Opel-Chef "verdonnert" Fiat zur Selbsthilfe

Opel-Chef "verdonnert" Fiat zur Selbsthilfe

— 02.12.2002

Fusion, nein danke!

Der Opel-Vorstandsvorsitzende Carl-Peter Forster lehnt eine Fusion seines Unternehmens mit Fiat ab.

Opel-Chef Carl-Peter Forster erscheint eine Fusion mit Fiat als wenig sinnvoll. "Jedes Unternehmen sollte sich zunächst mal selbst sanieren", forderte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Opel mache das gerade mit dem Programm "Olympia", mit dem vorhandene Überkapazitäten und 2500 Stellen sozialverträglich abgebaut worden seien. Fiat müsse erst seine Hausaufgaben erledigen. "Man kann ein Unternehmen nicht dadurch sanieren, dass man es mit einem anderen fusioniert."

Die Opel-Mutter General Motors (GM) hält 20 Prozent der Anteile an Fiat. Die Italiener können Fiat im Jahr 2004 komplett an General Motors verkaufen. Dann wäre es sehr viel wahrscheinlicher, dass Fiat eine Marke im Konzern würde, "wie es schon Opel, die Schwestermarke Vauxhall in England, Saab in Schweden und Daewoo in Südkorea sind", sagte Forster.

Die GM-Gruppe (Opel und Saab) sowie Fiat mussten in Europa bei den Neuzulassungen in diesem Jahr bis Oktober deutliche Verluste hinnehmen: Der Herstellerverband ACEA in Brüssel hatte kürzlich von einem Minus von 12,3 Prozent für Opel und Saab sowie von einem Minus von 18,1 Prozent für Fiat berichtet. Der Turiner Fiat-Konzern will angesichts des Milliarden-Schuldenberges die Autoproduktion drastisch drosseln und in ganz Italien 8100 Arbeitsplätze abbauen. Am 5. Dezember 2002 sollen neue Verhandlungen in Rom stattfinden.

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