In Rüsselsheim, wo auch der Astra produziert wird, will Opel die Produktion um bis zu 30 Prozent kappen.

Opel kappt 2009 Produktion

— 04.12.2008

Ein Drittel weniger

Opel will die Produktion in den Astra-Werken um bis zu 30 Prozent herunterschrauben. Der Belegschaft drohen 15 Prozent Gehaltseinbußen. Kleines Trostpflaster: Der Insignia stößt auf großes Interesse.

(dpa) Opel plant nach Angaben des Betriebsrates neue Einschnitte. "Wir werden im nächsten Jahr in den europäischen Astra-Werken die Produktion um 20 bis 30 Prozent zurückfahren", sagte der Chef des Betriebsrates des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel der "Rheinischen Post". In Bochum bauen 6000 Mitarbeiter neben dem Astra auch den Zafira. Das Unternehmen hatte bereits mitgeteilt, dass man die Produktion insgesamt um mindestens zehn Prozent kürzen werde.

Kein Ausfall der Nachtschicht

Der Produktionsrückgang erzwingt laut Einenkel auch eine Anpassung der Arbeitszeiten. "Im Gespräch sind entweder der Wegfall der Nachtschicht in Bochum, 70 Tage Kurzarbeit im kommenden Jahr oder eine Reduktion der Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 Stunden ohne Lohnausgleich", sagte er der Zeitung. Den Ausfall der Nachtschicht schloss er aber aus, weil sie zu einem Stellenabbau führen würde. Die anderen beiden Varianten würden eine durchschnittliche Gehaltseinbuße von 15 Prozent zur Folge haben, so Einenkel, der diesen noch auf dem Verhandlungsweg drücken will.

Rund 10.000 Insignia-Bestellungen

Großes Interesse am Insignia: Mehr als 10.000 Bestellungen liegen vor, rund 100.000 haben ihn im Internet konfiguriert.

Wie Balsam auf die Wunden der Opelmanager dürfte die Nachricht wirken, dass für den Insignia bereits mehr als 10.000 Bestellungen vorliegen. Wie AUTO BILD von Opel erfuhr, war die Unternehmensführung selbst überrascht von der positiven Resonanz. Darüber hinaus haben bereits rund 100.000 Autofans auf der Opel-Website ihren persönlichen Insignia konfiguriert. Das Unternehmen erwartet, dass sich rund 40 Prozent der Käufer für die Limousine entscheiden werden.

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