Noble M600: Vorstellung

Noble M600 Noble M600

Noble M600: Vorstellung

— 07.02.2011

Racer ohne Weichspüler

Lang angekündigt, soll der Supersportler Noble M600 jetzt wirklich in Serie kommen. Im Briten treffen 650 PS auf 1200 Kilo Gewicht. Elektronische Helfer sind nicht vorgesehen.

Bereits 2009 hat die Sportwagenschmiede Noble aus Großbritannien einen neuen Stern am Sportwagenhimmel angekündigt. Dann passierte erstmal nichts. Aber jetzt: Vom 10. bis 13. Februar 2011 will Noble den M600 bei Peter Smith Sportscars im britischen Hatton, Derbyshire, der Öffentlichkeit präsentieren. Und wenn der Supersportler hält, was die Fotos versprechen, dann dürfen sich Konkurrenten wie der Bugatti Veyron, Koenigsegg CC8S, oder Spyker C8 warm anziehen. Denn im M600 treffen 650 PS auf 1200 Kilo Gewicht, macht in der Summe ein Leistungsgewicht von 1,84 Kilo pro PS. Zum Vergleich: Im Bugatti Veyron sind es 1,89 Kilo pro PS. 818 Newtonmeter schickt der 4,4-Liter-Biturbo (stammt aus dem Volvo XC90 und kommt eigentlich von Yamaha als Bootsmotor) an die Hinterachse, geschaltet wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe.

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Auspuffrohre wie Schornsteine und 355er-Walzen prägen mit dem Diffusor die Heckansicht.

Die Leistungsdaten sind eine Offenbarung: 0 auf 100 km/h unter drei Sekunden, bis zur 200-km/h-Marke vergehen knapp neun Sekunden und erst bei 362 km/h soll Schluss sein. So viel Kraft will gezähmt werden. Die Sechskolben-Rennbremsen im M600 stammen von Alcon, die Rennpneus von Michelin. Sie sind auf 19-Zoll-Rädern vorn und 20-Zöllern hinten montiert. Wer jetzt aber noch elektronische Helfer wie ABS und ESP erwartet, wird enttäuscht. Es widerspricht schlicht der Philosophie von Noble, die das reine Fahrvergügen als oberste Prämisse sieht. Stattdessen gibt es eine Traktionskontrolle, die sich mit einem Drehschalter ("Missile Switch") auf unterschiedliche Bedingungen einstellen lässt. In der Stufe "Road" greift der Fahrer auf 450 PS zurück, im "Track"-Modus stehen 550 PS zur Verfügung. Erst im "Race"-Modus ruft der V8 alle Reserven ab und lässt 650 Pferde schnaufen. Völlig losgelöst rast der M600 dann auf Knopfdruck ohne Traktionskontrolle.

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Innen trifft Leder auf Carbon und Alcantara. In der Mittelkonsole sitzt der Schalter für die Traktionskontrolle.

Die Bestimmung gibt die Optik vor: Ein Supersortler muss flach und breit sein. Und knackig kurz, der M600 kommt auf 4,36 Meter Länge. Um Gewicht zu sparen, sitzt auf dem Gitterrahmen aus Stahl und Aluminium eine Karosserie aus Vollcarbon. Deren große Lufteinlässe und die Vollverspoilerung sind der Aerodynamik geschuldet. Spätestens innen endet die Bescheidenheit. Auf Wunsch liefert Noble auch Extras wie ein Navi oder eigens angefertigte Carbon-Sitzschalen, bei Farben und Bezügen hat der Kunde die freie Auswahl. Jeder M600 wird nach den Vorgaben des Käufers mehr oder weniger in Handarbeit gefertigt. Das hat seinen Preis: 200.000 britsche Pfund (circa 236.000 Euro) nennt Noble als Starttarif ohne Extras.

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