Notrufsäulen

Notrufsäulen

Notrufsäulen

— 25.10.2002

Die heißeste Nummer Deutschlands

Die "heißeste" Notrufsäule Deutschlands steht am Rasthof Spessart-Nord am Kilometer 238 der A3 zwischen Würzburg und Aschaffenburg.

Von der Panne bis zum entlaufenen Schwein

Sie ist weder schöner, größer noch überhaupt irgendwie anders als alle anderen – trotzdem hat Nr. 16751 unter den mehr als 20.000 Notrufsäulen an Autobahnen, Bundes- und Landstraßen klar die Nase vorn: Allein in den ersten neun Monaten diesen Jahres gingen von hier aus 347 Anrufe bei der Notrufzentrale ein. Das entspricht mehr als dem Zwanzigfachen des Bundesdurchschnitts. Mit beachtlichem Abstand folgt eine Notrufsäule an der A8 an der Raststätte Pforzheim mit 248 Anrufen.

Notrufsäulen sind nach wie vor zuverlässige Helfer der Autofahrer: Zwischen 1300 bis 1800 Anrufe erreichen die Notrufzentrale der Autoversicherer in Hamburg täglich. Von stark frequentierten Strecken kommt das Gros der Anrufe. So gingen z.B. 10,2 Prozent der Anrufe in den vergangenen drei Sommermonaten allein von der A3 ein. Die A7 folgt mit 9,5 Prozent, die A1 mit 6,3 Prozent. Mit rund 65 Prozent sind erwartungsgemäß Pannen das Hauptanliegen der Anrufer und glücklicherweise nur rund fünf Prozent Unfälle.

Darüber hinaus müssen sich die Mitarbeiter im Call-Center als Helfer und Lebensberater in unterschiedlichsten Situationen erweisen. Hinweise zu Einbrüchen oder Diebstählen, Anfragen zur richtigen Fahrtroute oder Beschwerden über das ungebührliche Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer gehören zum Tagesgeschäft. Ein herrenloses Schwein mit Halsband auf der A5 oder ein nacktes Pärchen auf einer Brücke der A59 sind nur zwei Beispiele aus den vergangenen Wochen.

0800-NOTFON D – die mobile Notrufsäule

75 Prozent aller Deutschen finden es sehr wichtig, per Handy Hilfe rufen zu können - so das Informationszentrum Mobilfunk. Schon heute gehen bei der Notrufzentrale pro Tag etwa 220 Handy-Anrufe pro Tag ein. Das ist zwar bislang nur knapp ein Zehntel der Anrufe von stationären Säulen, die Tendenz ist aber steigend. Diesen Trend zur Nutzung des Handys als Helfer in der Not hat auch die Notrufzentrale Rechnung getragen und die gebührenfreie Vanity-Notrufnummer 0800 NOTFON D (0800-668 366 3) eingerichtet.

Leider müssen die Mitarbeiter in der Notrufzentrale bei Anrufen über das Mobilfunknetz immer wieder feststellen, dass in Unfall- und Notsituationen die Anrufer häufig nicht in der Lage sind, ihren aktuellen Aufenthaltsort exakt zu beschreiben. Ganz im Gegensatz zu den stationären Notrufsäulen: Sie sind geographisch exakt vermessen und punktgenau lokalisierbar. Damit kann die Notrufzentrale die örtlich zuständigen Polizei- und Rettungsleitstellen oder auch den nächstgelegenen Pannenhelfer unverzüglich zum Unfall- oder Schadensort leiten.

Die Orientierungslücke bei den Anrufern kann aber möglicherweise schon bald durch die Technik kompensiert werden: Schon heute sind Mobilfunkanbieter in der Lage, die Position eines Handys auf einige hundert Meter genau zu orten. Für eine korrekte Lokalisierung noch zu ungenau, aber der richtige Weg.

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