Österreich stoppt Einführung von Biosprit E10

EU will Nutzung von Biokraftstoffen begrenzen Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) E10-Zapfpistole

Österreich stoppt Einführung von Biosprit E10

— 18.09.2012

Schluss mit Bio

Österreich setzt die Einführung des Biokraftstoffs E10 bis auf Weiteres aus. Die Regierung möchte zunächst eine einheitliche Regelung auf europäischer Ebene abwarten.

(dpa) Österreich hat die zum 1. Oktober 2012 geplante Einführung des Biokraftstoffs E10 vorerst gestoppt. Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich setzte nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA den in zwei Wochen geplanten Biosprit-Start am 17. September aus.

Biosprit: EU will Nutzung begrenzen

Zunächst müsse die Situation auf europäischer Ebene geklärt sein, erklärte der Minister in Wien. Er habe darüber auch mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie Hedegaard gesprochen. Als Grund nannte er das Ziel einer europaweit einheitlichen Einführung von E10, also Benzin mit einem zehnprozentigen Ethanolanteil. Die EU will den Biokraftstoffanteil im Verkehrssektor bis 2020 auf fünf Prozent senken. Derzeit sind es bereits vier Prozent. Bisher war bis 2020 ein Anteil von zehn Prozent "grüner Quellen" geplant, dazu gehörte auch Ökostrom für Elektroautos.

E10: Entwicklungsminister Niebel gegen Biosprit 



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