Ökoauto-Vorschau IAA 2009

Ökoauto-Vorschau IAA 2009

— 03.09.2009

Sparen, stromern, knausern

Ohne Ökoauto traut sich kaum ein Hersteller zur IAA nach Frankfurt. VW Bluemotion und Opel Ecoflex bleiben dem Verbrennungsmotor treu – die Zukunft fährt aber elektrisch.

Wann fängt eigentlich die Zukunft an? Eine Frage mit philosophischem Ausmaß, die man als Normalsterblicher gar nicht beantworten können muss. Aber man darf sie stellen. Vor allem dann, wenn man seit Jahren auf Automessen die Zukunft präsentiert bekommt. Schön grün. Schön sauber. Schön öko. Schön unerreichbar. Im automobilen Heute ist vom sauberen Morgen bislang nur wenig angekommen. Also wann kommt sie denn nun, die Zukunft? "Bald", signalisieren die Messestände der europäischen Autobauer. "Jetzt", die der asiatischen Hersteller.

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Noch gibt es den Elektro-SLS nur als Schnittmodell. Vier Elektromotoren mit 533 PS treiben den Mercedes an.

Letztere schwänzen allerdings die IAA in großer Zahl. Nissan spart sich den Trip nach Frankfurt ebenso wie Mitsubishi. Ein Jammer. Denn mit Mitsubishi iMiEV und Nissan Leaf haben beide zwei Elektrofahrzeuge im Angebot, deren Serienfertigung entweder bereits begonnen hat (Mitsubishi iMiEV), oder kurz bevorsteht (Nissan Leaf). Kleine Entschädigung fir iMiEV-Freunde: Peugeot zeigt mit dem  E008 das Schwestermodell des frischen Elektro-Knubbels. So bleibt mal wieder nur der Blick zu Toyota. Die Hybrid-Pioniere rollen mit dem Plug-in-Prius ins Rampenlicht. Ausgestattet mit neuen Lithium-Ionen-Akkus kann der weltweit erfolgreiche Japaner damit ab 2011 endlich auch an der Steckdose tanken. Etwas früher könnte der Auris Hybrid an den Start gehen – der Golf-Konkurrent mit Prius-Antrieb. Da werden Hybrid-Freunde hellhörig – und können sich bei Toyota-Tochter Lexus gleich angucken, wie ein kompakter Hybrid im sportlichen Look aussehen könnte. Lexus LF-cH heißt der Öko-Renner, den wir gerne eher heute als morgen bei uns auf den Straßen sehen möchten!

BMW, Mercedes und Audi zeigen die Elektro-Sportler der Zukunft

Der Golf Blue Motion hat einen 1,6-Liter-TDI mit 105 PS. Damit soll er sich mit 3,8 Liter auf 100 Kilometer begnügen.

Für Europäer ist der Frankfurt-Trip Pflicht – auch ohne serienfertige Elektroautos. Immerhin zeigen BMW und Mercedes die Doppelherz-Versionen von Dickschiffen wie dem BMW X6, dem 7er oder der S-Klasse. Dicker Benziner trifft kleinen E-Motor. Öko geht anders. Das weiß man auch in München und Stuttgart und zeigt parallel dazu auch noch jede Menge Zukunfts-Technologie. Die Vision EfficientDynamics von BMW zum Beispiel. Der M3 der Zukunft. Ein Diesel-Elektro-Hybrid, der locker 250 Sachen rennt und dazu auch optisch mächtig Eindruck schindet. Das gilt natürlich auch für den Elektro-Flügeltürer, den Mercedes auf der IAA enthüllen wird. Vier Motoren mit zusammen 533 PS, die getrennt beschleunigt werden können. Da juckt's im Gasfuß. Technisch ganz ähnlich gestrickt ist übrigens der Elektro-R8, mit dem Audi seine Zukunftsfähigkeit beweisen will.

Zum IAA-Spezial

Wer es bodenständiger mag, muss nicht weit laufen. Auf dem Mercedes-Stand findet sich auch die nächste Generation der B-Klasse – mit drei unterschiedlichen Antriebskonzepten. Als reines Elektroauto (E-Cell), als Elektroauto mit Brennstoffzelle (F-Cell) und als Elektroauto mit Benzinmotor zur Reichweitenerhöung (F-Cell Plus). Letztere Idee soll ab 2011 bei Opel als Ampera unterwegs sein. Der Rüsselsheimer Hoffnungsträger zeigt sich auf der IAA beinahe serienfertig. In der Zwischenzeit versuchen die Opelaner ihre Kunden mit der EcoFlex-Reihe auf Sparsamkeit zu trimmen. Den gleichen Weg geht auch Neu-Porsche-Eigner Volkswagen. Ein neues BlueMotion-Dreigestirn aus Polo, Golf und Passat zeigt die Öko-Gegenwart. Ein kleiner Elektro-Flitzer und eine neue Zweiliter-Studie beschreiben den Weg in die Zukunft. Dort möchte auch der New Trabi möglichst schnell hinkommen. Der Kult-Ossi will mit neuem Look, neuer Technik und Elektro-Motor den Sprung in die Neuzeit schaffen.

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