Notrufsäule

Notrufsäulen an Autobahnen: Top 3

— 13.03.2015

104.000 Notrufe in 2014

Im vergangenen Jahr nutzten Autofahrer rund 104.000 Mal die Notrufsäulen an Autobhahnen. Am häufigsten wurde eine Säule im Saarland genutzt.

(dpa) Zehntausende nutzen die Notrufsäulen an den deutschen Autobahnen – trotz der weiten Verbreitung von Handys und Smartphones. Autofahrer holen an den Säulen Hilfe bei Pannen oder Unfällen oder warnen vor Gefahren. Im vergangenen Jahr wurden die bundesweit 16.844 Notrufsäulen rund 104.000 Mal betätigt, wie der Betreiber GDV Dienstleistungs-GmbH in Hamburg berichtete. Der GDV nimmt im Auftrag der Autoversicherer die Anrufe entgegen und koordiniert die Hilfsmaßnahmen.   Am meisten benutzt wurde 2014 eine Notrufsäule im Saarland. Die Säule an der A1 kurz hinter der Ausfahrt Eppelborn in Richtung Trier wurde nach GDV-Angaben 237 Mal genutzt. In dem Bereich ist eine Dauerbaustelle an einer Brücke mit einspuriger Verkehrsführung eingerichtet. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben verstärkt zur Absicherung nach Pannen gerufen. Eine Unfallhäufung sei bei Eppelborn aber nicht zu beobachten, sagte eine Sprecherin.

Obwohl fast jeder ein Handy hat, werden Notrufsäulen oft genutzt.

Auf einer Raststätte bei Würzburg steht die Nummer zwei (115 Notrufe), gefolgt von einer Notrufsäule an der A395 zwischen Braunschweig und Bad Harzburg (106). Die größte Notrufdichte mit 15 pro Kilometer liegt laut GDV auf der A255, dem Autobahnzubringer von Hamburg zur A1. Die langenTransitrouten durch den Westen, Osten und Süden Deutschlands folgen mit deutlichem Abstand.   Seit Jahren wird diskutiert, ob Notrufsäulen noch sinnvoll sind. Ihr großer Vorteil ist nach Einschätzung von Experten aber nach wie vor, dass der Hilfesuchende präzise geortet werden kann. Mobilfunkzellen lassen nur eine ungefähre Bestimmung in einem Umkreis von mehreren Kilometern zu. Manchmal ist auch kein Mobiltelefon parat oder der Akku leer, sagt Anna Eberchart. Sie ist Sprecherin der Björn Steiger Stiftung, die sich seit Jahrzehnten für schnelle Hilfe nach Unfällen einsetzt.
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2014 gingen 64.582 Pannen- und Notrufe in der Hamburger Notrufzentrale ein. Hinzu kamen knapp 40.000 Warnmeldungen, etwa zu Staus oder Falschfahrern. Nach Angaben der GDV-Sprecherin Birgit Luge-Ehrhardt halfen die Mitarbeiter der Notrufzentrale alle acht Minuten einem Fahrer. "Die große Herausforderung ist, sich ein Bild von der Lage zu machen: Ist Gefahr in Verzug?", berichtet Alexander Schrov. Der 43-Jährige nimmt seit vier Jahren bei der GDV Notrufe entgegen. Er empfiehlt in Not geratenen Autoinsassen: "Nicht im Wagen sitzen bleiben, Warnweste anziehen und von der Fahrspur wegbleiben."

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