Opel Trixx

Opel-Chef Reilly skizziert Strategie

— 07.12.2009

"Opel braucht Kleinstwagen"

Opel benötigt dringend einen Kleinstwagen. Opel-Chef Nick Reilly räumt dieser Lücke in der Produkt-Palette "höchste Priorität" ein. Unterdessen bastelt er an der neuen Opel-Führung.

(dpa/sb) Der neue Opel-Chef Nick Reilly sieht Lücken in der Produktpalette des angeschlagenen Autobauers. Opel brauche einen Kleinstwagen, "das wird die höchste Priorität haben". Größte Chancen sieht Reilly dabei auch in der Entwicklung von Hybrid- und Gas-Fahrzeugen. Auf welcher Basis der neue Stadtflitzer stehen könnte, ließ Reilly offen. Ex-GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster hatte im Juli 2009 eine Wiederbelebung der Marke Wartburg ins Gespräch gebracht. Die technische Basis sollte der in Brasilien bereits verkaufte Chevrolet Corsa einbringen. Bereits 2004 hatte Opel mit dem Trixx eine Kleinstwagen-Studie vorgestellt, in Serie ging der Dreimeter-Knirps aber nie. Probleme in der Positionierung der Marke sieht Reilly hingegen keine. Opel stehe für gute Qualität und ein aufregendes Design.

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Zugleich kündigte Reilly an, bald sein neues Management-Team vorzustellen. Ob der bisherige Geschäftsführer der Adam Opel GmbH, Hans Demant, dazugehört, ließ er offen. Er wolle keine Kommentare zu einzelnen Personen abgeben, sagte Reilly. Die Pläne zur Umstrukturierung in Europa seien zu "90 oder 95 Prozent" fertig. "An der einen oder anderen Ecke kann es noch kleinere Veränderungen gebe." Die Pläne sollen aber bis Ende 2009 oder Anfang 2010 vorliegen. Dafür seien noch zwei bis drei Arbeitswochen nötig, dazwischen liege Weihnachten, so der neue starke Mann von GM in Europa.

Reilly achtet vor allem auf Profit

Der Sanierungsplan sei unabhängig von staatlichen Hilfen der Länder mit Opel-Standorten. "Es macht keinen Unterschied für unseren Umstrukturierungsplan, wie die Unterstützungen der Regierungen ausfallen", sagte Reilly. Von verschiedenen Ländern habe es aber bereits positive Signale gegeben. Zahlen wollte er aber weiterhin nicht nennen, "um nicht ein Land gegen das andere auszuspielen". Reilly räumte aber ein: "Wir wären natürlich enttäuscht, sollte Deutschland das einzige Land sein, das jegliche Hilfe verweigert." Bei den neuen Freiheiten für Opel – der Autobauer darf seine Fahrzeuge künftig weltweit vertreiben – will Reilly aber auf den Profit achten. "Wir machen das nicht, um mehr Autos zu produzieren – es muss Geld bringen."

Ingenieursstellen bleiben

Als warnende Beispiele aus der Vergangenheit nannte Reilly die Versuche von Opel, in Indien oder Japan Fuß zu fassen. Aus diesen Märkten habe sich Opel mangels Konkurrenzfähigkeit wieder zurückgezogen. Reilly bekräftigte noch einmal die Pläne, doch keine Ingenieursstellen am Rüsselsheimer Entwicklungszentrum von Opel zu streichen. Ein früheres GM-Sanierungskonzept hatte vorgesehen, 8313 der 48.000 Stellen bei Opel und Vauxhall abzubauen, darunter auch rund 550 Ingenieursstellen des Entwicklungszentrums. Dieser Plan sei aber inzwischen endgültig vom Tisch. Die Zahl stamme noch von Anfang 2009 und sei nur Teil eines Rechenbeispiels gewesen.

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