Opel-Krise

Opel-Krise

— 09.12.2004

"Milliarde aus den Rippen geschnitten"

General Motors stellt eine Milliarde Dollar bereit, um Massenentlassungen bei Opel zu verhindern. Trotzdem fallen 9500 Stellen weg.

Bei Opel sollen im Rahmen der Sanierung rund 9500 Stellen in Deutschland gestrichen werden. Das sagte Opel-Personalvorstand Norbert Küpper am Donnerstag (9. Dezember) auf einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim. Davon entfalle der Großteil auf das Stammwerk in Rüsselsheim – in Bochum seien 3600 Arbeitsplätze betroffen, in Kaiserslautern 400. "Das Programm beinhaltet keine betriebsbedingten Kündigungen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Aber: "Es ist der schärfste Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte."

Die meisten der betroffenen Mitarbeiter sollen in Beschäftigungsgesellschaften wechseln oder eine Abfindung erhalten. Zudem sind Modelle für Altersteilzeit und Kooperationen mit Zulieferern geplant. Dafür stelle General Motors (GM) eine Milliarde Dollar (rund 750 Millionen Euro) bereit. "Wir haben GM eine Milliarde Dollar aus den Rippen geschnitten", sagte Franz auf der Betriebsversammlung vor mehreren tausend Opel-Mitarbeitern. Nach Angaben des Personalvorstands wird Opel 2005 und 2006 trotz des Sparprogramms nicht die schwarzen Zahlen erreichen.

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