Opel Ampera-e (2016): Mitfahrt

Opel Ampera-e (2016): Mitfahrt

Opel Ampera-e (2016): Mitfahrt

— 12.12.2016

So schnell ist der Elektro-Blitz

Opel kündigt den Ampera-e als Reichweiten-König mit sportlichen Allüren an. AUTO BILD ist im Elektroauto schon mitgefahren!

Im März 2017 kommt mit dem Ampera-e der erste vollelektrische Opel auf den Markt. Gebaut wird der Opel Ampera-e im GM-Werk Lake Orion zusammen mit seinem Zwillings-Bruder, dem Chevrolet Bolt. Mit 4,17 Metern Länge bleibt der Elektro-Blitz kompakt, bringt aber mit seinem Design im Stile eines Mini-Van ziemlich viel Platz mit. Das liegt neben dem 2,60 Meter langen Radstand auch am Bauraum, der durch den kleinen Elektromotor unter der Motorhaube frei wird.
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Die relativ großzügigen Platzverhältnisse sind dem Packaging zu verdanken. Die riesige 60-kWh-Batterie ist als tragendes Karosserieelement im Unterboden verstaut. Dort wirkt sie Verwindungen des Chassis entgegen. Zwischen den Achsen sind fünf zweigeteilte Module mit insgesamt 288 Zellen untergebracht – 435 kg wiegt das Paket. Ein ordentlicher Batzen bei einem Gesamtgewicht von 1616 Kilogramm ohne Fahrer. Opel wird acht Jahre Garantie auf das wichtigste Bauteil des Ampera-e geben, bis zu einer Laufleistung von 160.000 Kilometer.

Opel Ampera-e (2016): Sitzprobe

Schneller als der aktuelle Astra OPC

204 PS leisten die Elektromotoren, 360 Newtonmeter Drehmoment werden maximal auf die Vorderachse gestemmt. Das reicht laut Opel für den Titel als Ampelsprint-König. Der Durchzug kann mit 4,5 Sekunden von 80 auf 120 km/h auf dem Papier beeindrucken. "Das ist schneller als unser aktueller Astra OPC", sagt Ralf Hannappel, der europäische Projektleiter für den Ampera-e.

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Realistische Reichweiten von 380 Kilometern

AUTO BILD nahm auf dem Beifahrersitz des Ampera-e Platz. Selber fahren war noch nicht möglich.

Hannappel sitzt bei den ersten Probekilometern am Steuer. Der Ampera-e ist flott unterwegs: In 3,2 Sekunden geht es 0 auf 50 km/h. Die Lenkung wird für europäische Kunden direkter abgestimmt. Das Fahrwerk ist sportlich straff, scheint ebenfalls auf den europäischen Geschmack ausgerichtet zu sein. 500 Kilometer Reichweite soll der Ampera-e laut NEFZ-Fahrzyklus knacken. Damit wäre er in seiner Klasse der Reichweiten-König. Im Realbetrieb wird immer noch von Reichweiten um die 380 Kilometer gesprochen. Vier Rekuperations-Modi hat der Ampera-e an Bord: Im L-Modus soll das von Elektro-Fans so beliebte Ein-Pedal-Fahren möglich sein. Das Bremspedal bleibt bei vorausschauender Fahrweise unberührt, weil das Auto während der Energie-Rückgewinnung ausreichend abbremst.

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Fahren ohne Bremspedal

Das probieren wir direkt aus. Ralf Hannappel ist großer Fan des L-Modus. Über ein Paddel am Lenkrad lässt sich das System in zwei Stufen einstellen. Bei der stärksten Rekuperationsstufe bremst der Generator das Auto bis zum Stillstand ab. "Das haben wir absichtlich gemacht, um einen wirklichen Ein-Pedal-Fahrbetrieb zu ermöglichen", sagt er. Er sei schon Hunderte Kilometer ohne Bremspedal gefahren. Im zehn Zoll großen Display in der Mitte gibt es Informationen über den Fahrstil. Unsere Beschleunigungsversuche haben da natürlich Spuren hinterlassen. Macht einfach zu viel Spaß mit Ampera-e.

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Ab März 2017 steht der Ampera-e beim Händler

Der angedeutete Grill ist beim Opel glänzend schwarz. Beim Chevrolet Bolt befindet sich hier eine Gitter-Blende.

Fahren ist ja längst nicht mehr alles. Opel will zum Marktstart eine neue Version seiner App MyOpel für den Ampera-e bringen. Die wird um spezielle Funktionen für den Elektro-Blitz angereichert. So soll der Ampera-e über die App vorgeheizt oder gekühlt werden können. Außerdem wird das Navi lange Routen so planen, dass eine passende Ladesäule als Zwischenziel angesteuert wird. Per Schnellladung kann der Ampera-e mit bis zu 50 kW in 30 Minuten eine Reichweite von 150 Kilometern nachtanken. Am Haushaltsstrom (2,3 kW) gibt es in einer halben Stunde nur sechs Kilometer Reichweite, an der heimischen Wandladestation mit 4,6 kW werden es zwölf Kilometer in 30 Minuten, verrät uns Opel heute schon. Es wird wohl auch eine Opel-Wallbox zum Laden geben. Über den Preis schweigt sich Opel noch beharrlich aus, er wird vermutlich erst zum Marktstart im März 2017 verraten. Mit rund 33.000 Euro muss wohl gerechnet werden. Viel Geld für einen Kompakten, aber dafür gibt es dann ein alltagstaugliches Fahrzeug mit einer Reichweite, die bei den meisten Autofahrern fast eine Woche halten dürfte.

Opel Ampera-e (2016): Mitfahrt

Autor: Markus Mechnich

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