Opel: Neuer Chef
— 31.01.2013Blitz-Retter Neumann berufen
Karl-Thomas Neumann ist offiziell zum neuen Vorstandsvorsitzenden von Opel berufen worden. Sein Krisenmanagement beginnt am 1. März. GM-Vize Steve Girsky hält viel von dem Ex-VW-Manager.
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Auch 2013 erwartet das Management keine Besserung. "Es ist nicht nur unrealistisch, sondern auch illusorisch zu glauben, dass sich der Markt rasch erholt und uns aus dieser Situation hilft", schrieb Aufsichtsratschef Steve Girsky kürzlich in einem Brief an die Mitarbeiter. Deshalb verhandeln Geschäftsführung und Arbeitnehmer seit Monaten über weitere Sparmaßnahmen. Bis zu Neumanns Amtsantritt soll ein Ergebnis vorliegen – auch damit der neue Hoffnungsträger nicht gleich mit unliebsamen Maßnahmen starten muss. Er weiß selbst, dass er auf eine gute Zusammenarbeit der Arbeitnehmer angewiesen ist: "Ich weiß, dass es eine anspruchsvolle Aufgabe sein wird. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir den Turnaround schaffen werden – gemeinsam mit meinem Führungsteam und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern."
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Dabei wird der in der Branche geschätzte Neumann mit reichlich Macht ausgestattet. Denn er wird Aufsichtsratschef Steve Girsky als Präsident von GM Europa ablösen und zieht auch in den Vorstand der Opel-Mutter General Motors (GM) ein. "Er wird eine Schlüsselrolle in der weltweiten Führung von GM spielen", betonte das Unternehmen in der Mitteilung. Girsky, der auch Vize-Chef bei GM ist, setzt große Hoffnung in den neuen Spitzenmann. Neumann kenne die Autoindustrie bestens und habe bewiesen, dass er profitables Wachstum und Turnarounds umsetzen kann: "Neumann ist eine weitere deutliche Verstärkung für unser Führungsteam und wird das Unternehmen zu einem der erfolgreichsten Turnarounds in der europäischen Automobilgeschichte führen."Hoffnungsträger: Der Opel Adam kommt als Cabrio
Neumann gilt als Automanager mit Benzin im Blut – und als großer Kenner moderner Technologien. Lange war er bei VW tätig, unter anderem als Konzernbeauftragter für Elektroantriebe und als VW-China-Chef. Von 2004 bis 2009 war er Vorstandsmitglied beim Zulieferer Continental, von August 2008 bis September 2009 als Vorstandsvorsitzender.
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