Opel Frontera 2.2 DTI Avenue

Opel Frontera 2.2 DTI Avenue Opel Frontera 2.2 DTI Avenue

Opel Frontera 2.2 DTI Avenue

— 14.03.2003

Wer zu spät kommt ...

Frontera? Richtig, den gibt es noch. Ein überarbeiteter Turbodiesel mit 120 statt 115 PS soll verlorene Käufer zurücklocken. Ob das reicht?

Motor und Karosserie

Traurige Zeiten für den Frontera: In seinem besten Verkaufsjahr, 1993, glänzte der jahrelange deutsche Marktführer im Geländewagen-Segment mit 15.728 verkauften Exemplaren. Vergangenes Jahr konnten sich gerade mal 2609 Kunden für den Frontera erwärmen. Schuld daran ist auch mangelnde Modellpflege, denn seit der Einführung des Frontera B im Jahr 1998 hat sich kaum etwas getan. Im nun fünften Modelljahr legt Opel zumindest beim DTI-Motor nach.

Karosserie und Qualität Neu und praktisch beim Einparken ist die Version Avenue, die ohne Ersatzrad am Heck kommt. Das spart 19 Zentimeter Länge. Stattdessen befinden sich Dichtmittel und ein elektrischer Kompressor an Bord. Der viertürige Frontera erweist sich ansonsten als taugliches Reise- und Familienauto mit ordentlich Platz und 96/174 cm langem Laderaum.

Fahrfreude und Antrieb Eine dramatische Anfahrschwäche mindert das Fahrvergnügen mit dem Turbodiesel. Ab 1500 Touren zieht er dafür umso kräftiger. Ein Automatikgetriebe, das das Turboloch gnädig überspielen würde, gibt es nun nicht mehr. Ein simpler starrer Zuschaltallrad muss dem Frontera genügen. Ab 50 km/h sollte man ihn nicht benutzen.

Fahrwerk und Komfort

Fahrleistungen 120 statt 115 PS und 280 statt 260 Nm Drehmoment merkt man sofort, wenn erst der Ladedruck da ist. Für die Höchstgeschwindigkeit muss der arme Diesel gnadenlos drehen.

Fahrwerk und Sicherheit Zwei Airbags und gute ABS-Bremsen, mehr gönnt Opel dem Frontera nicht.

Geländetauglichkeit Ein stabiles Fahrwerk, ordentlich Bodenfreiheit und eine für Gelände und Anhänger wichtige Untersetzung machen den Opel tauglich fürs Grobe. Schlecht: Der Tank setzt auf Gelände-Kuppen häufig auf.

Komfort Ganz ordentliche Federung, aber der Direkteinspritzer-Diesel lärmt beim Kaltstart enorm.

Preise und Kosten Im Preis ist die Klimaanlage enthalten. Einfach Spitze: 9,7 Liter Testverbrauch, noch weniger als im Vorgänger-DTI.

Fazit und Technische Daten

Fazit Zwei Jahre muss der Frontera durchhalten, bis ein Nachfolger kommt. Ob da ein bisschen Dieseltuning dem schleppenden Verkauf auf die Sprünge hilft? Aber der betont schlicht konstruierte Opel hat auch Vorzüge: geringer Verbrauch, günstiger Preis, stabiles Geländefahrwerk. Für ein Comeback wird’s wohl dennoch nicht reichen.

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