Opel GT Concept (Genf 2016): Sitzprobe

Opel GT Concept (Genf 2016): Sitzprobe

— 29.02.2016

Fünf Fakten zum Opel GT Concept

Sportlich, klein und schnittig – so könnte Opels Zukunft aussehen! AUTO BILD erklärt fünf Dinge, die Sie über das Opel GT Concept wissen müssen.

Selten war so viel Ruhe bei Opel wie jetzt. Trotzdem stört sich Opel-Chef Neumann an einer Lücke im Programm: Ein echter Held muss her. Einer wie der GT vor 50 Jahren. Ein Opel, der die Kunden scharenweise zum Händler treibt – auch wenn sie statt eines Sportwagens mit einem alltagstauglicheren Neuwagen wieder nach Hause fahren.

Opel GT Concept (Genf 2016): Vorschau

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Exklusiv für AUTO BILD hat Opel den GT Concept bereits vor seiner Premiere auf dem Autosalon Genf ins Rampenlicht gerollt. Hier sind die wichtigsten fünf Fakten zum kleinen Sportler!

1. Retrodesign ist kein Thema

Video: Opel GT Concept (Genf 2016)

Opels Mini-Sportler

Die Designer und Ingenieure bei Opel wissen, dass bei dem Nachfolger einer solchen Legende der erste Schuss sitzen muss. Retro kam beim Karosseriedesign nicht infrage – schließlich war der erste GT ein progressiver Sportwagen, zukunftsorientiert statt die Vergangenheit zitierend. Und das soll auch der neue GT sein. Das fängt bei der Frontgestaltung an: Designchef Mark Adams entschied sich bewusst für eine
 puristische Gestaltung ohne Retro-Rundscheinwerfer. Die beiden Türen haben integrierte Scheiben, die im gleichen Farbton bedruckt sind wie die Karosserie. Von innen hat man einen Durchblick wie aus einem normalen Fenster, Seitenspiegel gibt es nicht.

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2. Der GT ist klein – dennoch geeignet für Große

Redakteur Stefan Voswinkel (zwei Meter groß) kommt dank langer Türen recht problemfrei ins Auto.

Schnell war auch klar, dass der neue GT passend zur urbanen Zielgruppe ein kleines Auto werden soll. Und nicht nur einfach klein, sondern so winzig, dass selbst ein Mazda MX-5 15 Zentimeter länger als der nur 3,85 Meter kurze GT ist. Kleines Auto heißt auch, dass ein kleiner Motor reicht. Ein Dreizylinder mit nur einem Liter Hubraum, um genau zu sein. Dank Turboaufladung ist dieser 145 PS stark, das reicht bei einem Leergewicht von unter 1000 Kilogramm für echte Sportwagen-Fahrleistungen: Der GT soll in weniger als acht Sekunden aus dem Stand auf 100 beschleunigen und 215 Kilometer in der Stunde schaffen. Der winzige Motor hat einen riesigen Vorteil: Er kann als Front-Mittelmotor weit in die Mitte und ganz dicht an die Spritzwand rücken. Und macht so Platz für die riesigen Türen, die sich beim Öffnen hinter den Vorderreifen in die Karosserie eindrehen – und so selbst zwei Meter großen Fahrern einen bequemen, na ja, zumindest brauchbaren Einstieg ermöglichen. Mit einer Breite von gerade mal 1,68 Metern ist der GT außerdem ein richtig schmales Hemd geworden. Erstaunlich trotzdem, wie viel Platz der Opel bietet, von der Enge eines MX-5 ist jedenfalls nicht viel zu spüren.

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3. Die roten Reifen sind von einem Motorrad inspiriert

So ganz konnten sie sich in Rüsselsheim Retro dann doch nicht verkneifen. Aber nicht anbiedernd, sondern die Firmengeschichte zitierend. Ganz tief haben sie dazu im Firmenarchiv gekramt – und sind im Jahr 1928 fündig geworden. Die charakterprägenden roten Vorderreifen gab es nämlich schon einmal, beim Opel-Motorrad "Motoclub 500". Besonders an den Reifen ist nicht nur ihre Farbe, sondern auch, dass der Hersteller Hankook sie nicht wie für Studien üblich geschnitzt, sondern wie einen Großserienreifen gebacken hat. Überhaupt ist Rot ein großes Thema beim neuen GT. Die Signaturlinie teilt den Sportwagen optisch, proportioniert ihn. So wirkt er wesentlich breiter und flacher, als er tatsächlich ist.

4. Der Innenraum ist futuristisch

Die Liebe zum Detail zeigt sich bei der Studie sogar an den knallroten Gurtaufrollern.

Sogar für die Seitenscheiben hat sich Opel etwas Pfiffiges einfallen lassen. Die sind nämlich voll in die Türen integriert, lassen sich nicht öffnen. Das spart Platz und schafft Raum. Zum Beispiel für die riesigen Aluturbinen, die links und rechts am Armaturenbrett sitzen. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie Lüftungsdüsen, beherbergen aber tatsächlich Monitore, deren Bild die Seitenspiegel ersetzt. Auch der Rest des GT-Innenraums ist eine futuristische Zukunftsvision. Große Teile des Armaturenbretts bestehen aus Bildschirmen, flach wie ein iPad und gebogen. Dank Projektionstechnik ermöglichen sie ein gestochen scharfes Bild – sehr sexy! Eine spacige Glaskuppel wölbt sich über den Köpfen der Passagiere, das Lenkrad ist eckig geformt.

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5. Die Sitze sind mit Sportschuhen verwandt

Spacige Glaskuppel, eckiges Lenkrad und rote Sitze mit Bezügen aus Turnschuhstoff im Innenraum.

Als wohl eine der ersten Studien ist der GT nicht mit feinem Leder ausgeschlagen, sondern trägt einen synthetischen Stoff, der von Sportschuhen bekannt ist und in den ein Muster gelasert wurde. Hört sich trivial an – war aber für den Zulieferer eine große Herausforderung. Solch große Stoffbahnen gibt es eigentlich nicht, sie mussten extra gewebt werden.

Stimmt das Echo des Publikums in Genf, werden Neumann und sein Team wohl ernsthaft rechnen, wie der Sportwagen Realität werden könnte. Noch suchen sie eine Plattform, denn ein Serien-GT müsste wie die Studie auf jeden Fall Hinterradantrieb bekommen.

Opel GT Concept (Genf 2016): Sitzprobe

Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Selten hat mich eine Studie so fasziniert wie der neue Opel GT. Nicht nur, weil er besonders progressiv gezeichnet ist – sondern weil sich hinter ihm eine Idee versteckt. Die eines leichten, kleinen Sportwagens, der das Gefühl des ersten GT in die Zukunft trägt.

Stichworte:

Sportcoupé

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