Opel-Krise

Opel-Krise

— 18.10.2004

Der Streik dauert an

Die Bänder stehen still in Bochum. Die Opel-Belegschaft will vor Kündigungen sicher sein – Verhandlungen mit dem Vorstand laufen.

Die Opel-Mitarbeiter in Bochum wollen aus Protest gegen den geplanten massiven Stellenabbau auch am Montag (18. Oktober) ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen. "Wir haben heute morgen gefragt, ob sie die Verhandlungen abwarten wollen oder ob sie den Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen wollen", sagte Willi Gröber von der IG-Metall-Vertretung in Bochum. Die Belegschaft habe entschieden, die Arbeit erst wieder aufzunehmen, wenn Entlassungen vom Tisch seien. Am Stammsitz Rüsselheim hat der Gesamtbetriebsrat mit dem Opel-Vorstand unterdessen die Verhandlungen über das Sparpaket des Mutterkonzerns General Motors aufgenommen.

Die Beschäftigten des Opel-Werkes in Bochum haben seit Bekanntgabe der GM-Sparpläne am Donnerstag (14. Oktober) aus Protest die Arbeit niedergelegt. Allein in Bochum sollen 4000 Menschen ihre Arbeit verlieren, ebenso viele in Rüsselsheim – in den kommenden Jahren will GM in Europa insgesamt 12.000 Stellen streichen. Politiker und Konzernführung hatten die Beschäftigten bereits ermahnt, die Nerven zu bewahren und weiter zu produzieren.

Der Zeitung "DIE WELT" sagte der Präsident von GM Europe, Carl-Peter-Forster, es gebe "keine betriebswirtschaftliche Alternative zur Kostensenkung". Der Konzern stehe jetzt unter Handlungs- und Zeitdruck: "Wir müssen in 2005 bereits einen großen Teil unserer Maßnahmen umsetzen." Die Bedeutung von Opel und Saab stünde allerdings außer Frage, die Marken hätten "einen festen und wichtigen Platz in der GM-Welt".

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.