Opel: Klaus Franz im Interview

Opel: Klaus Franz im Interview

— 01.12.2011

"Weiter tolle Autos bauen"

Klaus Franz ist spätestens seit der Opel-Krise 2009 bekannt wie ein bunter Hund. Vor dem Weg in den Ruhestand spricht der langjährige Betriebsratschef über sich, die Opel-Zukunft und das Verhältnis zu GM.

AUTO BILD: Sie hören zum Jahresende bei Opel auf. Warum? Klaus Franz: Ich gehe Anfang 2012 in die Passiv-Phase der Altersteilzeit. Das ist seit 2009 geplant gewesen. Braucht Opel Sie jetzt nicht dringender denn je? Jeder ist ersetzbar. Opel brauchte schon immer einen starken Betriebsrat. Opel hat im dritten Quartal 213,8 Millionen Euro Verlust gemacht, obwohl gerade erst 8000 Stellen abgebaut wurden. Waren die Sparmaßnahmen nicht ausreichend? Die Verträge sind gut und halten. Klar müssen die Kosten des gesamten Unternehmens verbessert werden. Die Personalkosten sind aber nicht die entscheidenden.

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Opel verzeichnete im dritten Quartal 2011 einen Millionen-Verlust, aber die Zulassungszahlen in Deutschland steigen.

Was sind die größten Herausforderungen für die Zukunft von Opel? Weiter tolle Autos bauen. Mit deutscher Ingenieurkunst muss sich Opel in Europa – aber vor allem in Russland, China, Indien und Lateinamerika – wie die anderen erfolgreichen Hersteller profilieren. Mit Blick auf den von GM geschickten neuen Aufsichtsratschef Stephen Girsky: Wie sollte und könnte sich das Verhältnis von Opel und General Motors entwickeln? Girsky ist jetzt Teil der deutschen Mitbestimmung. Vor allem muss er auch im Sinne von GM ein eigenes Interesse an einer erfolgreichen Adam Opel AG haben. Welches Auto nehmen Sie mit in den Ruhestand? Natürlich fahre ich später einen Opel Insignia aus Rüsselsheim. Ich warte aber sehnsüchtig auf das neue Opel Cabrio.

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Klaus Franz (59) arbeitet seit 1975 für Opel. Der Schwabe war zunächst als Lackierer für den Rüsselsheimer Autohersteller tätig. Seit Juli 2000 führt er den Konzern- und Gesamtbetriebsrat, seit Januar 2003 ist Franz stellvertretender Opel-Aufsichtsratschef. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen.

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