Opel Fuel-Cell-Marathon (12)

Opel Fuel-Cell-Marathon, 12. Etappe Opel Fuel-Cell-Marathon, 12. Etappe

Opel Fuel-Cell-Marathon, 12. Etappe

— 02.06.2004

Von Salzburg nach Turin

Quer durch Europa. Mit dem Antrieb der Zukunft. Am Steuer des HydroGen3: Reporter von AUTO BILD. Hier das Tagebuch.

Etappe 12, Tag eins (1)

Von Alexander Seger Der Brennstoffzellen-Zafira gastiert in der schönen Stadt an der Salzach, die sich von ihrer typischen Wetterseite zeigt: der Schnürlregen hat bereits am Vorabend eingesetzt und kennt keine Gnade für die angereisten Festgäste, Promis, Politiker, Journalisten, Fotografen, Kamerateams – und GM-Techniker.

Thomas Dehne rangiert den momentan wohl teuersten Zafira Mitteleuropas (einer von rund 20 Prototypen – aber der einzige, der als Marathonauto eingesetzt wird) auf der Riffelblech-Plattform unter dem blauen Baldachin – und schon geschieht das Unsagbare. Der Reifen rutscht über die Kante, und mit einem hässlichen Geräusch verabschiedet sich die Frontschürze. Erst mal gibt es lange Gesichter, aber schon ein paar Kabelbinder später schaut der Wagen aus wie neu.

Lars Peter Thiesen von GM Fuel Cell Activities reicht mir den Autoschlüssel, Norbert Sattler von Opel Austria schwingt die Fahne. Ein lautloser Dreh am Schlüssel, grüne Pixel stemmen sich wild am Display tanzend in die Höhe, ergeben eine Linie. Der Kompressor beginnt zu summen, und auf geht es Richtung Italien. Vor uns die nasse, kalte Luft Salzburgs, hinter uns die feuchte, warme Luft aus dem Auspuff.

"O-o." Dieses Geräusch kommt vom Beifahrersitz: Gerade auf der Autobahn, und mir ist der Motor abgestorben – ein Vorgang, der natürlich wie das ganze Fahren (von Reifen- und Windgeräuschen abgesehen) mucksmäuschenstill vor sich geht. Ausnahmsweise gilt die erste Grundregel ("Der Fahrer ist schuld") nicht. Mit einem so genannten Quick Stop hat sich der Zafira sicherheitshalber selbst abgedreht. Zwei Mal erst ist das seit Hammerfest passiert, daher denke ich an die Bürgschaft ("Ich sei, gewähret mir die Bitte …"), starte neu, und weiter geht es. Kurz zumindest, weil mit dem nächsten Quick Stop noch vor der deutschen Grenze bin ich Rekordhalter, zwei bei einem Fahrer, das gab es beim mustergültig zuverlässigen Wasserstoffauto noch nie.

Thomas blättert sich durch die Menüs am Display. Meine Versuche, der Nachwelt Details bildlich berichten zu können, werden von Rücksitzbewohner und Dauertelefonierer Christof Birringer aus der Presseabteilung höflich unterbunden ("Beim Display gilt: schauen ja, fotografieren nein. Wir würden diese Daten nicht gerne im Internet wieder finden.").

Ein Sensor meldet den Wert 0 als Durchflussmenge des Kühlmittels, damit stellt sich die Pumpe ab, und somit ist der E-Motor blitzartig aus. Kann eigentlich nicht sein. "Eigentlich", dieses böse Wort, das den Ingenieur neben mir reizt. Liegt es am Sensor, an der Pumpe, am Kühlmittelstand? Wenige Kilometer weiter, an der Shell-Tankstelle. Wir kaufen destilliertes Wasser für den Kühlkreislauf. "Kommt Benzin auch dazu?", fragt die Dame an der Kassa. Wir beginnen zu erklären ...

Stage 12, day one (1)

By Alexander Seger The fuel cell Zafira makes a guest appearance in the picturesque town on the river Salzach where we are welcomed by the typical weather scenario. The Salzburg drizzle had set in the night before not showing any pity for invited guests, VIPs, politicians, journalists, photographers, camera teams or GM engineers.

Thomas Dehne manoeuvres probably Central Europe’s currently most expensive Zafira (one of around 20 prototypes, but the only one used as a marathon van) onto the corrugated metal platform under the blue canopy – and the unthinkable happens. One tyre slips off the edge and the front apron says cheerio with an ugly crunch. Long faces all round, but with a few cable ties the damage is repaired in no time at all and the van looks brand-new. Lars Peter Thiesen of GM Fuel Cell Activities hands me the car key, Norbert Sattler of Opel Austria waves the flag. A soundless turn of the key, green pixels appear on the display performing a wild dance and eventually forming a straight line. The compressor starts humming and off we go towards Italy. Ahead of us the wet, cold air of Salzburg and behind us the humid, warm air from the exhaust.

"Uh-oh", comes the comment from the passenger seat. We have just joined the motorway and the engine cuts out on me – a process that happens as soundlessly as the entire driving (with the exception of tyre and air stream noise). Just this once the basic rule ("The driver is always to blame") does not apply. For safety reasons, the Zafira has switched itself off with a so-called quick stop. This has only happened twice since Hammerfest. So I think of Schiller’s Pledge (… I would, if allowed my intention, be the third in your union.), restart the engine and off we go again. At least for a short while. The next quick stop hits me before we even reach the German border. This makes me the new record holder – two quick stops with one driver – that never happened before to this model of a reliable hydrogen car.

Thomas flicks through the menus on the display. My attempts to take pictures of the display for posterity are foiled by the backseat driver and member of the press department Christof Birringer, who is on the phone non-stop. Politely he points out, "You can look at the display, but not take photographs. We would hate to find the data on the internet". A sensor reports the value 0 as flow-rate of the coolant, as a consequence the pump switches itself off and thus the engine cuts off immediately. Actually, that is not supposed to happen. "Actually" – this wicked word annoys the engineer sitting next to me. Is the sensor the problem, or the pump or the coolant level? A few kilometres further we stop at a Shell filling station and buy distilled water for the coolant circulation. "Will you also fill up with petrol?" asks the lady at the cash point. We start explaining …

Etappe 12, Tag eins (2)

Pill bei Schwaz. Hinter dem Tiroler Schnapsmuseum ist die Tankstelle aufgebaut. Drei Generationen Schnapsbrennkunst bestaunen (so wie ich) den Vorgang, bei dem drei Kilo Wasserstoff mit einer Temperatur von schlanken 253 Grad Minus in "meinen" Opel gepumpt werden. Der anhaltende Regen treibt uns in die warme Stube, wo ein alkoholfreies Mahl wartet. An Innsbruck vorbei geht es Richtung Süden. Der Regen lässt nach. Unter den mächtigen Pfeilern der Europabrücke schlängeln wir uns empor, der Sonne entgegen. Jedes Mal, wenn die Wolken aufreißen, drängt uns Profo-Lichtbildner Axel Wierdemann zum Fotostop. Radfahrer keuchen mit vor Anstrengung verzerrten Gesichtern an uns vorbei, wir überholen sie wenige Minuten später. Die emittieren sicher mehr CO2 als wir!

Derweil auf der Autobahn: In Italien ist Feiertag, Lkw-Fahrverbot inbegriffen. Die Gendarmerie hält unsere Treibstoffversorger auf und bittet die Jungs, sich in die (am Morgen des 3. Juni laut Verkehrsfunk 60 km lange) Lkw-Kolonne einzureihen. Nach kurzer Diskussion fährt der Linde-Truck weiter, verlässt bei der Ausfahrt Brennersee die A13 und nähert sich der Staatsgrenze. Ob es unsere Tankstelle schafft, nach Südtirol vorzudringen? Wir wissen es nicht, aber wir werden es noch rechtzeitig erfahren. Ohne Fuel Stop schaffen wir unser Tagesziel Brescia keinesfalls. Mit einem dritten Quick Stop gehe ich bei der Störungsliste wohl uneinholbar in Führung.

Es ist ein total gutes Gefühl, mit drei Begleitautos unterwegs zu sein. Fotograf, Kamerateam, hilfreiche Geister der Organisation – und ein Abschleppwagen. Falls der Tank leer ist, sonst kann ja nix sein. Sterzing, Brixen, Franzensfeste. Wir verbrauchen ganz genau 1 kg Wasserstoff pro 100 km Fahrt, nutzen bergab den Schwung (Motorbremse gibt es in diesem Auto keine).

Thomas Dehnes Handy läutet – aber es ist nicht der erlösende Anruf von unserem mobilen Tankwart Alfons Deser. "Wie? Kaputt? Was heißt … mein Auto?" Petra, Thomas´Freundin, beichtet eine Delle in der Türe. Und sie kann ja eigentlich nichts dafür. Da ist es wieder, dieses Wort: Eigentlich. Macht ja nix, das kann man reparieren. Bis 11. Juni ist Thomas ohnehin noch unterwegs – und sicher wird sich Petra freuen, hiermit die Sache mit der Frontschürze zu erfahren …

Der Anruf kommt: In Klausen ist die Kraftstoffversorgung aufgebaut. Wir fahren gegen 18:00 Uhr vor, tanken auf, und erklären. Die Zaungäste fühlen sich so gut betreut, dass sie unsere Tankwarte auf drei Biere einladen. Während sich die LKW-Fahrer auf ihren Aufenthalt einrichten (Abfahrt pünktlich 2:30 in der Nacht, damit wir um 7:30 in Brescia wieder tanken können), braust der Zafira mit summendem Kompressor weiter nach Süden, der Sonne entgegen. Die Navigation mittels Handheld-PC nervt mit unkontrollierten Kommandos. Ein Opel-Navi ist besser. Aber wir haben keines eingebaut, kein Platz: Das Display wird für die Brennstoffzelle benötigt.

Stage 12, day one (2)

Pill near Schwaz. The filling station is situated behind the Tyrolean Schnapps Museum. Three generations of distillers (and I) marvel at the process that pumps three kilos of hydrogen at a temperature of minus 253 degrees Celsius into "my" Opel. The continuous rain drives us to the warm pub, where an alcohol-free meal is waiting for us.

We pass Innsbruck on the way south. The rain eases off. Under the strong pillars of the Europe Bridge we meander upwards towards the sun. Each time there is a break in the clouds, photographer Axel Wierdemann urges us to stop for a photo shooting. Cyclists breathlessly and with contorted faces pedal past us. We will overtake them minutes later. I bet they emit more CO2 than we do! Back on the motorway: There is a holiday in Italy and lorries are not allowed to drive. The police stop our hydrogen supplier and ask the boys to join the lorry queue which – according to the traffic news - is 60 kilometres long in the morning of 3 June. After a brief discussion, the Linde lorry drives on, leaves the A13 at the Brenner exit and approaches the border. Will our mobile filling station manage to get to South Tyrol? We don’t know, but we will find out in time. There is no way that we will reach todays destination Brescia without a fuel stop. A third quick stop undoubtedly makes me the unbeatable leader of the fault list.

It really feels good to be accompanied by three cars. Photographer, camera team, helping hands of the organisation … and a recovery vehicle. Just in case the tank is empty … what else is supposed to happen? Sterzing, Brixen, Franzensfeste. We use precisely 1 kilo of hydrogen per 100 kilometres using the downhill momentum (the van has no engine brake). Thomas Dehne’s cell phone rings, but it is not the reassuring call from our mobile filling station attendant Alfons Deser. "What? Damaged? What do you mean … my car?" Petra, Thomas’ girlfriend, confesses a dent in the door. But it isn’t really her fault, actually. There it is again – this word: actually. Never mind! It can be fixed. Thomas won’t be home before 11 June anyway and Petra will surely cheer up when she now finds out about the front apron. Next comes the call we’ve been eagerly awaiting. The hydrogen tanker is ready and waiting at Klausen. We arrive around 6 p. m., fill up and explain to keen onlookers what this is all about. They feel so well looked after that they invite our filling station attendants for a beer. While the lorry drivers settle for their stay (they will have to depart at 2.30 in the morning so that we will be able to fill up at Brescia at 7.30), the Zafira dashes south towards the sun with a humming compressor. The navigation with a handheld computer annoys us with uncontrolled commands. The Opel navigation system is better, but there was no room to install it since the display is needed for the fuel cell.

Etappe 12, Tag eins (3)

Bozen. Ich genieße das Privileg, durch das sonnige Etschtal fahren zu dürfen, Displaywächter Christoph Birringer telefoniert mit beiden Handys, wenn es sein muss auch gleichzeitig ("Hallo Mama, wir sind jetzt in Bozen! Ja, tolles Wetter. Uh, jetzt regnet es grad wieder"). Thomas Dehne klappt sein Notebook auf, zerlegt die Mittelkonsole, greift sich eine Speicherkarte und beginnt, wilde Zacken aus den Datenfiles zu generieren. Autistisch vergräbt er sich immer weiter in seinen Zahlensalat. Meine Versuche, Christoph mit guten, sachlich vorgetragenen Argumenten (eine Sprit sparende Abkürzung, die Location für tolle Fotos, ein Espresso bei meinem Freund Sergio in Gargnano, …) zu einem Abstecher an das Westufer des Gardasees zu überreden, scheitern. Dienst ist Dienst, Strecke ist Strecke.

Selbige nimmt bei Affi einen Abschneider über eine vierspurige mautfreie Freilandstraße, die 450er. Eigentlich (eigentlich!) eine gute Idee, die wir jedoch nicht alleine hatten. Christoph meint, so blöd wäre es vielleicht doch nicht gewesen, am Westufer zu fahren, aber jetzt bringt es auch nix mehr, das zu thematisieren. Die Zeit verrinnt (20:30, wir sollten schon am Ziel sein), der Wasserstoff wird verbrannt, und der Kilometerzähler steht. Rien ne va plus, nichts geht mehr. Kaum dreht man die Brennstoffzelle ab, geht es wieder weiter – 20 oder 30 Meter.

Thomas erzählt von einem neuen Teil (ich glaube ein Sensor oder so) im Auto, das sie in Rüsselsheim beim dortigen Aufenthalt eingebaut hatten. Neu, besser, und genau da vermutet er die Ursache unserer Quick Stops. Er zeigt mir seine Diagramme, die für mich hilfreich wie seismologische Aufzeichnungen, Lügendetekoraufschriebe von Pinocchio oder Brigitte-Schnittmuster ausschauen. Er erklärt mir, dass das Fahrzeug voll parametrierbar ist, und was er alles mit dem Notebook könnte, wenn er nur wollte.

Voll parametrierbar, das heißt auf gut deutsch: Alle Werte und Einstellungen, die bei einem Serienauto fix programmiert sind, kann er mit ein paar Mausklicks nach Lust und Laune einfach ändern. Außerdem beschleunigen oder auch bremsen, wenn ich ihm zu schnell fahre. "Und die Kiste ganz ausmachen", grinst er. "Wenn sie das nicht eh selber tut", grinse ich zurück.

Stage 12, day one (3)

Bozen. I’m enjoying the privilege of driving through the sunny Etsch valley, while display guard Christof Birringer uses both cell phones, if the need arises even simultaneously ("Hi, Mum, we are at Bozen. Yeah, the weather is great. Hang on; just now it has started to rain again".). Thomas Dehne opens his notebook, dismantles the centre console, picks up a memory disk and starts to generate wild peaks from the data files. Autistically, he slips deeper and deeper into his figures. All my attempts and good, well-founded arguments to talk Christof into taking a small diversion to the west shore of Lake Garda (taking a short-cut to save fuel, there is a fantastic photo location, we could drink an espresso at my friend Sergio’s at Gargnano) fail. We are on duty and we stick to the route, end of story! Near Affi, the route takes a short-cut across a four-lane toll-free road, the 450. Actually (actually!) a good idea, unfortunately other drivers had the same thought. Christof reckons, maybe it would not have been so stupid, after all, to take the route along the western shore, but that’s water off a duck’s back now! Time passes by (8.30 pm, we should have arrived at our destination by now), hydrogen is burning away and the mileage counter has stopped. Rien ne va plus – nothing goes. As soon as we switch off the fuel cell, we can drive on, but only for 20 or 30 metres.

Thomas mentions a new part (I think it’s a sensor or something) in the van which they had fitted in Rüsselsheim while they were there. New, improved technology which is probably precisely the reason for our quick stops. He shows me the diagrams that are as revealing to me as seismograms, Pinocchio’s lie detector diagrams or women’s magazines pattern charts. He explains that the van is fully parameterizable and what he could do if he wanted to with his notebook. Fully parameterizable that means any values and settings that are pre-programmed in a serial car he could alter with a few mouse-clicks, just like that. He could speed up the van or slow it down if he thought I would drive too fast. "Or I could switch off the engine altogether", he grins. "If it doesn’t cut out itself", I reply grinning.

Etappe 12, Tag zwei

Wir überbrücken die Wartezeit im Stau mit einem netten Feature: Tetris. Genau, das Spiel, das Sie am PC haben. Oder hatten, früher, in der Zeit vor dem Internet. Sagenhaft: ein als Wasserstoff-Versuchsfahrzeug getarntes Tetris-Spiel um 800.000 Euro (Ja, achthunderttausend, kein Tippfehler. Von lieben Menschen per Hand gemacht. Made in Germany). Wenn das kein Kaufargument ist …

Lang nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unser Hotel. Der HydroGen3 hat sich seine Pause verdient. Während wir nach dem Abendessen zu Bett gehen, stehen unsere Tankstellenfahrer gerade auf. Noch vor 8:00 Uhr morgens stehe ich vor dem Hotel – der Zafira ist längst vollgetankt. Viele zufriedene Gesichter, die Organisation des Marathons ist mindestens so gut durchdacht und läuft so geschmeidig wie die Technik des Autos.

Ein italienischer Kollege übernimmt das Steuer, ich verziehe mich nach hinten und plaudere mit Christoph über die Chancen und Risiken dieser Technologie. Ich bitte Axel über Funk, ein paar Fotos vom Überholen eines Tanklasters zu machen – da lässt sich ein guter Bildtext machen. An der Modemetropole Mailand vorbei geht es nach Turin. Vom Wasser (Salzburger Regen) bis zum Stoff (der Nobelschneider) – eine perfekt geplante Strecke. Das erste Wasserstoffauto fuhr über den Brenner, und ich mittendrin statt nur dabei. Genial, das werde ich meinen Enkeln dann mal am Lagerfeuer erzählen. Schade, dass es nun Zeit ist, Abschied zu nehmen.

Ein klassischer Eintrag eines Österreichers ins Logbuch ("Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut"), Händeschütteln, Austausch von Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Mit dem Taxi zum Flughafen, über München nach Wien. Ab in den Norden, wo es noch immer schüttet. Im Parkhaus des Flughafens drehe ich den Startschlüssel, der Dieselmotor nagelt: Willkommen zurück in einer Gegenwart, die mir vorkommt, als wäre sie schon Vergangenheit.

PS: Das Auto? Ach ja. Toll, wirklich. Sie haben vermutlich alle bisherigen Berichte meiner Kollegen gelesen. Sie stimmen. Ich dachte, wir würden mit unserem Versuchsauto mindestens alle 50 km ausrollen, und mit Schutzanzügen gekleidete Feuerwehrleute riegeln ganze Ortschaften ab, wenn wir kommen. Nichts davon ist wahr. Es ist perfekt (ok, fast perfekt), und unglaublich faszinierend. Mein Vorgänger Stefan Donat (Zürich – Salzburg) schrieb ins Logbuch des Fahrzeugs den schönen Satz "Die Zukunft hat Zukunft". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Stage 12, day two

We are getting over the waiting time in the traffic jam with a nice feature – Tetris. Precisely, it is the game you have on your computer. Or rather used to have, before the internet took over. It’s magic, a Tetris game camouflaged as a hydrogen test vehicle for 800,000 euros (exactly – eight hundred thousand euros, no typing error. Lovely people made it by hand – German engineering. If that’s not a good sales pitch! Long after dusk we arrive at our hotel. The HydroGen 3 has deserved a break. While we go to bed after supper, our filling station attendants get up. Before eight o’clock the next morning I am standing in front of the hotel and the Zafira has been filled up a long time ago. Many happy faces, the organisation of the marathon is at least as well thought out and runs as smoothly as the vehicle’s technology. An Italian colleague takes over the steering wheel. I settle down at the back and chat with Christof about the chances and risks of this technology. I ask Axel by radio to take a few shots when we overtake a tanker. That should make a good caption. We drive to Turin, passed the fashion metropolis of Milan. From hydro (= water – the rain in Salzburg) to -gen (generations of fashion designers), if that isn’t a perfectly planned route! The first hydrogen vehicle to cross the Brenner, and I was sitting inside instead of being somehow involved.

Sensational! Something I can relate to my grandchildren when we will sit round the campfire in the years ahead.

Shame really that it is now time to say good-bye. A classic entry in the logbook by an Austrian: "It was very nice, very enchanting". We shake hands, exchange phone numbers and e-mail addresses. I take a cab to the airport for a flight via Munich to Vienna. Off to the North, where it is still pouring with rain. At the airport carport I turn the key, the Diesel engine knocks – welcome back to the present! It feels as though it is the past.

PS: The van? O yeah. Fantastic, really. You will probably have read all the reports by my colleagues. They are true. I thought we would break down at least once every 50 kilometres with our test van; firemen in protective gear would close entire villages when we’re approaching. Not true at all. It is perfect (all right then, almost perfect), and incredibly fascinating. My predecessor Stefan Donat (Zurich – Salzburg) wrote in the logbook, "The future has a future", A beautiful phrase. There is nothing to add.

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