Opel zeigt in Paris den Insignia als sparsame Ecoflex-Ausführung.

Opel Insignia Ecoflex in Paris

— 02.10.2008

Der Mager-Raser

Viel Spaß beim Sparen: Opel zeigt auf dem Pariser Salon den neuen Insignia in verbrauchsoptimierter Version. Und die hat es in sich: Ein 160 PS starker Diesel soll die Mittelklasse in unter zehn Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Gleich nach dem Fahren kommt im Autofahrer-Alphabet der Gegenwart schon das Sparen. So erklärt es sich, dass Opel die neue Mittelklasse Insignia noch vor dem offiziellen Marktstart im November 2008 bereits in verbrauchsoptimierter Ecoflex-Ausführung präsentiert: Auf der Paris Motor Show 2008 (4. bis 19. Oktober) wird der 2.0 CDTI Ecoflex zusammen mit dem Insignia Sports Tourer, der ebenfalls Weltpremiere hat, der Mittelpunkt des Rüsselsheimer Messestands sein. Die Ecoflex-Modelle sind wie Blue Motion bei Volkswagen oder Econetic bei Ford das Markenzeichen für die jeweils sparsamste Ausführung einer Typenklasse. Doch darüber hinaus wird an Motor wie auch Karosserie noch zusätzlich gefeilt, damit ein paar Tropfen Sprit weniger durch die Einspritzpumpe jagen.

Der Ausgangsmotor ist der stärkste Diesel

Äußerlich ist der Spar-Opel am Logo und an geringfügigen Modifikationen der Karosserie erkennbar.

Mit der Entscheidung, den größten Dieselmotor für die Ecoflex-Bearbeitung zu wählen, ist Opel eine kleine Überraschung gelungen – denn üblicherweise fällt die Wahl auf die Maschine, die ohnehin den schmalsten Appetit hat. So dürfte den Ingenieuren die Optimierung erschwert worden sein; den Kunden dagegen freut die Power-Reserve im vermeintlichen Sparfuchs. "Umweltfreundlich fahren, ohne Verzicht zu üben", nennt Opel das. Die Fahrleistungen klingen tatsächlich nicht gerade nach einer Schlankheitskur: In 9,5 Sekunden soll der Insignia mit dem 160 PS starken Motor von 0 auf 100 beschleunigen, die Endgeschwindigkeit liegt bei 218 km/h. Stimmt das, hat Opel einen regelrechten Mager-Raser gesäht. Als Ziel bei der Stickoxid-Emission sind 140 g pro Kilometer genannt. Über den Verbrauch schweigt sich der Hersteller bisher aus, da die Entwicklungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Spar-Insignia in Fließheck- und Stufenheckausführung erhältlich sein.

300 Stunden Feinarbeit am Computer, 650 Stunden im Windkanal

Als Motor wurde der stärkste Diesel mit 160 PS ausgewählt damit neben dem Spar- auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt.

Nicht nur an der Maschine wird ausgiebig gefeilt, auch die Karosserie hat man einer gründlichen Revision unterzogen. Nach 300 Stunden am Computer und 650 Stunden im Windkanal ermittelten die Opel-Ingenieure diverse Wind-Fänger, die abgebaut wurden. Die Feinarbeit ist teilweise äußerlich erkennbar, teilweise auch versteckt. So erhält der Insignia Ecoflex am Unterboden im Tankbereich eine zusätzliche Verkleidung, die den Abtrieb erhöht. Der Kühlergrill ist nun teilweise geschlossen, die Ecken des vorderen Stoßfängers sind abgerundet, die Konturen der A-Säule zusätzlich geschliffen und die Position von Scheinwerfern und Scheibenwischer leicht modifiziert. Außerdem wurde das Fahrwerk um zehn Millimeter tiefergelegt, und der Insignia Ecoflex läuft auf besonders verbrauchsarmen Michelin-Reifen.

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