Opel-Krise

Opel-Krise

— 26.10.2004

Ende der Zwangspause

Nach dem wilden Streik wird an allen europäischen Opel-Standorten wieder gearbeitet. Guter Start für die Premiere von Astra Caravan und Tigra TwinTop.

In allen europäischen Opel-Werken wird wieder gearbeitet. Am Montag (25. Oktober) hatten mit Beginn der Frühschicht um 5.45 Uhr die Opel-Mitarbeiter im Rüsselsheimer Stammwerk nach knapp einer Woche Zwangspause die Arbeit wieder aufgenommen. Nach einem mehrtägigen wilden Streik der Kollegen in Bochum gegen das geplante radikale Sparprogramm von General Motors (GM) mußte die Vectra-Fertigung in Rüsselsheim in der vergangenen Woche wegen fehlender Zulieferungen gestoppt werden. Auch in den Werken Antwerpen und dem britischen Ellesmere Port standen die Bänder aus Mangel an Teilen still. Dort wird nun wieder normal gearbeitet – den entstandenen Schaden konnte der Hersteller noch nicht beziffern.

In Rüsselsheim setzen Gesamtbetriebsrat und GM-Vertreter unterdessen ihre Verhandlungen über den Sanierungsplan fort. Mit einem Ergebnis sei aber erst in einigen Wochen zu rechnen. Das Sanierungsprogramm soll die Kosten um jährlich 500 Millionen Euro senken. Deshalb will GM bis 2006 europaweit 12.000 Stellen abbauen, davon 10.000 in Deutschland. Oberstes Ziel nach den ersten Verhandlungsgesprächen: Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.

Zum Verkaufsstart des neuen Astra Caravan kamen derweil nach Opel-Angaben rund eine halbe Million Besucher zu den Händlern. 1500 von Ihnen unterschrieben gleich einen Kaufvertrag. "Insgesamt wurden seit Verkaufsstart gut 13.000 Astra Caravan geordert", so Opel-Vertriebschef Jean-Marc Gales, "und bis Jahresende rechnen wir damit, daß sich die Zahl der Bestellungen noch deutlich erhöht." Premiere feierte auch der Opel Tigra TwinTop – für das Coupé-Cabrio liegen bisher über 5.000 Bestellungen vor. "Die gute Resonanz auf unsere neuen Modelle zeigt, daß Opel den richtigen Weg eingeschlagen hat", findet Gales.

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