Opel Adam: Sitzprobe

— 09.10.2012

Ein Opel zum Verlieben?

Erste Begegnung mit dem Opel Adam in der City von Paris. Der Adam soll für die Rüsselsheimer im Segment der Lifestyle-Minis punkten. Hat er eine reelle Chance?



Adam steht im Regen. Es schüttet in Paris. Zuflucht findet er unter einer Metro-Brücke an der Seine. Erstes Anfassen, erste Sitzprobe im kleinen Opel, der so vieles verändern soll: Besteht Adam aus Eisenach gegen den Italo-Schmelz des Fiat 500? Reicht sein Charme zur Attacke auf den Mini? Probe sitzen mit freier Sicht zum Eiffelturm. Nicht nur zarte Mädchen haben Platz, sondern auch ihre großen Männer. Komfortable Sitze, genug Kopf- und Beinfreiheit, das passt – solange hinten niemand sitzt.

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Video: Opel Adam

Hier wird Adam gebaut

Auch Verreisen geht nur zu zweit. Der Kofferraum ist mit 170 Litern winzig, beim Einladen nervt eine 30-Zentimeter-Stufe. Lebensnah ist anders: Das hat er mit Fiat und Mini schon mal gemeinsam. Aber sonst ist Adam ein ganz Feiner. Nicht nur außen (31 verschiedene Räder und Felgen! 30.000 Optik-Varianten! Lack in Pfirsich oder Lindgrün!), sondern auch innen. Das Anfassen soll Spaß machen, sagen sie bei Opel, und haben dem Adam Kunststoffe, Softlack-Oberflächen und Polster in Handschmeichel-Qualität gegönnt. Vor allem nervt er nicht – wie größere Opel – mit der unübersichtlichen Knöpfchen-Kollektion auf der Mittelkonsole. Es gibt sieben Tasten und drei Drehregler, dazu auf Wunsch den Bildschirm des neuen Infotainment-Systems Intellilink. Das findet Smartphones ohne große Handbuch-Blätterei, hat eine eigene Navigations-App parat und wirft im Stau die Urlaubsfotos vom Telefon auf den Cockpit-Monitor.

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Fahren unterm Sternenhimmel: Das LED-Accessoire für den Adam kannte man bisher nur von Rolls-Royce.

Wirklich kompliziert am kleinen Opel ist nur seine Preisliste. Ganz am Anfang steht die Zahl 11.500. Der billigste Fiat 500 ist 100 Euro teurer, doch auch der Adam ist für dieses Geld ganz nackt, ohne Klima und Aluräder. Die Nettigkeit des Designermöbels beginnt beim Adam Jam (ab 13.400 Euro), der kühlt und hübsche 16-Zoll-Räder trägt, außerdem schon Lederlenkrad, CD-Radio und Tempomat dabeihat. Es braucht nicht viel mehr, aber das hören sie bei Opel nicht so gern. Die Preisliste enthält bunte Dekoleisten im Innenraum, Fußmatten im Klecks-Dekor, Außenspiegel im "Funky"- oder "Carbon"-Design, nebenbei die Wahl aus drei Benzinmotoren (70, 87 und 100 PS) – und vorerst keine Automatik. Dafür aber einen immerblauen Dachimmel mit Wölkchen und 63 LED-Sternen (380 Euro). Falls der Adam öfter im Regen steht.

Technische Daten Opel Adam 1.4 EcoFlex Vierzylinder, vorn quer• Hubraum 1398 cm³ • Leistung 74 kW (100 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment 130 Nm bei 4000/min • Vorderradantrieb • Fünfganggetriebe • L/B/H 3698/1720/1484 mm • Leergewicht 1135 kg • 0–100 km/h in 11,5 s • Spitze 185 km/h • Verbrauch EU-Mix 5,5 l S • CO2 119 g/km • Preis 15.195 Euro.
Christian Steiger

Christian Steiger

Fazit

Das Traditions-Kopfkino von Fiat 500 und Mini läuft im Adam nicht. Egal: Der kleine Glamour-Opel sieht auch ohne Retro eigenständig aus. Je nach Geschmack kann er schrill oder edel sein und wirkt auch beim zweiten Hinsehen nicht billig. Ein selbstbewusstes Auto – gut für die Krisenmarke Opel.



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