Opel Fuel-Cell-Marathon (5)

Opel Brennstoffzellen-Marathon, 5. Etappe Opel Brennstoffzellen-Marathon, 5. Etappe

Opel Fuel-Cell-Marathon, 5. Etappe

— 14.05.2004

Von Hamburg nach Delft

Quer durch Europa. Mit dem Antrieb der Zukunft. Am Steuer des HydroGen3: Reporter von AUTO BILD. Hier das Tagebuch.

Etappe 5, von Hamburg nach Delft

Als der Opel Zafira aus dem Foyer der Hochschule Hamburg fährt, zieht er eine lange Spur hinter sich. Aus dem Auspuff tropft Wasser. Nicht sehr viel. Etwa die Menge eines Schnapsgläschens. Der GM-Europa-Chef Bob Lutz, der den Wasserstoff-Zafira vorsichtig aus der Glashalle rangiert, sieht nicht, wie ein Mitarbeiter der Uni hinter dem Prototypen die Pfützen aufwischt. Die Heckscheibe des HydroGen3 ist nämlich mit einer großen blauen Karte beklebt. Auf dem Routenplan ist unsere Strecke von Hammerfest bis Lissabon abgebildet.

Heute fährt der Zafira 520 Kilometer von Hamburg bis Amsterdam. Bob Lutz parkt den HydroGen3 vor der Hochschule, bevor er mir den Zündschlüssel in die Hand drückt. Der Amerikaner liebt sportliche Autos. Er liebt die Geschwindigkeit und er liebt Düsenjäger. Aber dieses Öko-Auto, den Zafira mit dem saubersten Antrieb der Welt? Mit zurückhaltenden 82 PS? Das passt nicht in die Welt von Bob Lutz. Eigentlich. "Ich mag das Motoren-Geräusch. Das Pfeifen erinnert mich an einen Düsenantrieb", sagt der 72-Jährige. Der GM-Manager verlässt sich gerne auf sein Bauchgefühl. "Meine Stärke" - wie er in einem Interview betonte.

Sein Bauch sagt ihm diesmal, dass Wasserstoff als Treibstoff die Zukunft gehört. "Es gibt keine Alternative". Große Chancen sieht er auch für Hybride, Autos, in denen zwei Motoren arbeiten: ein Elektro- und ein herkömmlicher Verbrennungsmotor. Aber sein Bauch sagt ihm auch, dass diese eher in Amerika als in Europa nachgefragt werden. Was der Typ in seinem getunten Vectra wohl über die Auto-Zukunft denkt? Auf der A1 Richtung Bremen überholt uns ein Opel mit "Und Tschüss"-Aufkleber. Der Stoppelkopf glotzt uns an, als führen wir rückwärts. Was ihm wohl gerade durch seinen Kopf schießt? Vielleicht: "Gibt es Wasserstoff-Autos auch getunt?" Gibt es natürlich nicht. Noch nicht. Obwohl die Bremsen des HydroGen3 aus dem sportlichen OPC-Regal kommen, der flotten Modellreihe von Opel.

Auch die Federung des Zafira ist ganz schön straff. Nur der Motor könnte ein bisschen mehr Musik vertragen - vielleicht hilft in der nächsten Hydrogen-Generation wieder eine Pufferbatterie aus, wenn der Fahrer Leistung fordert. Wir sind mit der Leistung auf der Etappe in die Niederlande zufrieden. Drei Tankstopps, keine Panne. Nur einmal leuchtete in einem holländischen Kreisverkehr die rote Kontrollleuchte auf. Aber HydroGen3 sprang wieder an, ohne dass das GM-Team eingreifen musste. Der Motor der Zukunft scheint jetzt schon "Opel, der Zuverlässige".

Stage 5, from Hamburg to Delft

By Margret Hucko As the Opel Zafira pulls out of the foyer at Hamburg university it leaves a long trail behind it. Water IS dripping out of the exhaust pipe. Not a great deal. About as much as would go in a shot glass.

Bob Lutz, boss of GM Europe, who is cautiously manouevering the hydrogen Zafira out of the glass hall, does not notice a university employee wiping up the puddles left by the prototype. Because there is a big blue card stuck on the rear screen of the HydroGen3. The map shows our route from Hammerfest to Lisbon.

Today the Zafira is driving 520 kilometres from Hamburg to Amsterdam. Bob Lutz parks the HydroGen3 in front of the university before handing me the ignition key. This American manager loves sports cars. He loves speed and he loves jet fighters. But what about this eco-car, this Zafira with the cleanest engine in the world? With its modest 82 bhp? That isn’t quite in the same league. Not really.

"I like the sound of the engine. The whistling reminds me of a jet engine," says 72-year-old Bob Lutz. The GM manager likes to trust his gut instincts. "My strong point", as he asserted in an interview. This time his gut feeling is that hydrogen is the fuel of the future. "There is no alternative." He also thinks that hybrids have great promise, in other words cars with two types of engine; one electric and one conventional combustion engine. But his gut feeling is also that there will be more demand for these cars in America than in Europe.

Wonder what that guy in the tuned Vectra thinks about the car of the future? On the A1 highway to Bremen an Opel with a "bye-bye" sticker overtakes us. The crew-cut driver gawps at us as if we were moving backwards. What’s he thinking right now? Perhaps: "Do they do tuning on hydrogen cars?" Of course not. Not yet. Although the HydroGen3 has brakes from the OPC range, the nimble, sporty Opel models. And this Zafira has pretty taut suspension. But couldn’t the engine do with a bit more zing? Perhaps, with the next generation of hydrogen cars, a buffer battery will give some added power when the driver asks for it.

We are happy with the car’s performance on the stage ending in the Netherlands. Three refuelling stops, no breakdowns. Just once, negotiating a Dutch roundabout, the red warning light came on. But HydroGen3 started up again without the GM team having to do anything. So far, the engine of the future would seem to be "Opel the reliable."

Autor: Margret Hucko

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.