Opel nähert sich der Gewinnzone

Opel nähert sich der Gewinnzone

— 25.11.2005

Land in Sicht

Opel ist die Trendwende offenbar gelungen: Höhere Verkaufszahlen sollen 10,6 Prozent Marktanteil sichern, der Sparkurs zahlt sich aus.

Nach fünf verlustreichen Jahren ist dem angeschlagenen Autobauer Opel offenbar die Trendwende gelungen: Die Marke mit dem Blitz nähert sich wieder der Gewinnzone. "Die Sanierung greift relativ schnell", berichten gut informierte Kreise. Die Opel-Mutter General Motors (GM) weist für ihre europäischen Töchter Opel, Vauxhall und Saab keine separaten Geschäftszahlen aus, sondern nur noch das gemeinsame Ergebnis von "General Motors Europe". In den ersten neun Monaten hatte GM Europe einen Verlust 216 Millionen Euro eingefahren, der offenbar hauptsächlich von Saab verursacht wurde.

Vor einem Jahr hatte Opel nach scharfen Protesten der Beschäftigten in den Werken Rüsselsheim und Bochum ein drastisches Sparprogramm gestartet, das unter anderem den Abbau von 10.000 Stellen in Deutschland beinhaltet. Mehrere Faktoren haben zu der Trendwende bei Opel geführt. Einerseits wurden die Modelle Zafira und Astra gut vom Markt angenommen. Der Marktanteil von Opel liegt derzeit bei 10,3 Prozent und soll bis zum Jahresende 2005 auf 10,5 bis 10,6 Prozent steigen. "Opel ist wieder die Nummer zwei hinter Volkswagen", heben Konzernmanager hervor. Zuletzt war die Rüsselsheimer Marke nur die Nummer drei in Deutschland – hinter VW und Mercedes-Benz.

Neben den guten Pkw-Verkäufen machte sich auch der bereits erfolgte Abbau von 5000 Arbeitsplätzen auf der Kostenseite positiv bemerkbar, hieß es in Konzernkreisen. Ein dritter Grund für das bessere Abschneiden der Marke mit dem Blitz seien die deutlichen Qualitätsverbesserungen, die auch zu sinkenden Garantieleistungen geführt haben.

Während Opel GM wieder mehr Freude macht, bereitet die schwedische Tochter Saab den Amerikanern weiter Sorgen. Zwar wird das Minus von GM Europe in diesem Jahr mit 300 Millionen Euro unter den ursprünglich erwarteten Verlusten von 500 Millionen liegen. Doch für diesen Verlust sind vor allem die schlechten Zahlen der Schweden verantwortlich. Schon 2006 könnte GM aber nach Angaben von Experten in Europa wieder einen Millionengewinn erzielen: Profitieren will Opel vor allem von der Markteinführung des SUV Antara sowie des Corsa-Nachfolgers, der im Herbst 2006 auf den Markt kommt.

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