Erste Fahrt im Astra Sports Tourer

Opel Astra Sports Tourer im Test: Fahrbericht

— 20.12.2015

Der Opel-Chef spielt Weihnachtsmann

Testfahrten mit dem neuen Astra Sports Tourer gibt es erst im Frühjahr. Für AUTO BILD macht Opel-Chef Karl-Thomas Neumann eine Ausnahme.

Wie bringst du die Presseabteilung eines Autoherstellers an den Rand eines Nervenzusammenbruchs? Ganz einfach: Du wünschst dir zu Weihnachten 2015 eine Testfahrt mit einem Auto, das erst im März 2016 auf den Markt kommt – und du willst, dass der Chef dabei ist, um über die Zukunft der Marke zu reden. Ging dann aber eigentlich ganz einfach. Opel-Boss Karl-Thomas Neumann hatte Lust auf die Tour, und ein paar Stunden vor unserem Termin hatten die Rüsselsheimer sogar einen Astra Sports Tourer aus der Vorserie aufgetrieben.

Die konsequente Diät tut dem Sports Tourer richtig gut

Video: Opel Astra Sports Tourer (2016)

Opel-Chef auf Weihnachtstour

Und weil ja gerade Weihnachten ist, wollten wir nicht einfach nur fahren, sondern das Ganze mit einem guten Zweck verbinden und auf unserer Tour Geschenke einsammeln, die der Aktion "Ein Herz für Kinder" zugute kommen sollen. Viele Geschenke. Schließlich sollen bis zu 1630 Liter Gepäck in den Kombi passen – im Vorgänger waren es noch 1550 Liter. Unsere Testfahrt mit dem neuen Astra beginnt in Kronberg. Dort ist nicht nur der Opel-Zoo beheimatet, auch Neumann wohnt in dieser Gegend im Taunus. Nachdem wir zehn Eintrittskarten und einen Korb mit Stofftieren eingesammelt haben, brechen wir auf. Schon beim Start fällt auf, wie leise der Motor arbeitet. In unserem Testwagen ist ein 125 PS starker Turbo-Benziner verbaut, der den Kombi kräftig beschleunigt. "Wir haben rund 200 Kilogramm Gewicht gegenüber dem Vorgänger eingespart", sagt Neumann. Selbst vom Beifahrersitz aus ist das spürbar, der Kombi zieht trotz niedriger Drehzahlen sauber durch.
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Der Nutzwert für den Kunden hat bei Opel höchste Priorität

Neuer Look: In das Design hat Opel viel Arbeit investiert – die Rückleuchten erinnern an Audi.

Vor uns fährt ein Begleitfahrzeug, ebenfalls so ein neuer Astra Sports Tourer. Neumann zeigt auf die zweigeteilten LED-Rückleuchten, deren Konturen fast an Audi erinnern. "Tatsächlich haben wir hier viel Arbeit investiert. Das Design soll präziser wirken. Das ist Qualität, die der Kunde sofort bemerkt." Trotzdem wenden wir ein: In vielen Punkten ist der Astra ein Gegenentwurf zu einem VW Golf – geht aber technisch nicht so weit. Neumann schmunzelt – und bestätigt das. "Wir mussten mit dem Entwicklungsbudget besser haushalten als die Kollegen", sagt der Opel-Chef. So sind ein adaptives Fahrwerk oder ein Doppelkupplungsgetriebe nicht erhältlich. Für Neumann kein Problem. "Wir wollten keine Technik um ihrer selbst willen anbieten, sondern haben uns auf Dinge konzentriert, die der Kunde auch braucht." Als Beispiel führt er die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer an, die kein anderer Konkurrent in dieser Klasse bietet.

Für die vielen Geschenke ist der gewachsene Kofferraum zu klein

Auch mit 1630 Litern Fassungsvermögen kommt des Astra bei dieser großzügigen Spende an seine Grenzen.

Nächster Halt unserer Testfahrt ist ein Ikea-Möbelhaus. Gleich die erste Bewährungsprobe für den Astra – die Schweden haben Regale spendiert. Die Rücksitzbank fällt mit einem kurzen Zug an einem Hebel im Kofferraum um, es entsteht eine ebene Ladefläche. "Der Astra Sports Tourer steht mit seinen Werten für die Zukunft der Marke. Wir wollen wieder mehr Nutzwert bieten – ohne Design zu vernachlässigen", so Neumann. Wir stoppen beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Dessen Präsident Harald Strutz spendiert zehn Eintrittskarten für ein Ligaspiel. Als wir beim Adam Opel Haus in Rüsselsheim ankommen, erwartet uns die größte Überraschung der Tour. Die Opel-Mitarbeiter haben von unserer Aktion erfahren und im Foyer eine große Pyramide an Geschenken aufgebaut. Doch dann ist selbst der gewachsene Kofferraum des Astra zu klein, ein Transporter muss her, um die Geschenke auszuliefern.

Vielleicht hätte alles in den nächsten Insignia gepasst, der Ende 2016 vorgestellt wird und viel mehr Platz bieten soll als bisher. Apropos, liebe Opel-Presseabteilung, eine erste Testfahrt wär doch etwas für die nächste Weihnachtsausgabe ...

Autor: Stefan Voswinkel

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