Opel Meriva Cosmo 1.7 CDTI

Opel Meriva Cosmo 1.7 CDTI Opel Meriva Cosmo 1.7 CDTI

Opel Meriva Cosmo 1.7 CDTI

— 18.07.2003

Die neue Größe

Der Baby-Zafira kriegt einen 100-PS-Diesel. So hat Papi Spaß, die Familie Platz – und der Hund sein eigenes Paket.

Sparsam, kraftvoll und leise - toller Diesel

Diesel-Dämmerung bei Opel. Was da von Isuzu kommt, das setzt Maßstäbe. Im Signum begeisterte uns der Dreiliter-V6 aus Japan, im Meriva zeigt sich der 1,7-Liter (wird in Polen gebaut) mit 100 PS von der besten Seite. Leichte Anfahrschwäche kritisierten wir beim ersten Fahrbericht – jetzt kein Thema mehr. Im Gegenteil: Hektisches Einkuppeln lässt die Vorderräder förmlich in den Asphalt hacken. Ist die Fahrbahn feucht, dann muss sogar TC öfters eingreifen. Wer die Arbeit der serienmäßigen Traktionskontrolle (gibt es ausschließlich in diesem Diesel und dem 125-PS-Benziner) nicht hört, den informiert ein Warnlicht.

Fahren wir fort: Ab 1400 Umdrehungen zieht der Vierventiler willig los, überrascht bis etwa 2500 Touren mit einem Alfa-typischen Ansauggeräusch, bei dem man meint, jede einzelne Zylinderfüllung zu hören. Ab Tacho 130, es liegen gemütliche 3000 Umdrehungen an, übernimmt der Wind dann das Kommando. 71 dB(A) erlauben dabei lockere Unterhaltung in Zimmerlautstärke. Das Thema dabei könnte die Variabilität des Meriva sein.

Dieses Flex-Space-Konzept erlaubt es, aus der Dreiersitzbank hinten zwei Einzelsitze mit Mittelarmlehne zu zaubern. Die lassen sich längs und quer verstellen, die Lehnen sogar neigen. Damit gründet der Baby-Zafira eine neue Klasse. Eine Größe für sich, irgendwo zwischen Astra, Renault Kangoo und klassischem Kombi. Einziges Manko: Die Sitzauflagen und -lehnen sind arg konturlos, die Frontsessel dagegen gut ausgeformt, gedämpft und mit prima Seitenhalt. Den forsche Fahrer auch brauchen, lässt sich der servogelenkte Meriva doch ohne jegliches Fahrwerkzicken um die Kurven treiben.

Fahrwerk und Technische Daten

Der Fahrkomfort ist für diese Klasse vorzüglich, leicht ins Stottern kommt die Federung nur bei schnell überquerten, kurz aufeinander folgenden Fahrbahnrillen. Kräftig meckern müssen wir über die Bremse: Weit über 40 Meter Bremsweg aus Tempo 100 sind nicht zeitgemäß, zumal alle elektronischen Halt-Helfer laut Ausstattungsliste serienmäßig an Bord sind.

Bleiben empfehlenswerte Mehrausgaben: Radio (ab 435 Euro), Xenon (930 Euro) und die umklappbare Beifahrersitzlehne (110 Euro). Hundebesitzern wird sogar ein Dog-Paket geboten: Decke, Hundefutter-Napf und Schutzgitter kosten 210 Euro. Bello wird’s freuen.

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