Opel Astra 1.8 16V von Jorge Ramos

Opel Astra 1.8 16V von Jorge Ramos Opel Astra 1.8 16V von Jorge Ramos

Opel Astra 1.8 16V von Jorge Ramos

— 10.08.2004

Airshow

Für Jorge Ramos ist ein Luftfahrwerk die Lösung schlechthin. Dass er seinen Opel Astra auch optisch in Topform brachte, hat natürlich einen tieferen Sinn.

Ein "Teufelchen" bringt den Sound auf Trab

Jorge ist Profi. Als Mitarbeiter des Schweizer Tuners JA Imports hat er tagtäglich mit der Veredelung aller möglichen Autos zu tun. Im Mittelpunkt stehen japanische Tuningcars wie Honda Civic und Toyota Celica, die mit Veilside- oder Tenzo-R-Teilen ausgerüstet werden. Jorge gab jedoch dem Astra den Vorzug, weil der kompakte Opel in der Schweiz Nachholbedarf in Sachen Tuning hat. Schon deshalb lag ihm am Herzen, dass sein Auto mit den furiosen Japanern mithalten kann.

Als Basis nahm er einen gebrauchten 2001er 1,8-Liter-16V, den er auf Grund einiger optischer Mängel günstig kaufen konnte. Zunächst stand eine Überarbeitung der Motorleistung auf dem Programm. Delta Motors powerte die auf dem Papier mit 125 PS angegebene Maschine mit Chiptuning auf 136 PS. Den etwas zu dezenten Sound der Serienanlage bringt ein "Teufelchen" auf Trab. Endschalldämpfer und Endrohr stammen von Devil.

Im Mittelpunkt der Umrüstung stand das Luftfahrwerk von German Airride System. Bei diesem System wird die Luftfeder-Dämpfer-Kombination über einen Kompressor und Druckspeicher mit Druckluft versorgt. Jorge verwendet zwei Kompressoren des Typs 450C und den großen Luftbehälter mit 15 Liter Inhalt. Der Vorteil einer Tieferlegung auf Knopfdruck lässt sich natürlich bei Firmenvorführungen und Treffen voll ausspielen, schließlich wird das System vom Schweizer Tuner JA Imports vertrieben.

Felgen in typisch amerikanischem Design

Zu einem Auto, das auf Ausstellungen Kunden anlocken soll, gehört natürlich mehr. Gut im Trend liegen die 8 x 17 Zoll großen Billet-SPL52-Räder in typisch amerikanischem Design. Die Räder mit einer Einpresstiefe von 36 Millimetern und schmalen 205/40er Reifen eignen sich bestens für die Verwendung eines Luftfahrwerks, da sie beim Absenken tief in die Radkästen eintauchen können. Natürlich wurden die Radkästen für den "Tauchgang" vorbereitet.

Jorge legte Wert auf eine aggressive Frontpartie, was die Bezeichnung "Agressor" der Frontschürze auch ausdrückt. Da ihm das Design nicht hundertprozentig gefiel, ließ er noch einige Detailarbeiten einfließen. Ansonsten wurde das Gesicht mit Elementen des Astra Coupés verfeinert, von dem auch die Scheinwerfer stammen. Vor allem die Anpassungsarbeit an der von einem Honda Civic stammenden Heckschürze kostete eine Menge Zeit. Alle Aufhängungspunkte mussten neu gebaut werden. Danach stand der seitliche Anschluss zu den Verbreiterungen auf dem Programm.

Einfacher dagegen war das Anbringen der Seitenschweller des Astra OPC Turbo. Einige weitere Detailarbeiten am Astra beweisen, dass zwischen der italienischen Szene und unserer in Deutschland kein allzu großer Unterschied auszumachen ist. Hier wie dort gilt Gläser-Tuning als schick. Das beweisen hier schwarze Heckleuchten und die Rückspiegel mit integriertem Blinker von FK.

Technische Daten und Tuning-Facts

Auch das Demontieren von Türgriffen, Logos und Wischern ist im Süden Europas angesagt, wie die glatten Flächen des dreitürigen Astras beweisen. Eine komplett silberne Lackierung hätte bei einem derartig umgebauten Auto wirklich zu langweilig gewirkt. Jorge Ramos entschied sich daher für Phantasiemotive aus dem Film "Herr der Ringe", die dem Astra eine unverwechselbare Note verleihen. Dabei ist anzumerken, dass der Opel rundum mit Motiven aus dem Film besprüht wurde. Diese "Gemälde" sichern Jorge bei den Schweizer Events regelmäßig den Pokal für die beste Show.

Öffnet man die Türen, dann wird sofort klar, dass dieses Auto auch locker bei HiFi-Wettbewerben teilnehmen könnte. Der Clou dabei ist das je nach Bedarf ausfahrbare Woofergehäuse im Kofferraum. Man fühlt sich fast wie im Märchen, denn nach dem Spruch "Sesam, öffne dich” fährt wie von Geisterhand geführt die selbst konstruierte und in Wagenfarbe lackierte Woofer-Box nach oben. Ansonsten wurde bei der Auswahl der überwiegend von Rockford stammenden Komponenten auf höchste Qualität geachtet.

Als nächste "kleine Baustelle" ist der Innenraum an der Reihe, in dem die ersten veredelten Zubehörteile Einzug gehalten haben. Chromringe um den Tachometer, Alu-Pedale und weitere Kleinigkeiten markieren den Anfang. Weitere "Herr der Ringe"-Motive sollen einige Flächen des Interieurs zieren. Inzwischen lenkt Jorge mit einem Billet-Lenkrad, und die Airshow soll so schnell kein Ende nehmen.

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