Opel Werk Rüsselsheim

Opel-Sanierung

— 20.03.2012

Dicke Luft bei Opel

Im Tauziehen um die Sanierung des schwächelnden Autobauers Opel werden die Gräben zwischen Management und Betriebsrat immer tiefer. Es gibt Vorwürfe, aber keine Verhandlungen.

(dpa) Der Opel-Betriebsrat erhebt schwere Vorwürfe gegen das Management des Autobauers. Die Geschäftsführung setze die Arbeitnehmervertretungen brutal unter Druck, klagten Betriebsräte aus sieben europäischen Ländern am Montag. Statt gemeinsam Wege aus der Absatz- und Ergebniskrise zu suchen, wolle das Management die einzelnen Standorte gegeneinander ausspielen. Angeführt von Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug forderten das Europäische Arbeitnehmerforum (EEF) und der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) das Management "unverzüglich" zu konstruktiven Gesprächen auf. Dabei müssten die Beschäftigten endlich vollständig über einen realistischen Unternehmensplan bis 2016 informiert werden: Opel und GM verweigern sich derzeit solchen Gesprächen und setzen auf die Methode "Teile und herrsche".

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Die Opel-Geschäftsführung bemühte sich, den Ball flach zu halten. "An Spekulationen werden wir uns nicht beteiligen. Wir arbeiten an den notwendigen Strategien und werden informieren, sobald es etwas mitzuteilen gibt", hieß es in Rüsselsheim. Statt zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen, verwies der Autobauer auf gemeinsam geäußerte Ziele von Management und Betriebsrat: "Wir gehen davon aus, dass die von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gemeinsam getragene Einschätzung, Opel müsse auch in Zeiten schlechter werdender Rahmenbedingungen profitabel arbeiten, weiterhin Gültigkeit hat."

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Denn trotz der tiefen Einschnitte der vergangenen Jahre fährt Opel weiter hohe Verluste ein. Der Absatz leidet zudem stark unter der schwachen Nachfrage aus den südeuropäischen Krisen-Ländern. Längst machen erneut Spekulationen um eine neue Schrumpfkur die Runde. Hinter den Kulissen werden neue Sparpläne geschmiedet. Immer wieder wurde zuletzt über das Aus der Standorte Bochum oder Ellesmere Port (England) spekuliert. Diese Möglichkeit schloss kürzlich auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke vor Journalisten nicht aus.

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