London: Olympia sorgt für Verkehrsprobleme

Olympia 2012: Verkehrschaos

— 25.07.2012

Olympia-Spuren sorgen für Ärger

Auch ohne die Olympischen Spiele ist der Verkehr in London die Hölle. Die jetzt eingerichteten "Game Lanes" machen die Stimmung nicht besser.

(dpa/mw) In den kommenden Tagen wird die Geduld der Auto- und Bahnfahrer in London auf eine sehr harte Probe gestellt: Seit dem frühen Morgen des 25. Juli 2012 gilt das teilweise Fahrverbot auf den eigens für Olympia freigehaltenen Straßenspuren. Das sorgte bereits am ersten Morgen für Staus mit bis zu zwei Stunden Wartezeit. Der Verkehr staute sich unter anderem am Hyde Park, auf einigen viel befahrenen Straßenabschnitten im Zentrum sowie auf Schnellstraßen, die in die Innenstadt führen. Damit nicht genug: Auch die seit Tagen andauernden U-Bahn-Probleme setzten sich fort.

Neuer London-Bus mit grünem Anstrich (2010)

Die extra für Olympia eingerichteten Fahrspuren, die "Games Lanes", dürfen nur von Sportlern, Funktionären, Promis und Medienvertretern genutzt werden. Sie ziehen sich über insgesamt 50 Kilometer durch London. Wer diese Fahrspur unberechtigt verwendet, muss 130 Pfund (rund 165 Euro) Strafe zahlen, wenn er erwischt wird. Autofahrern war im Vorwege geraten worden, auf Bus und Bahn umzusteigen, um den Verkehr zu entlasten. Trotzdem gingen die seit Tagen bestehenden Probleme im morgendlichen Berufsverkehr weiter. Mehrere U-Bahn-Linien hatten mit großen Verspätungen zu kämpfen, die teilweise durch Verzögerungen bei Bauarbeiten entstanden waren. Besonders groß waren die Probleme auf der "Metropoliton"-U-Bahn-Linie, die Besucher von Fußballspielen ins Wembleystadion bringen soll. Größe Verzögerungen gab es auch bei der "Northern Line", die Nord-Süd-Verbindung in London.

VW London und Milano Taxi

Die Taxifahrer dürfen die Olmypia-Fahrspuren nicht benutzen und fürchten sich vor den Staus und blockierten Straßen.

Bei jenen, die vom Londoner Verkehr leben, treffen in den nächsten Tagen Freud und Leid aufeinander. Die Taxifahrer fürchten sich vor den Staus und den blockierten Straßen. Sie dürfen mit ihren berühmten "Black Cabs", den schwarzen Taxis, die Olmypia-Fahrspuren nicht benutzen. Noch am Dienstag, dem 24. Juli 2012, hatten sie mit 200 Taxis vor dem Parlament dagegen demonstriert. "Wir müssen in der Lage sein durchzukommen und unseren Job zu machen", sagte ein Taxi-Gewerkschafter. Erhört wurden die Forderungen bisher nicht. In barer Münze zahlt sich der Olympia-Verkehr dagegen für die 21.000 Beschäftigten der Londoner Busgesellschaften aus. Sie bekommen für die Zeit der Spiele eine Sonderzahlung von 577 Pfund (735 Euro) garantiert.

Lewis Hamilton trägt das olympische Feuer

Pro Schicht gibt es für die Arbeiter etwa 27 Pfund (34 Euro) extra. Die Belegschaften hatten mit Streik gedroht, falls sie keinen Extra-Lohn erhalten würden. Das konnte angewendet werden – die berühmten Londoner Doppeldeckerbusse fahren also auch während der Olympischen Spiele. Über mehr Geld kann sich auch das Personal der Londoner U-Bahn freuen. Pro Mitarbeiter gibt es für die Spiele 850 Pfund (1080 Euro) extra. Die Angestellten des Fahrradverleih-Systems "Boris Bikes" bekommen eine Sonderzahlung von jeweils 500 Pfund (637 Euro).

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