Opel Fuel-Cell-Marathon (11)

Opel Fuel-Cell-Marathon, 11. Etappe Opel Fuel-Cell-Marathon, 11. Etappe

Opel Fuel-Cell-Marathon, 11. Etappe

— 28.05.2004

Von Zürich nach Salzburg

Quer durch Europa. Mit dem Antrieb der Zukunft. Am Steuer des HydroGen3: Reporter von AUTO BILD. Hier das Tagebuch.

Etappe 11, von Zürich (CH) ...

Von Stefan Donat Volltreffer in Zürich vor dem Start zur Etappe nach Salzburg. Maschinenmechaniker Markus Neff, regelmäßiger Leser der AUTO BILD, hatte eine Schnupperfahrt mit dem Zafira HydroGen3 gewonnen und entpuppte sich als totaler Fan der Marke mit dem Blitz: "Irgendwann habe ich mir gesagt, Volkswagen kann ja wohl nicht alles sein und habe mir meinen ersten Astra gekauft. Und wenn ich sehe, wie die die Technik der Zukunft im Griff haben, bin ich richtig stolz, irgendwie dazu zu gehören. Mich stört nur, dass der HydroGen3 im oberen Drehzahlbereich nicht so richtig in Schwung kommt. Aber das lässt sich sicher noch verbessern. Wenn der Preis stimmt, würde ich mir einen Zafira mit diesem Antrieb zulegen."

Zu diesem Ergebnis kam auch die diplomierte Bergführerin und Hubschrauberpilotin Evelyne Binsack, die als Opel-Ambassadorin die Testfahrten begleitete: "Nicht nur weil ich für diese Firma unterwegs bin, überzeugt mich das Konzept. Wer die Natur erhalten will, muss weiterdenken. Und der HydroGen3 ist ein erster wichtiger Schritt." Zwei Meinungen, die in einem Land wie der Schweiz, wo der Hybrid Toyota Prius ausverkauft ist, wo für Autos mit Erdgasantrieb satte Zuschüsse vom Staat und den örtlichen Versorgern gerechnet werden kann, keine Offenbarung sind. So ist es eben, sie tun was, die Schweizer, auch wenn es dem restlichen Europa manchmal nicht passt.

Dann geht unsere Reise über einen Schleichweg an der Grenze nach Österreich durch Süddeutschland via München weiter nach Salzburg. Wir haben uns einen Freitagnachmittag ausgesucht und da stehen sich in der Regel tausende von Autos die Reifen platt. Und wir mittendrin. Der Fahrer eines Mercedes-Benz G-Modells zeigt uns lächelnd seinen hoch gestreckten Daumen. Hat er begriffen, dass das Komma hinter den ersten zwei Stellen in unserer Kilometerangabe auf der Heckklappe nichts daran ändert, dass wir 10.000 und nicht 10 Kilometer unterwegs sein wollen?

Stage 11, from Zurich (CH) ...

By Stefan Donat Bulls-eye in Zurich before the start of the leg to Salzburg. Markus Neff, a mechanic and regular reader of AUTO BILD, has won a trial trip with the HydroGen3. He turned out to be a dedicated fan of the brand with the flash. "At some stage, I just said to myself that VW cannot be the bee’s knees and bought my first Opel Astra. Seeing now that they are really on top of tomorrow’s technology, I’m pretty proud of somehow being a part of it. I only find it annoying that the Zafira HydroGen3 doesn’t really accelerate very well at high revs. I’m sure, though, that this problem will be sorted out. If the price was right, I would definitely get a Zafira with a fuel cell".

The alpine guide and helicopter pilot Evelyne Binsack shares his view. She accompanied the trial trips in her capacity as Opel ambassador. "I’m convinced of the concept. Not only because I represent this company. People who want to preserve nature have to think ahead. HydroGen 3 is a first step in the right direction". Two opinions that are hardly surprising for a country such as Switzerland where the Hybrid Toyota Prius is sold out and where cars running on natural gas are heavily subsidized by the state and local utilities. There you are, the Swiss take the initiative, even if – sometimes – the rest of Europe is disgruntled about it.

Our journey continues on a hidden path along the border to Austria through southern Germany via Munich to Salzburg. We have chosen a Friday afternoon when there are usually thousands of cars stuck in a traffic jam. And we are right in the middle. The driver of a Mercedes-Benz G model smiles and gives us his thumbs up.

Etappe 11, ... nach Salzburg (A)

Erster Stopp in Waltershofen. Unser Tanker steht an einer Scheune. Daneben Jan Hofer. Ein aufgeweckter 9-Jähriger im Easyrider-Outfit. Bernd Zerbe, Technischer Leiter des Marathons, fragt ihn, ob er sich mal ins Autos setzen möchte. Klar, Jan will. Erster Blick zwischen die Sitze: "Der hat ja keinen Schaltknüppel. Dann bedeutet die Taste mit dem Dreieck mit der Spitze nach oben vorwärts und das andere rückwärts. P heißt Parken und bei N geht gar nichts." Frage: "Weißt Du, was Brennstoffzellen sind?" "Hab schon mal davon gehört, ich weiß aber nicht genau Bescheid. Gibt das viele Abgase?" "Nein, gar keine." Jans Urteil steht fest: "Klasse Auto".

Wir rechnen hoch: Wenn 2012 die Serie mit Brennstoffzellenautos anläuft, könnte er ein paar Jahre später einer der ersten Käufer sein. Wenn der Preis stimmt. So sieht es auch Dieter Czasny, Kraftfahrzeugsachverständiger aus Nörtlingen, den wir beim nächsten Halt nach dem zweiten Tankstopp in München nach seiner Meinung fragen: "Ich verfolge die Entwicklung dieser Technik seit Jahren. Dass ich jetzt so ein Auto vor mir habe, ist toll. Wie sieht der eigentlich von unten aus?"

Kurze Inspektionspause. Das Resultat: "Wie jeder andere Zafira auch. Innen hat es genug Platz für Passagiere und Gepäck. Perfekt. Und der Preis?" Darauf haben Bernd Zerbe und sein Team noch keine Antwort. Noch nicht. Was das alles kostet, wollen dann auch Monika Pongratz und Monika Roith aus München wissen, die mit ihren Familien in den Urlaub nach Kroatien unterwegs sind: "Wenn alles stimmt, was Sie uns hier erzählen, dann hat der Wagen eine Chance. Aber er darf nicht teurer sein als ein Benziner oder Diesel."

Apropos Kraftstoff: Die Dame, die bei einem kurzen Ampelstopp an die Scheibe klopfte und uns auf das aus unserem Auspuff auslaufende Benzin aufmerksam machte, können wir beruhigen: Das war reines Wasser und nichts als Wasser.

Stage 11, ... to Salzburg (A)

First stop is at Waltershofen. Our mobile filling station is waiting next to a barn and Jan Hofer – a bright nine year old in an Easy Rider outfit. Bernd Zerbe, who is the engineer in charge of this marathon, asks him whether he would like to sit in the van. Sure thing! Jan’s first glance goes between the seats. "There is no gear lever. That means the button with the triangle pointing up means forward and the other one reverse. P means parking and in the "N” position nothing goes". Question: "Do you know what a fuel cell is?" "I’ve heard the name, but I don’t really know what it is. Are there many exhaust fumes?" "No, none whatsoever". Jan is thrilled, "Brilliant car!"

We do a quick projection – provided the series production of fuel cell cars starts in 2012, Jan could be one of the first buyers two years later. If the price is right. Dieter Czasny, a vehicle expert from Nörtlingen, whom we ask for his opinion at our second refuelling stop in Munich, agrees. "I have been following the development of this technology for years. It’s great that I’m now standing next to such a vehicle. Incidentally, what does it look like underneath?"

Brief pause for an inspection. The result: "It looks just like any other Zafira. There is enough room for passengers and luggage inside. Perfect. And what about the price?" Bernd Zerbe and his team do not have an answer. Not yet, anyway. What does it all cost? A question also asked by Monika Pongratz and Monika Roith from Munich who are travelling with their families to Croatia for a holiday. "If what you’re telling us is all true, then the van has a real chance, provided it is not more expensive than a car running on petrol or diesel fuel".

Talking of fuel – the lady who knocked on our window at a brief stop at the traffic light to alert us of petrol leaking from our exhaust can relax. It was just water, nothing but pure water.

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