Nissan X-Trail: Fahrbericht

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Nissan X-Trail: Fahrbericht

— 06.05.2014

So fährt der neue X-Trail

Nissan schickt die dritte Generation des X-Trail ins Rennen um SUV-Kunden. Die Optik wird deutlich runder und modischer als beim Vorgänger.

Video: Nissan X-Trail (2014)

Erste Fahrt im Japan-SUV

Der neue Nissan Qashqai bekommt einen großen Bruder: Am 22. Juli 2014 bringen die Japaner die dritte Generation des X-Trail in den Handel und ersetzen damit zugleich den Qashqai+2. Das neue Modell wächst auf 4,64 Meter, wird wahlweise mit fünf oder sieben Sitzen angeboten und kostet mindestens 26.550 Euro – rund 1600 Euro mehr als der vergleichbare Qashqai, aber deutlich weniger als der bisherige X-Trail. Gemeinsam mit seinem kleinen Bruder auf einer neuen Konzernplattform konstruiert, wird der X-Trail nicht nur knappe zwei Zentner leichter als sein Vorgänger. Sondern vor allem sieht er sehr viel modischer aus: Hatte das aktuelle Modell noch Ecken und Kanten wie ein hartgesottener Geländewagen, hat der Nachfolger den weichen, runden, muskulösen Look der Großstadt-Geländewagen und fährt künftig viel modischer durch den Matsch.

Der Kofferraum fällt stattlich aus

Der Fahrer blickt auf zwei große Monitore (einer zwischen den Instrumenten, einer im Mitteltunnel) und sitzt in einer überraschend vornehmen Materialauswahl.

Auch innen brechen andere Zeiten an. Für den Fahrer, weil er in einem viel moderneren Cockpit mit jeder Menge Assistenzsystemen, einer 360 Grad-Kamera-Überwachung, zwei großen Monitoren (einer zwischen den Instrumenten, einer im Mitteltunnel) und einer überraschend vornehmen Materialauswahl sitzt. Und für die Passagiere, weil sie künftig noch mehr Platz haben. Weil der Radstand gegenüber dem Qashqai um fünf Zentimeter wächst und die zweigeteilte Rückbank um 26 Zentimeter verschiebbar ist, können im Fond nun auch Erwachsene bequem sitzen. Und wenn es sein muss, passen auch in Reihe drei noch zwei Passagiere. Dort gibt es nämlich jetzt auf Wunsch und für 800 Euro Extra noch zwei Notsitze, die man an zwei Schlaufen aus dem Boden zaubern kann. Weil die aber trotz mehr Kopffreiheit eng und unbequem und nur in einer wüsten Kletterpartie zu erreichen sind, lässt man die Klappe lieber zu und freut sich stattdessen am großen Kofferraum: Der misst bei voller Bestuhlung schon 550 Liter und lässt sich auf bis zu 1982 Liter erweitern – dann wird der X-Trail gar vollends zum Lademeister und man weiß, weshalb die Japaner auf Wunsch auch eine elektrische Heckklappe anbieten.

Allradantrieb gibt es für 2000 Euro

Die Ähnlichkeit zum Plattform-Bruder Qashqai ist nicht zu leugnen.

Auch wenn er die gleiche Plattform nutzt, sich das Design annähert und das Interieur vor allem in der ersten Reihe zum Verwechseln ähnlich ist, will der X-Trail aber mehr sein als ein gestreckter Qahsqai, sagt Produktmanager Emanuel Becker und verweist auf drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit sowie die 2,0 statt 1,8 Tonnen Anhängelast: "Das macht ihn zum Praktiker in unserer Modellpalette, mit dem man auch mal einen Pferdehängerauf die Wiese ziehen kann." Dabei hilft natürlich auch der Allradantrieb, der aber wie beim Qashqasi nur optional angeboten wird und deshalb 2000 Euro Aufpreis kostet. Dafür bauen die Japaner ein Verteilergetriebe ein, das wahlweise automatisch einen Teil der Kraft an die Hinterachse umleitet oder im Lock-Modus bei schweren Geländepassagen eine feste Verteilung von 50:50 gewährleistet.

Sitze von der Nasa

Zum Start gibt nur einen 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS und 320 Nm Drehmoment.

So groß und stattlich der X-Trail aussieht, so bescheiden ist sein Antrieb. Denn zum Start gibt es das Trumm lediglich mit einem 1,6-Liter-Diesel, der gerade einmal 130 PS leistet, dafür aber im besten Fall mit 4,9 Litern zufrieden ist. Weil der Vierzylinder auf ein maximales Drehmoment von 320 Nm kommt, fühlt man sich im Stadtverkehr und auf der Landstraße damit zwar nie untermotorisiert, hat immer genügend Antrittskraft und kann auch mal beherzt überholen. Doch mit einem Sprintwert von 11,0 Sekunden für die Allradversion und einem Spitzentempo von 186 km/h muss man zumindest nicht um erhöhten Blutdruck und Herzrasen fürchten. Aber das liegt auch sonst nicht im Wesen des X-Trail, der ein rundherum entspanntes und gelassenes Fahrverhalten fördert. Nicht umsonst ist auch die Lenkung eher leichtgängig und das Fahrwerk mit den variablen Dämpfern sehr kompromissorientiert. Selbst die Sitze hat Nissan gemeinsam mit der Nasa so entwickelt, dass man darauf ewig sitzen und ganz entspannt ans Ziel kommen kann.

Autor: Thomas Geiger

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