Opel-Krise

Opel-Krise

— 15.10.2004

Stillstand in Bochum

Die Stimmung kocht bei Opel, besonders in den Bochumer Werken. Dort sollen die Bänder auch am Wochenende stillstehen.

dpa Am Tag nach der Bekanntgabe des massiven Stellenabbaus bei Opel sind die Bochumer Werke durch Mitarbeiterproteste weiterhin lahmgelegt. "Die Produktion geht erst weiter, wenn die Signale heißen: Die Streichung von 4000 Arbeitsplätzen ist vom Tisch, keine betriebsbedingten Kündigungen und Erhalt des Werks über 2010 hinaus", sagte Betriebsrat Lothar Marquardt. Auf dem Betriebsgelände protestierten am Freitag Vormittag rund 3500 Arbeiter.

Am Wochenende sollen die Proteste in Bochum fortgesetzt werden. Auch für den Standort Rüsselsheim hatte der Opel-Vorstand die Streichung von 4000 Jobs angekündigt – dort seien Arbeitsniederlegungen allerdings nicht geplant, berichtete der Betriebsrat. Die Leute gingen "ganz normal zur Arbeit", es sei jedoch "eine extrem gedrückte Stimmung der Menschen zu spüren".

Derweil hat die Bundesregierung angekündigt, dem krisengeschüttelten Traditionsunternehmen nicht mit öffentlichen Finanzspritzen unter die Arme zu greifen. Das sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin. Es sollten aber alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, den betroffenenen Arbeitnehmern und deren Familien Perspektiven zu bieten. Der Firmenleitung warf Steg "eklatantes Versagen" vor, General Motors hätte die deutsche Unternehmenskultur besser beachten sollen.

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