Opel Fuel Cell-Marathon (16)

Opel Fuel Cell-Marathon, 16. Etappe Opel Fuel Cell-Marathon, 16. Etappe

Opel Fuel Cell-Marathon, 16. Etappe

— 09.06.2004

Von Madrid nach Lissabon

Geschafft! Einmal quer durch Europa. Mit dem Antrieb der Zukunft. Die letzte Etappe des 10.000-km-Brennstoffzellen-Abenteuers.

Etappe 16, von Madrid ...

Von Sergio Veiga "Langsam, ganz langsam bitte", fleht Tomas Dehne, der Ingenieur, der mit uns im HydroGen3 bis nach Lissabon fahren wird, als wir den Zafira von der Rampe bugsieren, um uns auf den Weg auf die letzte Etappe dieses einzigartigen Marathons zu machen. Für Dehne begann der Marathon erst in Salzburg, aber er weiß natürlich, dass seine Kollegen bereits zwei Stoßstangen auswechseln mussten, die bei beschwingten Starts von der Rampe auf der Strecke blieben. Weitere Stoßstangen sind nicht vorgesehen.

Also treten wir ganz sachte aufs Gaspedal. Der E-Motor meldet sich mit seinem charakteristischen Summen, und der Wagen gleitet langsam von der Rampe. Die Stoßstange ist noch dran! Wir lassen die "Fiesta" an der Universität Madrid hinter uns, wo die GM-Ingenieure gerade erklären, was es mit der Brennstoffzelle auf sich hat. Kurz nach 10:00 Uhr machen wir uns auf eine der längsten Etappen des Brennstoffzellenmarathons. Das Navigationssystem schweigt. Was könnte es schon sagen, außer: "Bleiben Sie auf den nächsten 660 Kilometern auf dieser Straße!" Wenigstens können wir uns nicht verfahren. Sobald wir aus Madrid raus sind, geht es bis nach Lissabon nur noch geradeaus. Wir wissen ja bereits, dass die Reichweite dieses HydroGen3 kürzer ist, als die GM-Techniker erwartet hatten. "Der Tank ist kleiner. Er fasst nur 4,0 statt 4,6 kg Wasserstoff, damit die Isolierung stärker ausfallen konnte", erklärt Dehne. "Außerdem gibt es eine neue EU-Richtlinie, nach der wir den Tank nur zu 85 Prozent befüllen dürfen."

Nach 170 Kilometern legen wir den ersten von drei geplanten Tankstops ein. Wir steigen aus dem Auto und laufen praktisch gegen eine Hitzewand! Die Klimaanlage des HydoGen3 hat offensichtlich ganze Arbeit geleistet. Wir stehen in der Mitte des Plateaus der iberischen Halbinsel, und die Quecksilbersäule steigt bis zum Anschlag. Die Landschaft ist hier über hunderte von Kilometern immer gleich. Beim zweiten Tankstopp zeigt der Bordcomputer noch 35 Grad an. "Das ist kein großes Problem für die Brennstoffzelle", klärt mich mein Beifahrer auf. Trotzdem baut das Linde-Team für den 15-minütigen Tankstopp vorsichtshalber einen Sonnenschutz für den Zafira auf.

Stage 16, from Madrid ...

By Sergio Veiga "Slowly, very slowly please", asks Tomas Dehne, the engineer who will join us on our journey to Lisbon with the fuel cell HydroGen3, when we drive this very special Zafira down from the departure platform, for the last stage of this amazing Marathon. For Dehne, the marathon started in Salzburg, but he knows the team already changed two front bumpers, cracked after too optimistic departures. And there are not any spares left.

So, we accelerate only a little, just to hear the typical buzz from the electrical engine and the car slowly slips down the platform. The bumper is safe! We leave behind all the "fiesta" at the Madrid University, where GM technicians are explaining what the fuel cell is all about. A few minutes after 10 am, we set out on one of the longest stages of the Fuel Cell Marathon. The navigation system is quiet but it could not tell us anything else apart from "Stay on this road for the next 660 kilometers"! At least, we cannot get lost: We're coming out of Madrid and Lisbon is straight ahead.

We already know that the range of this HydroGen3 is less than the GM technicians would expect. "The tank is smaller, with 4 instead of 4.6 kg of hydrogen, just to have a bigger insulation", explains Dehne. "And there's a new European directive that doesn't allow us to fill up more than 85 per cent of the tank". After 170 km we do the first of the expected three stops for refueling. We come out of the car and are hit by a heat wave! The air conditioning of the HydroGen3 was working almost without a failure – despite being the only source of (small) headaches – and we haven't noticed how hot it was outside.

We are in the middle of the Peninsula plateau, where Celsius degrees go up like crazy, where the scenery repeats itself for hundreds of kilometers. At the second stop, the board computer shows 35 degrees Celsius. "That's not a big problem to the fuel cell", says our co-driver. "The difference between the minus 253 degrees of the hydrogen to the outside temperature is almost the same, i.e. 20 or 40 degrees". Anyway, the Linde team puts up a sunblind to protect the HydroGen3 during less than 15 minutes, the time it takes to refuel the Zafira.

Etappe 16, ... nach Lissabon

Mit gemütlichen 120 km/h gleiten wir in Richtung Grenze, wo wir tatsächlich anhalten müssen. Aufgrund der Fussball-Europameisterschaft wurde das Schengenabkommen vorübergehend außer Kraft gesetzt. Jeder muss sich ausweisen. Bei 39 Grad im Schatten wünscht uns der offenbar bestens informierte Zöllner alles Gute auf unserer restlichen Strecke. Sogar der Linde-Truck, der bis obenhin voll ist mit flüssigem Wasserstoff, darf ohne Probleme passieren.

Die Autobahn, die uns durch die südliche Provinz Alentejo führt, ist fast leer. Wir sind bester Dinge, um so mehr als unsere Anzeige für die Außentemperatur 40 Grad anzeigt, während wir im Inneren nicht einen Schweißtropfen vergießen. An der Mautstation in der Nähe von Lissabon werden wir enthusiatisch empfangen: "Das Auto fährt doch mit Wasserstoff, oder? Toll! Das ist die Zukunft!" Allzu lange wird die hoffentlich nicht mehr auf sich warten lassen. General Motors plant, das Auto schon 2010 auf den Markt zu bringen.

Wir erreichen Lissabon. Eigentlich müssten wir uns jetzt durch die Rushhour kämpfen, aber offensichtlich bleiben die Einwohner bei diesen Temperaturen lieber noch etwas länger in ihren klimatisierten Büros. So ist fast kein Verkehr, als wir in Richtung Cascais an der Küste fahren. Der Marathon ist fast beendet, und die Teammitglieder gratulieren sich gegenseitig für diese unglaubliche Leistung: 10.000 Kilometer haben wir seit dem 3. Mai zurückgelegt. 14 Länder haben wir durchquert – nur mit Wasserstoff und ohne größere Probleme.

Vor dem allerletzten Stopp liegen noch eine kurzer Anstieg und eine Linkskehre. Dann sind wir angekommen am symbolträchtigen Abschlusspunkt des Marathons: Cabo da Roca, der westlichste Punkt Europas. Auch heute weht eine steife Brise in Richtung Meer. Genau auf der anderen Seite des Atlantiks steht die Freiheitsstatue. Der Wind trägt die gute Nachricht nach Amerika: Der Brennstoffzellen-Marathon war ein großer Erfolg. Er hat gezeigt, dass der Wasserstoffantrieb eine echte Alternative ist. Schon bald werden Konflikte um den Rohstoff Öl der Vergangenheit angehören!

Stage 16, ... to Lisbon

We cruise at 120 km/h right to the border, where we have to stop. Because of the Euro-2004, Portugal suspended Schengen agreements, so everyone has to identify himself. Under 39 degrees, the police officer shows he knows what's going on with this Marathon and wishes the best of luck. Even the Linde truck, with the two big tanks with liquid hydrogen, was allowed to enter the country without problems.

The motorway that crosses the southern province of Alentejo is almost empty. We keep going, refreshed by the strong air conditioning and smiling when we see the trip thermometer displays the 40 degrees mark. Near Lisbon, at the pay toll, the guy seems really enthusiastic: "This car runs on hydrogen, doesn't it? It's amazing! This is the future!" But not a too distant future. General Motors wants to sell these cars as off 2010.

We cross Lisbon during the rush hour, but with all this heat, maybe people stayed at their cooled offices some more hours . Amazingly, there is almost no traffic, as we head on to Cascais, on the coast. The marathon is almost finished, and the team members congratulate each other for such an incredible achievement: 10,000 kilometers since May 3rd, through 14 countries, on hydrogen and without any major problems!

To finish the marathon, all we had to do was to climb the mountain and then turn left for the symbolic place of the arrival: Cabo da Roca, the European continent's westernmost point. As usual, the wind blows. In the direction of the sea. Exactly on the other side of the ocean stands the Statue of Liberty. Maybe the wind takes the good news to America: the Fuel Cell Marathon was a big success and has shown that hydrogen can be a real alternative. In the near future, we won't have to fight for oil anymore!

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