Nürburgring-Kauf: Bekanntgabe des Investors

Nürburgring-Verkauf: Neuer Inhaber steht fest

— 11.03.2014

Capricorn kauft den Ring

Der Käufer des insolventen Nürburgrings steht fest: Der Autozulieferer Capricorn hat das Rennen gemacht. Es geht um mehr als 100 Millionen Euro.

Zentrum des Motorsports: Auch die Formel 1 dreht ihre Runden auf dem Nürburgring.

(dpa/jb) Der insolvente Nürburgring hat einen Käufer: Der Zuschlag geht an den Autozulieferer Capricorn, wie die Sanierer des Rings am 11. März 2014 in Koblenz mitteilten. Das Transaktionsvolumen liegt nach Angaben des Ring-Sachwalters Jens Lieser bei mehr als 100 Millionen Euro. Es fließe ein Kaufpreis von 77 Millionen Euro, bis zu 25 Millionen sollten am und um den Ring investiert werden. Das Konzept von Capricorn sei wegen eines neuen Ansatzes gewählt worden. Demnach solle am Ring ein Automobil-Technologiecluster entwickelt werden.

Damit ist die US-Investorengruppe HIG Capital aus dem Rennen, der zwischenzeitlich bessere Chancen eingeräumt worden waren. Der Autoteile-Hersteller Capricorn mit Sitz in Düsseldorf hat mehr als 350 Mitarbeiter. Rund 100 davon arbeiten in einem Werk am Nürburgring. Im Mittelpunkt des Konzepts steht der Motorsport. Vor knapp einem Jahr begann der Verkauf des Rings.

Rückbau für den Freizeitpark?

Fehlinvestition: Der Freizeitpark am Nürburgring wird wohl zum großen Teil zurückgebaut.

Der überdimensionierte Freizeitpark am Nürburgring wird möglicherweise bald gestutzt: Geschäftsführer Robertino Wild hatte der "Rhein-Zeitung" gesagt, das meiste werde zurückgebaut werden müssen. Auf der Traditionsrennstrecke dreht die Formel 1 ihre Runden, in der Eifel steigt auch das Festival "Rock am Ring". Der Nürburgring musste im Jahr 2012 Insolvenz anmelden. Die SPD hatte in ihrer Zeit der Alleinregierung einen zu groß geratenen Freizeitpark für rund 330 Millionen Euro bauen lassen. Nach der Insolvenz musste auch Steuergeld in Millionenhöhe fließen. Das Land Rheinland-Pfalz will dafür sorgen, dass die Öffentlichkeit auch weiter Zutritt zur Rennstrecke bekommt. Das Land ist Hauptgläubiger.

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