Sebastian Vettel: Sein Leben in Bildern

Sebastian Vettel Sebastian Vettel Sebastian Vettel

Offiziell: Vettel wechselt zu Ferrari!

— 20.11.2014

Auf Schumachers Spuren

Die Leser von AUTO BILD MOTORSPORT wussten es schon länger, nun gibt es auch die offizielle Bestätigung: Sebastian Vettel fährt 2015 für Ferrari!

Was AUTO BILD MOTORSPORT und SPORT BILD schon vor Wochen in Suzuka exklusiv meldeten, ist jetzt auch offiziell: Sebastian Vettel (27) wechselt 2015 zu Ferrari. „Die nächste Stufe in meiner Formel-1-Karriere heißt nun Scuderia Ferrari“, so Vettel in der offiziellen Ferrari-Mitteilung. „Für mich geht damit ein langer Kindheitstraum in Erfüllung. Schon als kleiner Junge war Michael Schumacher in seinem roten Auto mein größtes Idol, und dass ich eines Tages einmal die Chance habe im Ferrari fahren zu dürfen, ist eine unglaublich große Ehre. Die Scuderia hat eine lange Tradition in diesem Sport und ich bin hochmotiviert das Team zurück an die Spitze zu bringen. Ich werde jedenfalls alles, mein ganzes Herzblut, dafür geben.“
Alle Hintergründe jetzt hier: Vettel exklusiv über den Ferrari-Wechsel

Stuck zeigt Verständnis

Sebastian Vettel (li.) beerbt bei Ferrari nächste Saison Dauerrivale Fernando Alonso (re.)

Dabei ist Ferrari für Vettel nicht unbedingt neu. Der Heppenheimer weiter: „Bereits 2008 habe ich gespürt, was der Ferrari-Mythos bedeutet, als ich in Monza meinen ersten Sieg mit einem Motor eingefahren habe, der das Siegel des Springenden Pferdes trug und in Maranello gebaut wurde." Vettels Toro Rosso wurde damals in der Tat von einem Ferrari-Aggregat angetrieben. „Jeder Rennfahrer träumt davon, einmal bei Ferrari oder Porsche zu fahren“, sagt DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck. „Für Sebastian ist es eine logische Weiterentwicklung. Er hat bei Red Bull alles erreicht, was er erreichen konnte. Ein Tapetenwechsel tut da manchmal ganz gut. Und Michael Schumacher hat es ja auch geschafft die Scuderia wieder auf Vordermann zu bringen.“

Schwieriger als zu Schumis Zeiten

Vettel macht den Schumi! Doch die Voraussetzungen, die Vettel bei Ferrari vorfindet, sind andere als jene im Schumacher-Debütjahr 1996. Als Michael Schumacher zu Ferrari kam, hatte Teamchef Jean Todt schon einige Jahre Zeit gehabt, um aus dem Chaoshaufen eine strukturierte Mannschaft zu formen. Mit Ross Brawn und Rory Byrne, die schon seine beiden Weltmeister-Benettons gebaut hatten, standen Schumacher außerdem zwei wechselwillige Technikgenies zur Seite. Noch wichtiger: Ferrari konnte seine finanzielle und politische Überlegenheit damals voll ausspielen. Unbegrenzte Testkilometer auf der Hausstrecke in Fiorano sowie eine Sonderstellung bei Reifenlieferant Bridgestone halfen dem lahmenden Ackergaul auf die Beine.

Phase des Umbruchs

Gute Freunde und bald auch Teamkollege: Vettel (re.) mit Neo-Stallgefährte Kimi Räikkönen

Nach dem Abschied von Ex-Teamchef Stefano Domenicali im April befindet sich Ferrari dagegen aktuell noch ganz am Anfang einer Phase des Umbruchs. Domenicalis Nachfolger Marco Mattiacci hat alle Hände voll zu tun, um dem Team eine neue Struktur zu verpassen. Einzige Lichtblicke: Technikchef James Allison (46) und der Bau einer hochmodernen Super-Fabrik, die im Januar 2015 fertig sein soll. „Ferrari ist eben typisch italienisch mit Grande Casino“, analysiert Stuck. „Das wird keine leichte Aufgabe.“ Vettel ist sich all dessen bewusst. Vertrauten gegenüber versicherte er, dass er den Neuaufbau des Teams zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt. Außerdem bringt er sein eigenes kleines Team mit: Pressesprecherin Britta Roeske ist ebenso mit an Bord wie Fitnesstrainer Antti Kontsas und Arai-Helmbetreuer Peter Bürger – obwohl Ferrari eigentlich einen Exklusivvertrag mit der deutschen Firma Schuberth hat.

Viel Geduld gefragt

Von Toro Rosso kommt Ex-Vettel-Renningenieur Riccardo Adami zu den Roten. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Red Bull hat bereits eine Liste angefertigt mit jenen „Verdächtigen“, die Vettel zu Ferrari folgen könnten. Darunter ist auch Teammanager Jonathan Wheatley. Trotzdem ist eine Menge Geduld gefragt. Erst im dritten Jahr könne Ferrari realistisch daran denken, aus eigener Kraft um den Titel zu fahren. Das hat FIAT-Chef Sergio Marchionne, der seit heute offiziell auch Ferrari-Präsident ist, Vettel bei den Vertragsverhandlungen gesagt. Dieser Realismus hat ihm imponiert. Imagemäßig hat der Heppenheimer jetzt schon gewonnen. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve: „Ferrari ist das einzige Team, bei dem du auch ein Sieger bist, wenn du nicht gewinnst!“

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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