Opel-Werk in Rüsselssheim

Opel-Bilanz 2. Quartal 2013

— 26.07.2013

Minus eingedämmt

Opel hat die Verluste im 2. Quartal 2013 deutlich eingedämmt. Schwarze Zahlen schreibt die deutsche GM-Tochter aber immer noch nicht.

(dpa) Opel geht es wieder besser. Die Rüsselsheimer konnten in einem weiterhin schwachen europäischen Automarkt vor allem durch Einsparungen ihre Verluste deutlich eindämmen. "Wir haben weitere Fortschritte in unserem europäischen Geschäft gemacht", erklärte Dan Akerson, Chef des US-Mutterkonzerns General Motors, am 25. Juli 2013 in Detroit. Im zweiten Quartal schrieb General Motors in Europa noch ein operatives Minus von 110 Millionen Dollar (84 Millionen Euro), nachdem im Vorjahreszeitraum ein fast viermal so hoher Verlust von 394 Millionen Dollar angefallen war. Damit kommen Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ihrem Ziel näher, zur Mitte des Jahrzehnts wieder Geld zu verdienen.

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Opel und Vauxhall haben es allerdings angesichts der schwierigen Marktlage noch nicht geschafft, den Schwund bei den Verkäufen zu stoppen. Diese fielen in Europa weiter von 299.000 im Vorjahresquartal auf nun 284.000 Fahrzeuge. In der Folge reduzierte der Hersteller seine Belegschaft auf dem Kontinent binnen eines Jahres von rund 38.000 auf etwa 35.000. "Das wirtschaftliche Umfeld in Europa bleibt sehr herausfordernd", räumte Finanzchef Dan Ammann unumwunden in dem US-Wirtschaftssender Bloomberg TV ein. General Motors stemme sich aber erfolgreich dagegen mit der Senkung der Kosten und neuen Modellen. Er nannte vor allem den kleinen Geländewagen Mokka. Der Wagen, der bislang in Südkorea gebaut wird, soll ab dem zweiten Halbjahr 2014 im Opel-Werk im spanischen Saragossa montiert werden. Durch derlei Umschichtungen versucht der Autobauer, seine Kapazitäten besser auszulasten. Das Werk Bochum mit mehr als 3000 Mitarbeitern wird allerdings Ende 2014 geschlossen.

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Zugleich verzichten Beschäftigte an anderen Standorten auf Geld. Opel will überdies durch eine Allianz mit dem französischen Autobauer PSA Peugeot-Citroën Geld sparen. Im vergangenen Jahr hatten sich bei GM in Europa operative Verluste von 1,8 Milliarden Dollar aufgetürmt. Schon im ersten Quartal war es dem Konzern aber gelungen, die Verluste merklich einzudämmen. Zur Jahresmitte steht nun noch ein Minus von 285 Millionen Dollar. Damit hellt sich das Klima branchenweit etwas auf. Konzernweit stieg der Umsatz von General Motors um vier Prozent auf 39,1 Milliarden Dollar. "Wir schlagen uns weiterhin gut in den zwei wichtigsten Märkten USA und China", sagte Firmenchef Akerson. Dass der Gewinn um 19 Prozent auf unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar fiel, lag unter anderem an einer höheren Steuerlast. GM schnitt damit besser ab als erwartet: Der Kurs stieg vorbörslich um zwei Prozent.

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