Gebrauchter Opel Agila im Test

Opel Agila Opel Agila Opel Agila

Opel Agila A: Gebrauchtwagen-Test

— 07.07.2014

Ein günstiger Einkaufswagen

Kürzer als ein Corsa, mehr Raum als im Astra: Beim Opel Agila zählen die inneren Werte. Ein Schnapper? Der Gebrauchtwagen-Test klärt's.

Seit mein Freund Christian mir stolz das Ultraschallbild seines 13-wöchigen Sohns gezeigt hat, sehe ich Vans mit anderen Augen. Und weil Kohle bei jungen Familien immer knapp ist, suchen wir für ihn nach einem günstigen Kinderwagen, der auch für den Möbelhaus-Einkauf taugen muss. Zum Beispiel einen Microvan wie den Opel Agila A. Eigentlich ist der ein Suzuki. Die baugleichen Brüder Agila und Wagon R+ rollen seit April 2000 im polnischen Gleiwitz vom Band. Die solide Technik kommt aus dem Rüsselsheimer Baukasten, stammt von Corsa und anderen Opel-Modellen ab. Drei Motoren gibt's: Zwei Benziner mit müden 58 oder munteren 75 PS, nur für Langstrecken-Pendler mit Sitzfleisch lohnt der kräftige und sparsame 70-PS-Diesel (stets ohne Partikelfilter).

Die Langzeitqualitäten des Agila können sich sehen lassen

Wir finden bei Heitmann Automobile in Hamburg ein metallicschwarzes Sondermodell "Njoy" von 2003. Von außen sieht der elfjährige Kantling noch recht gut aus. Dazu kommt: Der Erstbesitzer orderte das damals rund 1000 Euro teure elektrische Faltdach. Da kommt Cabrio-Feeling auf. Verkäuferin Susanne Linde erklärt uns: "Das sind richtig gute Gebrauchte, da gebe ich guten Gewissens Garantie drauf." Verständlich: Auch im AUTO BILD TÜV-Report fährt der Agila A (gebaut bis 2007) in seiner Klasse stets vorn mit. Das spricht für seine Langzeitqualitäten. Schauen wir mal. Einsteigen. Wow! Sitze und Gurte in psychedelischem Lachsorange. Die Designer hatten sicher keine Kinder. Denn Kids malen nur allzu gern mit Schokofingern auf hellen Polstern rum. Was für ein Spaß! Weniger witzig: Armaturenbrett und Mittelkonsole wirken billig, der Kunststoff zerkratzt leicht. Das Raumgefühl ist üppig, es reicht für vier – im Fond aber nur für kleine Passagiere.
Technische Daten: Opel Agila 1.2 16V Njoy
Motor Vierzylinder, vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2
Hubraum 1199 cm³
Leistung 55 kW (75 PS)/5600 U/min
Drehmoment 110 Nm bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 155 km/h
0–100 km/h 13,8 s
Getriebe/Antrieb Fünfgang/Vorderrad
Tank/Kraftstoff 41 l/Super
Länge/Breite/Höhe (mm) 3500/1620/1695
Kofferraumvolumen 248–1250 l
Leergewicht/Zuladung 1010/330 kg
Zeit für eine Probefahrt. Unser Testwagen hat den "großen" Benziner, also 1,2 Liter Hubraum, der 75 PS leistet. Geht da was? Absolut: Der Hochdach-Mini scharrt beim Sprint ganz aufgeregt mit den kleinen 14-Zoll-Vorderrädern. Typisch: Die Fünfgangschaltung gibt sich etwas störrisch. Auf der Autobahn ab Tempo 110 wird's dann laut, und der 16-Ventiler knurrt angestrengt. Doch Microvans wie der Agila gehören sowieso in die Stadt. Und dank hoher Sitzposition, guter Übersicht und nur 3,50 Meter Länge findet sich selbst in der kleinsten Lücke ein Parkplatz. Übrigens: Bereits seit 2008 gibt es den Agila B. Doch der Suzuki-Splash-Klon ist ein ganz gewöhnlicher Kleinwagen, der nicht mehr den praktischen Nutzcharme der ersten Generation bietet. Wir raten deshalb zum Original: Weil der Agila A so simpel wie anspruchslos ist. Und Platz für Kinder plus Buggys bleibt. Für den Fall, dass Christian mir bald auch noch ein Ultraschallbild von seiner Tochter zeigt.

Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim gebrauchten Opel Agila außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Gebrauchter Opel Agila im Test

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Ein günstiger Einkaufswagen

Der vollständige Artikel ist ab sofort in unserem Online-Heftarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.
Second-Hand - Alles über Gebrauchtwagen:
Opel Agila 1.2 16V Njoy

Veröffentlicht:

17.06.2014

Preis:

1,00 €

Opel Agila im autobild.de-Gebrauchtwagenmarkt


Autor:

Stefan Diehl

Fazit

Opels Microvan macht meist auch nur Mini-Probleme. Dazu kommt: Er ist innen größer als außen. Das macht ihn nicht nur für junge Familien so interessant, auch Heimwerker oder Hobbygärtner schätzen die Ladequalitäten des in Polen gefertigten Raumwunders. Dazu kommt: simple Technik, genügsame Motoren, preiswerter Einstiegskurs. Haken: das fehlende ESP.

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