Opel Meriva: Fahrbericht

Opel Meriva Opel Meriva

Opel Meriva Fahrbericht

— 13.04.2010

So fährt sich der neue Opel Meriva

Seine gegenläufig angeschlagenen Türen heben den neuen Opel Meriva aus der Masse der Raumautos heraus. Wie sich der Rüsselsheimer Minivan im Alltag schlägt, zeigt der erste Fahrbericht.

Wenn der Meriva seine Schmetterlings-Türen aufschlägt, ist es, als wolle er uns mit offenen Armen empfangen. Eine blitzgescheite Idee, dieses Raum-Auto. In engen Parklücken hat der Meriva Vorteile: Die kurzen hinteren Pforten öffnen viel weiter, so dass wir ohne Verrenkungen in den Fond rein- und rauskommen. Das gefällt nicht nur älteren Herrschaften, sondern auch jungen Eltern, die ihre Kinder jetzt ohne Hexenschuss-Gefahr auf der Rückbank sichern können. Wenn es sein muss, taugt er auch als Kleintransporter: Ein Griff, ruck, zuck – schon falten sich die verschiebbaren Rücksitze zur ebenen Ladefläche. Opels Umbautrick Flex Space (Sitze rücken auch nach innen) bringt aber keinen großen Vorteil, der im Vergleich zum Vorgänger auf 400 Liter (vorher: 314 Liter) gewachsene Laderaum schon.

Überblick: Alle News und Tests zum Opel Meriva

Der neue Meriva ist kein Sportler, aber sein Fahrwerk macht ihn durchaus agil.

Genug der Lasten, genießen wir jetzt mal die Lust. Die bietet der Meriva mit geschmackvoller Einrichtung, sauberer Verarbeitung und soften Oberflächen. Fast Oberklasse-Flair. Dazu passt das angenehme Geräuschniveau des 140 PS starken 1,4-Liter-Turbos, dessen Kurbelwelle bei Tempo 100 gerade einmal 2200 Umdrehungen pro Minute macht. Auch die gleichmäßige Leistungsentfaltung spart Nerven. Der kultivierte Motor geht ohne Anfahrschwäche spontan zur Sache, lässt aber sportlichen Biss vermissen. Macht nichts, im Van wollen wir reisen, nicht rasen. Dennoch kommen auch heißblütigere Piloten auf ihre Kosten: Mit breiterer Spur und gefühlvoller Lenkung zirkelt der Meriva jetzt agil und auf den Punkt genau durch die Radien. Dabei bleibt er auch bei forciertem Tempo die Ruhe selbst, bügelt zudem erstaunlich geschmeidig über Rüttelpisten. Mit den optionalen 17-Zöllern rollt er für unseren Geschmack aber zu steif über Kanten und Frostaufbrüche.

Der 140-PS-Meriva steht ab dem 12. Juni zum Grundpreis von 20.150 Euro beim Händler. Mit nur zwei Jahren Garantie – da bieten andere mehr. Trotzdem dürfte der Opel seinerseits offene Türen einrennen: Der Meriva hat bei den praktischen und dynamischen Talenten nochmals zugelegt. Der findet sicher seinen Platz.

Technische Daten Opel Meriva 1.4 EcotecVierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum 1364 cm³ • Leistung 103 kW (140 PS) bei 4900/min • max. Drehmoment 200 Nm bei 1850/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • L/B/H 4288/1812/1615 mm • Kofferraum 400–1500 l • Zuladung 530 kg • 0–100 km/h 10,3 s • Spitze 196 km/h • EU-Mix 6,7 l Super/100 km • CO2 156 g/km • Preis ab 20.150 Euro.

Mehr Details zum Meriva gibt es in der Bildergalerie. Wie sich der neue Minivan von Opel im ersten Vergleich mit dem Kia Venga schlägt, erfahren Sie in AUTO BILD 15/2010, ab Freitag, 16. April, im Handel.

Autor: Uli Holzwarth

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