Öko-Label für Neuwagen
— 10.12.2012Ein Jahr Etikettenschwindel
Das sogenannte Öko-Label für Neuwagen ist im Dezember 2012 ein Jahr alt geworden. Seine Bilanz fällt mäßig aus: Nur ein Drittel der Käufer kennt die umstrittene CO2-Kennzeichnung, wie eine repräsentative Umfrage ergab.
Mehr Infos: Start des Pkw-Labels
Das Prinzip ist schon länger von Waschmaschinen oder Kühlschränken bekannt: Farbige Balken mit Buchstaben signalisieren sehr gute (grün, A+) bis sehr schlechte (rot, G) Energieeffizienz. Das Problem beim von VDA und Bundesregierung propagierten Pkw-Label: Der CO2-Ausstoß wird in Relation zum Gewicht gesetzt, sodass ein Audi Q7 als umweltfreundlicher eingestuft wird als ein Smart. So hagelte es schon vor seiner Einführung Kritik: Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sprach von einem "grünen Mäntelchen für schwere Nobelkarossen", Ex-Umweltminister Jürgen Trittin kritisierte die Bundesregierung für ihr "Einknicken vor der deutschen Automobil-Lobby". Auch Volker Lange, Präsident des Importeursverbandes VDIK, sah "keine Vorteile für den Verbraucher".
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Dass Kennen nicht gleich Wissen bedeutet, zeigt zudem eine weitere Erkenntnis der dena-Erhebung: Nur jeder zweite Befragte konnte das Prädikat "G" als negativ identifizieren. Die dena will nun mit einem Internet-Portal für Aufklärung sorgen. Dabei ist die Sache eigentlich ganz einfach: Statt auf die Grafik sollte der umweltbewusste Kunde nur auf den tatsächlichen CO2-Ausstoß achten. Der wird auf dem Label weiter oben nämlich auch angegeben.
Hilfe: Die wichtigsten Antworten zum Thema CO2
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