Opel Insignia GSi (2017): Alle Infos

Opel Insignia GSi (2017): Alle Infos

Opel Insignia GSi (2017): Test

— 08.09.2017

Alles zum neuen Opel Insignia GSi

Opel bringt den GSi zurück: In der vorerst sportlichsten Insignia-Variante erleben die drei Buchstaben ein Comeback mit 260 PS. AUTO BILD hat alle Infos!

Vorstellung: Insignia GSi schneller als der alte OPC (Update!)
Interieur : Schalensitze mit Belüftung und Massage (Update!)
Ausstattung: Competition-Modus für die Nordschleife
Connectivity: Wie im Standard-Insignia
Motoren und Preis: Rund 3000 Euro Aufpreis für den GSi (Update!)
Gebrauchtwagen: 325 PS für unter 15.000 Euro

Vorstellung: Insignia GSi schneller als der alte OPC

Gute Neuigkeiten aus Rüsselsheim – der GSi ist wieder da! Und zwar in Form des neuen Opel Insignia GSi. Früher war das Kürzel (steht für "Grand Sport injection") das Erkennungszeichen für sportliche Opel Manta, Kadett und Astra – jetzt verkürzen die drei Buchstaben die Wartezeit auf den möglichen Nachfolger des Insignia OPC. Zwar ist der Insignia GSi mit dem bekannten Zweiliter-Vierzylinder-Turbo mit 260 PS keinen Deut stärker als der normale Insignia, trotzdem hat Opel ordentlich Hand angelegt. Vor allem optisch setzt sich der GSi von den anderen Insignia-Varianten ab. Das vorläufige Topmodell trägt bullige Schürzen mit gefakten Lufteinlässen, Doppelrohrauspuff (nicht Fake) und die brandneue Sonderlackierung "Ignition Orange Metallic".

Das Sportfahrwerk holt den Insignia GSi zehn Millimeter näher an den Asphalt als den normalen Insignia.

Schweller und Spoilerlippe übernimmt der GSi von der OPC-Line des neuen Insignia Grand Sport. Nicht nur für die Optik haben die Techniker den GSi gegenüber dem Standard-Insignia um zehn Millimeter tiefergelegt. Der niedrigere Schwerpunkt soll den Sport-Insignia fit für die Nordschleife machen. Opel verspricht, dass der Insignia GSi auf der Nordschleife schneller ist als der alte Insignia OPC mit 325 PS. Wie das geht? In erster Linie über Gewichtsersparnis. Rund 160 Kilo hat der GSi im Vergleich zum alten OPC abgespeckt. Außerdem wurde das Fahrwerk aufwendig überarbeitet und ausgiebig auf der Nordschleife abgestimmt. Ja, auch der Insignia GSi ist eines dieser Autos, das auf dem Nürburgring getestet und feingetunt wird. Erlkönigbilder zeigen außerdem, dass Opel bereits den GSi-Kombi testet. Gegenüber dem alten Insignia OPC (mit V6) soll der Insignia GSi bis zu 160 Kilogramm weniger auf die Waage bringen. Sein Debüt gibt er auf der IAA 2017 (14. bis 24. September). Bei den Händlern steht der wiedergeborene GSi ab Anfang 2018. Zu den Preisen sagt Opel aktuell noch nichts. AUTO BILD geht davon aus, dass sich der Grundpreis bei 46.000 € bis 47.000 € einpendeln wird. Außerdem hat Opel ausgeplaudert, dass der Insginia GSi auch noch mit einem starken Dieselmotor geplant ist.

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Interieur: Schalensitze mit Belüftung und Massage

Sportsitze, schwarzer Himmel und ein Sportlenkrad: Auch im Innenraum darf der GSi etwas sportlicher aussehen.

Im Innenraum des Insignia GSi ist Opel besonders stolz auf die komplett neuen Schalensitze. Und das zu Recht, die Sitze mit GSi-Logo sind 18-fach einstellbar, bieten sehr guten Seitenhalt und sind trotzdem bequem – AGR-Zertifizierung sei Dank. Aber die Schalen können noch mehr: falls der Fahrer auf einer schnellen Nordschleifen-Runde ins Schwitzen gerät, sorgen die Sitze durch Belüftung für ein kühles Kreuz. Zusätzlich sind natürlich auch Heizung und sogar Massage am Start – Opel hat eben an alles gedacht. Die weiteren GSi-Maßnahmen sind aber überschaubar: schwarzer Dachhimmel, Sportpedalerie und ein unten abgeflachtes Lenkrad. Der Tacho reicht bis 270 km/h, die Fußmatten ziert das GSi-Logo. Das Platzangebot und die Verarbeitungsqualität des Insignia GSi sind hervorragend, hier gibt es absolut nichts zu meckern, auch im Fond ist das Platzangebot mehr als ausreichend.

Ausstattung: Competition-Modus für die Nordschleife

Die 20-Zoll-Felgen gibt es exklusiv für den GSi. Sie sind eine Weiterentwicklung des OPC-Radsatzes des Vorgängers.

Technisch ist der Insignia GSi nah dran am normalen Insignia. Das elektromechanische FlexRide-Fahrwerk ist Serie, ebenso der Allradantrieb mit Torque Vectoring. Sportdämpfer reduzieren laut Opel die Karosseriebewegungen. Stoßdämpfer, Lenkung und Gaspedalkennlinie lassen sich per Fahrmodi-Schalter beeinflussen. Neu im GSi ist der sogenannte "Competition-Modus", der durch zweimaliges Drücken der ESP-Taste größere Gierwinkel bei ausgeschalteter Traktionskontrolle erlauben soll. Die im GSi stets verbaute Achtgang-Automatik kann auf Wunsch über Schaltpaddles am Lenkrad zum Gangwechsel animiert werden. Arbeitet sie im Automatik-Modus, stehen zwei Schaltprogramme zur Wahl (Standard und Sport). Für mehr Grip beim sportlichen Fahren sollen Michelin Pilot Sport 4 S-Reifen sorgen. Eine Brembo-Bremsanlage mit 345-Millimeter-Scheiben an der Vorderachse verzögert den Insignia mit Sportambition. Die 20-Zöller sind eine Design-Weiterentwicklung der bisherigen OPC-Felgen und werden exklusiv für den GSi angeboten. Ganz neu ist die Sonderlackierung "Ignition Orange Metallic".

Connectivity: Wie im Standard-Insignia

Bei der Connectivity dürfte der GSi-Insignia dem normalen Insignia entsprechen: Das am besten vernetzte Navigationssystem von Opel heißt IntelliLink 900. Die zweite Generation bietet Navigationskarten in 3D-Ansicht mit Verkehrsinfos via DAB, Videos oder Musik können vom USB-Stick abgespielt werden. Zusätzlich zum Opel-System kann man das Smartphone mit Android Auto oder Apple CarPlay verbinden. Dann lassen sich ausgewählte Handy-Apps direkt auf dem Bildschirm nutzen. Das System ist ausgereift und hakt nicht, auch die Verbindung war im Check stabil. Ebenfalls bereits bekannt: OnStar. Dabei handelt es sich um ein von GM übernommenes System, das aus mehreren Teilen besteht: Per Druck auf die OnStar-Taste meldet sich ein Berater. Er sucht zum Beispiel Naviziele heraus und sendet diese direkt ans Auto. Neuerdings kann er auch Hotels und Parkplätze buchen. Opel geht hierzu eine Partnerschaft mit den Firmen Booking.com und Parkopedia ein. Außerdem gibt es mit OnStar einen WLAN-Hotspot und ausgewählte Apps speziell fürs Infotainment. Mit der zugehörigen Smartphone-App kann man das Auto abschließen, es orten oder einen Werkstatttermin buchen.

Neue Opel (bis 2018)

Die Kamera am Rückspiegel scannt jetzt nicht mehr nur den vorausfahrenden Verkehr und Hindernisse, sie kann auch Personen erkennen. Nimmt die Elektronik einen Fußgänger in Gefahr wahr, zeigen der digitale Tacho und das Head-up-Display (optional) Warnungen an. Der Insignia hat auf jeden Fall das Zeug dazu, die Oberklasse zu ärgern – zumindest, was die Konnektivität angeht. Denn hier ist das Auto auf dem neusten Stand. Auch bei den Assistenzsystemen braucht sich der Insignia nicht zu verstecken: In seiner Klasse ist er auf dem Stand der Technik.

Motoren und Preis: Rund 3000 Euro Aufpreis für den GSi

Bis 2012 war das GSi-Logo in Form des Corsa D GSi noch im Programm. Jetzt kommt der GSi in Form des Insignia zurück.

Zum Marktstart Anfang 2018 bietet Opel den Insignia GSi nur mit dem bekannten Zweiliter-Turbobenziner an. Der Vierzylinder leistet 260 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Opel kündigt aber bereits jetzt an, dass auch ein Diesel für den GSi kommen wird. Leistungsdaten verraten die Opelaner noch nicht, jedoch geht AUTO BILD davon aus, dass der Selbstzünder um 200 PS leisten dürfte – der bisherige Top-Diesel hat einen Output von 170 PS. Preise verraten die Rüsselsheimer noch nicht. AUTO BILD rechnet mit einem Einstiegspreis von mindestens 46.000 Euro, das wären knapp 3000 Euro GSi-Aufpreis zum normalen Insignia Innovation mit 260 PS, Allrad und Achtstufen-Automatik.

Opel Insignia GSi (2017): Alle Infos

Gebrauchtwagen: 325 PS für unter 15.000 Euro

Genau genommen hat der Insignia GSi keinen Vorgänger. Alle historischen GSi-Modelle waren in anderen Fahrzeugklassen unterwegs. Für den Moment ist der Insignia OPC, der seit Ende 2009 gebaut wird, der legitime Vorfahre des neuen Insignia GSi. Der OPC hat von Beginn an auf einen 2,8-Liter-Sechszylinder mit 325 PS und Allradantrieb gesetzt. So beschleunigt er in glatten sechs Sekunden auf 100 km/h und wird erst bei 250 km/h eingebremst. Optional konnte das OPC Unlimited-Paket gebucht werden, sodass 270 km/h möglich waren. Opel hat den Insignia A OPC als Stufenheck-Limousine und als Sports Tourer angeboten. Das Angebot der beiden Karosserie-Varianten ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt relativ ausgeglichen. Die günstigsten Exemplare des Insignia OPC starten bei unter 15.000 Euro. In diesen Preisregionen sind die Laufleistungen natürlich sechsstellig und die meisten Angebote sind von privat. Für etwa 20.000 Euro bekommen Kaufinteressierte gepflegte Modelle mit Laufleistungen von unter 100.000 Kilometern, zum Teil sogar vom Händler. Ende 2013 bekam die erste Generation des Insignia ein Facelift und somit wurde auch das Topmodell OPC modernisiert. Zu erkennen ist das Faceliftmodell an leicht überarbeiteten Frontscheinwerfern mit LEDs, einer neuen Chromspange am Heck und LED-Rückleuchten.

Der Insignia OPC wurde von 2009 bis 2017 gebaut. 2013 gab es ein Facelift.

Gute Faceliftmodelle mit etwa 50.000 Kilometern auf der Uhr stehen für rund 25.000 Euro beim Opel-Vetragshändler. Dafür bekommen Kunden ein gerade mal drei Jahre alten Insignia OPC mit 325 PS, die Ausstattungen sind meistens gut und umfassen teilweise sogar Recarositze, Xenon und das Unlimited-Paket mit Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 270 km/h. Insgesamt gilt das Insignia-Topmodell als zuverlässig, vereinzelt gibt es Probleme mit dem Kühlkreislauf, die sind aber eher selten. Für alle OPC gilt aber: Verbräuche von um die 20 Liter sind keine Seltenheit und auch der Verschleiß der Bremsen ist überdurchschnittlich.

Im Überblick: Gebrauchte Opel Insignia OPC

Autoren: Peter R. Fischer, Jan Götze

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