Der Chrysler 300C von Barack Obama wurde für 271.300 Dollar bei Ebay versteigert.

Obamas Chrysler bei Ebay

— 21.01.2009

Zuschlag bei 271.300 Dollar

Und weg: Der gebrauchte Chrysler 300C von US-Präsident Barack Obama hat beim Online-Versteigerer Ebay den Zuschlag erhalten. Der neue Eigentümer zahlt für den vier Jahre alten V8 rund 20-mal mehr als für vergleichbare Modelle.

Was mag wohl "s***c" gedacht haben, als er – oder sie – auf "Gebot bestätigen" klickte und damit den gebrauchten Chrysler 300C für 271.300 US-Dollar ersteigerte? Vermutlich nicht: "Ganz schön teuer, so ein Promi-Auto", denn dann hätte der Unbekannte, bei der Ebay-Auktion wie immer anonymisiert, vorher aussteigen können. Er tat es aber nicht, sondern schlug zu einem rekordverdächtigen Preis zu. Dabei ist Barack Obama nicht einmal der letzte Besitzer (er hätte die Mittelklasse-Limo wohl auch nicht im Internet versteigert): Der jetzt zum US-Präsidenten ernannte Politiker aus Chicago fuhr den bärenstarken 300C als Senator von Illinois, schon 2007 stieß er das Auto mit knapp 21.000 Meilen (etwa 33.000 Kilometer) auf dem Tacho ab. Sein nächstes Gefährt war ein sauberer und weniger gefräßiger Ford Escape Hybrid. Kein Zufall: Etwa zu dieser Zeit beschloss Barack Obama, für das US-Präsidentenamt zu kandidieren – da passte ein protziger Spritschlucker natürlich nicht mehr ins politisch korrekte Bild.

"Könnte mir in den Hintern treten"

Noch frisch: Der 300C von Barack Obama hat weniger als 21.000 Meilen auf dem Tacho.

Nun ist er aus dem Nebel der Vergangenheit wieder aufgetaucht, der fette 300C. Ein US-Autofahrer, der sich seinerzeit für den Gebrauchten interessiert hatte, setzte während der Online-Auktion einen Kommentar auf die Seite: "Möchte Ihnen gratulieren. Ich unternahm im Februar eine Probefahrt, kaufte dann aber nicht, weil mir der Wagen damals etwas zu teuer war. Jetzt könnte ich mir natürlich in den Hintern treten dafür! Nochmals, Gratulation." Der Käufer erhält nicht nur verbliebene drei Jahre Garantie vom Hersteller, sondern dazu Ledersitze, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Tempomat und Schiebedach. Aber was zählt das alles gegen den Namen des Vorbesitzers in der Zulassung?

Die Fahrzeughistorie des Obama-Chrysler

Der 300C mit V8, lackiert in Blau-Metallic, ist nicht das einzige Objekt, das sich unter der Aura von Barack Obama von einem Gebrauchsgegenstand in eine Reliquie zu verwandeln scheint. So waren Tribünenkarten für die Ernennungsparade, offizieller Preis 25 Dollar, im Internet für das 100-Fache wiederzufinden. Auch Stühle, eine Bowlingbahn oder eine angebissene Waffel aus dem Dunstkreis des vermeintlichen Heilsbringers hat man schon zu vergolden versucht. Doch der umgerechnet knapp 209.500 Euro teure Gebrauchte ist mit Abstand das teuerste Obama-Relikt. Sogar teurer als der Papst-Golf, der einst Josef Ratzinger transportierte, und der 1999 dann bei Ebay für 189.000 Euro wegging. Den absoluten Rekord hält allerdings weiterhin ein Ford Escort GL, den vor gut 30 Jahren Papst Johannes Paul II alias Karol Wojtyla selbst steuerte. Apropos selbst steuern: Obama selbst dürfte seinen gebrauchten Chrysler kaum vermissen – Mr. President lässt sich nämlich jetzt chauffieren; und zwar in einem deutlich gewichtigeren Gefährt.

Mit CARFAX auf Nummer sicher!

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Autor: Roland Wildberg

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