Autowracks mit Skeletten in Oklahoma

Oklahoma: Versunkene Autowracks

— 19.09.2013

Grausiger Fund nach 40 Jahren

Sie lagen seit Jahrzehnten in einem See und bargen einen grausigen Fund: In zwei uralten Chevrolet hat die Polizei in Oklahoma (USA) sechs Skelette entdeckt. Angehörige von Vermissten erhoffen sich vom Zufallsfund Aufklärung.

(dpa) In zwei zufällig entdeckten Autowracks in einem See im US-Bundesstaat Oklahoma hat die Polizei Überreste von sechs Leichen gefunden. Es könnte sich um seit Jahrzehnten Vermisste handeln. Wie US-Medien am 18. September 2013 berichteten, versuchen die Behörden nun, die Skelette mittels DNA-Proben zu identifizieren.

Hoffnung auf Aufklärung nach Jahrzehnten

Die beiden Wracks mit den Skeletten wurde zufällig beim Ausprobieren eines Sonargerätes gefunden.

Eigentlich wollten die Beamten im Foss Lake im Bezirk Custer County nur ein neues Sonargerät ausprobieren, berichtete "NewsOK" im Internet. Doch in der vergangenen Woche stießen sie in dem See auf die beiden völlig verrostete und schlammbedeckte Wracks: ein Chevrolet Baujahr 1952 und ein Chevrolet Camaro, Baujahr 1969. Bei der Bergung entdeckten Taucher sechs Skelette. Behörden hoffen nun, seit Jahrzehnten ungeklärte Fälle von Vermissten klären zu können. Verwandte gaben DNA-Proben ab. Ob die Opfer bei Unfällen oder Verbrechen starben, war nicht bekannt.

Drei Teenager wurden nie wieder gesehen

Bei den in dem Camaro gefundenen Überresten könnte es sich um drei seit 1970 vermisste Teenager aus dem Ort Sayre handeln, meldete die Zeitung "Daily Elk Citian". Sheriff Bruce Peoples sagte, der Wagen könnte jener blaue Chevrolet sein, in dem der damals 16-jährige Jimmy Allen Williams zum letzten Mal gesehen wurde. Der Teenager wollte am 20. November 1970 nach Elk City fahren, um ein Footballspiel anzusehen. Zwei Freunde, ein 18-jähriger Jungen und ein ebenfalls 18-jähriges Mädchen, begleiteten ihn. Die drei Teenager wurden nie wieder gesehen.

Identifizierung kann Jahre dauern

Der andere Wagen könnte Medienberichten zufolge in Verbindung mit einem anderen mysteriösen Fall stehen. Im Jahr 1969 verschwanden drei Menschen in der nahegelegenen Ortschaft Canute. Einer von ihnen war der damals 69-jährige John Alva Porter. Seine Enkelin hofft nun, dass das Geheimnis seines Verschwindens gelöst ist. "Er war einfach verschwunden. Spurlos", sagte Debbie Mcmanaman dem Lokalsender KFOR. "Er hatte Geld in der Bank, das Haus war ok, und er war einfach weg. Wir haben 40 Jahre nach ihm gesucht." Ob das Rätsel endgültig gelöst werden kann, bleibt aber unklar. Die zuständigen Gerichtsmediziner warnten, dass es je nach Zustand der Skelette Tage oder sogar Jahre dauern könnte, bis die Toten identifiziert seien.

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