Nürburgring in der Krise — 07.02.2012

Privatbetreiber gefeuert

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz trennt sich von den Privatbetreibern des kriselnden Nürburgrings. Der Freizeitpark gilt als überdimensioniert, Ziel ist eine Neuausschreibung.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung trennt sich von den Privatbetreibern des kriselnden Nürburgrings. Das Kabinett billigte am 7. Februar 2012 den Vorschlag von Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD), wonach die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH den Pachtvertrag mit der privaten Nürburgring Automotive GmbH kündigt. Damit steht der jetzige Privatbetrieb an der Formel-1-Strecke in der Eifel nach rund zwei Jahren vor dem Aus. Ziel sei es, zu einer Neuausschreibung zu kommen, sagte Finanzminister Carsten Kühl (SPD). Infrastrukturminister Lewentz sagte, er sei zu der Überzeugung gelangt, dass eine gute Zukunft mit den jetzigen Pächtern "nicht möglich ist".

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Zuvor war es zum Streit über die Pachtzahlungen gekommen: Lewentz sagte, die Pacht sei nicht bezahlt worden. Als Sicherheit springt das Land vorübergehend mit 254 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt ein. Die frühere SPD-Regierung hatte den Ring ausgebaut und rund 330 Millionen Euro investiert. Der Freizeitpark gilt als überdimensioniert. Wegen fehlender Besucher wollen die Betreiber 92 Stellen streichen.

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ND
09.02.2012, 12:06Uhr

Da gebe ich Euch durchaus recht. Aber es ist besser, wenn die "möchtegern" Schnellfahrer und Hobbyrennfahrer sowie Profirennfahrer gegen eine Mautgebühr auf dem Nürburgring einmal Gas geben, wie wenn sie dies auf den öffentlichen Straßen tun und somit eine Gefährdung für alle beteiligten Verkehrsteilnehmer darstellen.

Hier könnte man aber Ansetzen, wie viel Maut kann man für die Benutzung verlangt?
Und ob dann hier nicht Preisunterschiede bzw. Pakete für Testfahrten für Firmen, Rennställe, Profi- bzw. Werks- und Hobbyrennfahrer und normalen Autofahrern macht?!

Chris
09.02.2012, 08:09Uhr

Für das Geld hätte man auch eine oder sogar zwei für Anfänger weniger Gefährliche Strecken bauen können. Man Predigt Sicherheit und langsames Fahren und pumpt dann unsummen Geld in eine sogenannte Mautpflichtige Landstraße ;-).

Sven
09.02.2012, 00:17Uhr

Der Nürburgring und seine Umgebung sind wunderschön - aber Motorsport auch für den Fan - ist sehr teuer - und Geld hat die breite Bevölkerungsschicht für diesen Luxus immer weniger - deswegen sind im allgemeinen immer mehr Rennstrecken und der Motorsport für seine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt.

ND
08.02.2012, 12:14Uhr

Man sollte hier bedenken, dass der Nurburgring nicht nur irgendeine Rennstrecke ist, sondern zudem auch international gesehen ein Aushängeschild für den Motorsport in Deutschland darstellt - auf poltischer und wirtschaftlicher Ebene.

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