline von Masato Tsurusaki Nissan Skyline von Masato Tsurusaki

Nissan Silvia von Masato Tsurusaki

— 07.11.2005

Projekt S34

S steht für das Basisauto Nissan Silvia S14 und 34 für die Optik des Nissan Skyline R34 GT-R. Ein unglaubliches Projekt von Masato!

Skyline oder Silvia? Keiner weiß es so genau

Originalität ist Trumpf. Nichts zieht in der Tuningszene mehr Bewunderer an. Schicke Felgen oder ein riesiger Spoiler sind zwar ganz nett, wir reden hier allerdings von einem kompletten Umbau. Genau das hat Masato Tsurusaki mit seinem S14 Silvia gemacht.

Als Mitglied des berühmten japanischen Team Autobots Club entschied sich Masato für ein äußerst ehrgeiziges Projekt: Er wollte mit seinem Nissan ein unverwechselbares Einzelstück auf die Räder stellen und alles in eigener Handarbeit realisieren. Was dabei herauskam, kann sich auf jeden Fall sehen lassen und sticht aus der Masse hervor! Ist es ein Silvia? Oder vielleicht ein Skyline? Keiner weiß es so genau! Wir haben Masato in der Nähe des Yokota US Luftwaffen-Stützpunktes nördlich von Tokio getroffen, dort wurde sein Auto von Soldaten und japanischen Tuningfans gleichermaßen bewundert.

Nachdem wir einen geeigneten Platz fürs Fotoshooting gefunden hatten, war es an der Zeit, diesen grimmigen S14 einmal genauer zu betrachten. Masato nennt ihn S34! Und das hat seinen Grund: Aus manchen Perspektiven ist die Ähnlichkeit mit dem R34 Skyline GT-R verblüffend. Die Frontpartie mit taghellem Xenon-Licht macht sogar Godzilla Konkurrenz! Und immer wieder wechselt sein Aussehen. Aus einem Blickwinkel ganz Silvia, ein paar Schritte weiter, und schon weiß keiner mehr, um welche Marke es sich handelt! Sehr verwirrend.

Ein Widebodykit, der zuerst gar nicht paßte

Genau diesen Effekt wollte Masato mit seinem Projekt beim Betrachter hervorrufen. Für die Vorbereitung des Karosserieumbaus samt Anbauteilen investierte er viel Zeit.

Präsentiert wurde das Ergebnis auf dem diesjährigen Auto Salon in Tokio, wo der "S34" enorm viel Zuspruch vom Publikum bekam. Der Herausforderung eines Komplettumbaus stellte sich Masato mit einem Bomex-Bodykit, der eigentlich für den R34 Skyline GT-R gedacht war. Die massiven Stoßstangen sowie stark konturierten Seitenschweller schufen eine gute Basis für das Projekt. Da der Silvia mit dem Skyline so gut wie keine gemeinsamen Teile hat, kann man sich vorstellen, wie der Kit zuerst paßte. Nämlich gar nicht!

Als erstes montierte Masato die Scheinwerfer des R34 und schnitt die Stoßstange zurecht, so daß sie auf den S14 paßte. Sämtliche Montagestellen mußten extra gebaut und angebracht werden, damit der Kit nicht aufgesetzt wirkt. Masato war mit dem ersten Ergebnis nicht wirklich zufrieden, also änderte er den Grillbereich. Ein größerer Lufteinlaß sowie ein tieferer Splitter in einer Kontrastfarbe gaben den gewünschten Effekt.

Die vorderen Radläufe sind Einzelanfertigungen und fallen sowohl durch ihre Breite als auch durch die Belüftungsschlitze auf. Bei genauer Betrachtung sieht man, daß die Flügel tatsächlich in die Motorhaube integriert sind. Die Haube selbst öffnet nur in der Mitte, wo der Motor zu sehen ist, der Rest bleibt verschlossen. Keine Frage: Das wird bald viele Nachahmer finden.

Aalglatte Spoiler und Aero-Außenspiegel

Die Carbonhaube wurde von Dungun gefertigt und für den Silvia paßgenau zurechtgeschnitten. Sobald man die Schnellverschlüsse gelöst hat, kann man recht erstaunliche Fotos schießen! Die Türen blieben unangetastet, doch die Bomex- Schürzen an Front- und Heckflügel gehen nahtlos in die Karosserie über. Alles wirkt wie aus einem Guß, keine großen Spaltmaße stören!

Die Heckflügel komplettieren das Ganze und integrieren die Radläufe, R34-Nismo-LED-Leuchten und die Bomex- Heckstoßstange. Ein aalglatter Spoiler sowie Aero-Außenspiegel vollenden den Silvia. Der Nissan wurden dann in eine einzigartige, goldfarbene Chamäleon-Lackierung von Maziora gehüllt. Wie die Optik durch die verschiedenen Anbauteile verändert sich auch die Farbe je nach Blickwinkel. Die verchromten Volk Racing GT-V im 19-Zoll-Format passen hervorragend, während Pirelli-P-Zero-Reifen fast ohne sichtbare Flanke sowohl beim Cruisen als auch im Drift beste Haftung gewährleisten.

Das SR20DET-Triebwerk wurde mit einer HKS GT-SS Turbine auf Trab gebracht. Sie ist die kleinste in der HKS-Produktpalette. Ein Edelstahl-Krümmer und ein Titanauspuff sorgen dafür, daß praktisch kein Turboloch entsteht. Ein K&N-Filter kümmert sich um gute Luft, die der Ladeluftkühler von Tuner Greddy samt verchromten Rohren effizient an den Motor weitergibt. Die Nockenwellen-Kästen glänzen in typisch verchromter Showcar-Manier.

Nismo-Streben für den gepflegten Drift

Verstellbare Federn und Dämpfer von GAB bilden das Herzstück des Silvia-Fahrwerks. Als passionierter Drifter hat Masato vorn und hinten Nismo-Streben und Zugstangen eingebaut, um die Seitenneigung etwas zu reduzieren. Ein Sperrdifferential aus gleichem Hause sorgt für Stabilität, und wenn alle Stricke reißen, bringen die massiven Bremssättel von Porsche/Brembo sowie riesige geschlitzte Scheiben den Silvia sicher zum Stehen.

Ein aufgeräumtes Interieur ist immer ein schöner Anblick. Ein paar Bride-Brix2-Rennsitze geben Fahrer und Beifahrer den nötigen Seitenhalt. Der komplette Innenraum wurde mit dem gleichen Polster wie die Sitze ausgekleidet. Ein speziell angefertigtes Armaturenbrett mit Pivot-Anzeigen und Carbongehäuse ersetzt das langweilige Serienexemplar. Die Mittelkonsole wurde mit einer vorgeformten Carbonabdeckung und LCD-Bildschirm mit DVD-Unit auf ähnliche Weise verschönert. Den krönenden Abschluß des einzigartigen Silvia mit heftiger GT-R-Optik bildet ein Alcantara-bezogenes Lenkrad.

Autor: Carbonare

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