Opel: GM erteilt PSA eine Absage

— 10.01.2013

GM-Vize Girsky: Opel ist unverkäuflich

General Motors hat einem möglichen Verkauf von Opel an PSA eine Absage erteilt. Laut GM-Vize Girsky stehe Opel nicht zum Verkauf.



(dpa) Das Management der Opel-Mutter General Motors hat Gerüchten um einen möglichen Verkauf der deutschen Tochter an den französischen Konzern Peugeot-Citroën (PSA) eine klare Absage erteilt. "Opel gehört zu GM und steht nicht zum Verkauf", sagte GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky der "Allgemeinen Zeitung Mainz". Zuvor hatte die französische Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf Mitarbeiter des Finanzministeriums und das Umfeld von Präsident François Hollande berichtet, die Pariser Regierung dränge den angeschlagenen Autohersteller PSA dazu, den ebenfalls kriselnden Konkurrenten Opel zu übernehmen.     

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Zum Start der Produktion des neuen Kleinwagens Adam in Eisenach sagte Girsky dem Blatt: "Wir wollen uns bei Opel auf das konzentrieren, was jetzt wichtig ist: gute Produkte auf den Markt bringen, wieder Gewinne erzielen und die Kosten senken." Opel-Interimschef Thomas Sedran unterstrich: "Wenn ein Weltkonzern wie GM erfolgreich sein will, dann muss er auch in Europa erfolgreich sein, denn hier spielt technologisch die Musik."     

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Im Februar 2012 hatten PSA und General Motors eine strategische Allianz geschlossen. GM war mit sieben Prozent bei den Franzosen eingestiegen. Seitdem wurde über eine Fusion von Europas Nummer zwei und Opel spekuliert. Im Dezember hatten PSA und Opel sich geeinigt, ihren Einkauf in einem Gemeinschaftsunternehmen zu bündeln und gemeinsam zunächst drei Fahrzeugprojekte zu entwickeln. Bereits im Juli war ein Logistikabkommen geschlossen worden. Durch die Zusammenarbeit wollen die Unternehmen nach spätestens fünf Jahren zusammen jährlich zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) einsparen. Girsky sagte dem Blatt, die Allianz mit PSA solle einen wichtigen Beitrag dazu leisten, bei Opel bis Mitte dieses Jahrzehnts die Fixkosten um 500 Millionen Dollar (gut 380 Millionen Euro) zu drücken. Für 2012 hatte das Unternehmen einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro prognostiziert.

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