Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check

Opel Karl: Sitzprobe von Passanten

— 15.06.2015

Guter Karl, schlechter Karl?

Am 20. Juni 2015 kommt der Opel Karl in den Handel. Wir haben ihn schon jetzt Hamburger Passanten gezeigt. Wie kommt er bei den Leuten an?

Video: Opel Karl (2015)

Erste Fahrt im Opel Karl

Testredakteure haben ihre eigene Sicht auf Autos. Sie sind Profis, entdecken winzige Turbolöcher oder ein paar Millimeter Wankneigung und spüren schon nach den ersten Metern der Vollbremsung, ob das Auto vielleicht ein paar Zentimeterchen mehr brauchen wird. Auch wenn diese Tests wichtig sind, interessieren den ganz normalen Autofahrer auf dem Weg zum Supermarkt in erster Linie andere Dinge: Stauraum, Sitzposition, Bedienbarkeit. Da ist es manchen wichtiger, dass das Auto sympathisch ist, als dass es beim Sprint auf 100 eine Zehntelsekunde mehr oder weniger braucht. Vor allem dann, wenn es sich um Alltagsautos für kurze Strecken handelt.

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Raus aus der Testgarage, rein in die Innenstadt: Redakteurin Maike Schade ging mit dem Karl auf Stimmenfang.

Der Opel Karl ist so ein Auto, mehr Butterbrot denn Kaviarschnittchen. Blitzeblankneu kommt er am kommenden Samstag (20. Juni) zu den Händlern, und selbstverständlich haben wir ihn auf Herz und Nieren geprüft – das Ergebnis dieses Einzeltests lesen Sie in AUTO BILD 25 (ab Freitag, 19. Juni 2015, im Handel). Wir wollten aber auch wissen: Wie kommt der Karl bei den Leuten an? Also rein ins Auto, raus aus der Testgarage, mitten hinein in die Hamburger Innenstadt. Dort durften Passanten den Karl schon vor dem offiziellen Marktstart angucken, befühlen, beschnuppern – und beurteilen. Also: Gefällt das Design, innen wie außen? Ist er bequem? Praktisch? Würden sie ihn kaufen?

Opel Karl (2015): Preis

Opel Karl (2015) Opel Karl (2015) Opel Karl (2015)


"Ich sitze optimal, muss ich gestehen", sagt Jürgen Bauer überrascht.

Die Antwort auf die letzte Frage ist ziemlich eindeutig: Ja. Die meisten der Passanten, die sich den neuen Opel angeguckt haben, waren beeindruckt – von der 21-jährigen Azubine bis hin zum 68-jährigen Pensionär. "Was ist das? Echt, ein Opel?", bekamen wir häufig zu hören. Gelobt wurde das Design ("Den kann eine 20-Jährige genauso gut fahren wie eine 50-Jährige") und die schlichte, aber hochwertig wirkende Inneneinrichtung ("Das ist ja fast schon luxuriös!"). Verblüfft waren auch viele über das Platzangebot im Innenraum: "Ich sitze optimal, muss ich gestehen", sagte beispielsweise Jürgen Bauer aus Frankfurt, "das ist in manchen großen Autos nicht so gut." Und Michael Georgi, 1,82 Meter groß, hat nicht nur vorne reichlich Luft überm Scheitel, sondern auch im Fond genügend Platz – obwohl der Fahrersitz noch auf seine Größe eingestellt ist. Überhaupt: "Fünf Türen serienmäßig? Das ist wirklich ein Wort bei dem Preis."

Opel Karl (2015): Fahrbericht

Opel Karl Opel Karl Opel Karl
Auszusetzen gab es für die Passanten nur wenig. "Die Front ist zu beliebig, das könnte auch eine andere Marke sein", war ein Kommentar, der mehr als einmal kam. Und während manche das Kofferraumvolumen "okay für einen Kleinwagen" fanden, schüttelten andere da nur den Kopf: "Das ist doch kein Kofferraum! Und die Ladekante ist viel zu hoch." Fast schon resigniert kommentierten sie die hochgezogene Fensterlinie und das relativ kleine Heckfenster: "Das ist heute ja bei allen Autos so. Ich hoffe, der hat eine Einparkhilfe!" Ja, gibt es - unser Testmodell hat eines. Allerdings kostet es Aufpreis, für 9500 Euro ist das nicht an Bord. 

Die Kommentare der Passanten im einzelnen finden Sie in der Bildergalerie!

Der Opel Karl im Ganz-Normale-Leute-Check



Autor: Maike Schade

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