Opel-Krisentreffen in Berlin

Opel-Krisentreffen in Berlin

— 17.11.2008

Warten auf Weihnachten

Die Bundesregierung ist grundsätzlich bereit, dem angeschlagenen Opel-Konzern unter die Arme zu greifen. Die Entscheidung über eine Milliarden-Bürgschaft soll laut Bundeskanzlerin Merkel bis Weihnachten fallen.

(dpa) Die Bundesregierung will bis Weihnachten über eine mögliche Milliarden-Bürgschaft für den unter Druck geratenen Opel-Konzern entscheiden. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag (17. November 2008) nach einem Krisentreffen mit Opel-Management und -Betriebsrat in Berlin mit. Grundsätzlich zeigte sich die Bundesregierung zu Hilfe bereit. Zugleich soll aber sichergestellt werden, dass das Geld vom deutschen Staat keinesfalls an die amerikanische Konzernmutter General Motors (GM) in die USA fließt.

Der Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns, Carl-Peter Forster, bezifferte den Umfang einer möglichen Bürgschaft auf "etwas mehr als eine Milliarde Euro". Zugleich betonte er, Opel habe "kein kurzfristiges Liquiditätsproblem". Es gehe nur darum, dass auch "unter den allerschlechtesten Bedingungen" das Überleben gesichert sei. "Wir reden hier nicht über Subventionen, sondern nur über einen Sicherheitsschirm."

Bei Opel in Deutschland sind an vier Standorten insgesamt rund 25.700 Menschen beschäftigt. Merkel bezeichnete das etwa einstündige Gespräch im Kanzleramt als "äußerst konstruktiv". Falls es tatsächlich zu einer Bürgschaft komme, müsse über entsprechende Vorkehrungen sichergestellt werden, "dass die Mittel in Deutschland verbleiben". Mit Blick auf mögliche Forderungen aus anderen angeschlagenen Unternehmen betonte die Kanzlerin, bei Opel handele es sich um einen "Ausnahmefall". Das deutsche Traditionsunternehmen ist eine hundertprozentige Tochter des US-Konzerns.

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