Opel-Personalie

Opel in der Krise

— 02.08.2012

Für Opel geht's abwärts

Für Opel verschlechtert sich die Lage zusehends. Die Zurückhaltung der Kunden und hausgemachte Probleme sorgen für steigende Verluste.

(dpa) Für Opel geht es weiter abwärts. Während sich unverkaufte Autos auf den Höfen der Händler ansammeln, türmen sich die Verluste bei dem Rüsselsheimer Autobauer auf. Die Schuldenkrise hält die Kunden vom Kauf ab. Zuletzt hat sich die Lage für die General-Motors-Tochter noch einmal verschlechtert. Die Rezession verfestige sich, erklärte der GM-Manager und Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Stephen Girsky am 2. August 2012.

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Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky: "Wir sind nicht schnell genug gewesen."

Der US-Mutterkonzern General Motors schrieb im zweiten Quartal in seinem Europageschäft – das im Wesentlichen aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall besteht – einen operativen Verlust von 361 Millionen Dollar (294 Mio. Euro). Im ersten Quartal hatte der Verlust noch bei 256 Millionen Dollar gelegen. Im Vorjahreszeitraum hatte GM Europe sogar Gewinn gemacht. "Wir sind nicht schnell genug gewesen, um jene Faktoren anzugehen, die wir beeinflussen können", sagte Girsky. "Wir haben einen klaren Plan, um dies zu ändern. Insbesondere wenn wir uns vor Augen führen, wie deutlich der europäische Markt zurückgeht und wie sich das auf die Automobilindustrie auswirkt."

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Die Opel-Werke sind bei Weitem nicht ausgelastet, immer wieder wird über die Schließung des Standorts Bochum spekuliert. Um die Probleme anzugehen, hatte die Konzernführung aus Detroit große Teile des Opel-Managements ausgetauscht. Auch Firmenchef Karl-Friedrich Stracke musste Mitte Juli 2012 gehen. Das Unternehmen wird nun bis auf Weiteres von Strategievorstand Thomas Sedran geleitet.

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Im zweiten Quartal 2012 gingen die Verkäufe von Opel und Vauxhall im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 298.000 zurück. "Wir arbeiten hart, um unsere Profitabilität zu verbessern", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Girsky. Die Kosten in der Produktion sollen runter, auch die Bürokratie soll reduziert werden. Parallel hofft Opel darauf, mit neuen Modelle wie dem kleinen SUV Mokka die Kunden zurückzugewinnen. Der Mokka erscheint im dritten Quartal 2012, Anfang 2013 folgt der Kleinstwagen Adam.

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Die Probleme in Europa belasten den gesamten GM-Konzern. Erschwerend kommt hinzu, dass auch das Geschäft auf dem Heimatmarkt Nordamerika zuletzt weniger Geld abgeworfen hat. Unterm Strich verdiente GM noch 1,5 Milliarden Dollar – was ein Rückgang von 41 Prozent war. Der Umsatz schrumpfte um 4 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar. "Wir haben sicherlich noch mehr Arbeit vor uns, um dem Gegenwind zu trotzen, der uns besonders in Regionen wie Europa und Südamerika entgegen bläst", sagte GM-Chef Dan Akerson in Detroit. Die GM-Aktie stieg dennoch vorbörslich um zwei Prozent – die Analysten hatten mit einem noch schlechteren Abschneiden gerechnet. Bereits der Rivale Ford hatte schwer unter dem Käuferschwund in Europa gelitten.

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