Opel-Werk Antwerpen

Opel schließt Werk in Antwerpen

— 05.10.2010

Investorensuche fehlgeschlagen

Die monatelange Suche nach einem Geldgeber blieb ohne Erfolg: Zum Jahresende schließt Opel sein Werk im belgischen Antwerpen, über 1000 Arbeiter verlieren ihren Job.

(dpa/sk) Der angeschlagene Autobauer Opel schließt zum Jahresende sein Werk im belgischen Antwerpen und zieht damit seinen harten Sanierungskurs durch. "Leider war keiner der potenziellen Investoren in der Lage, ein tragbares Geschäftskonzeptfür das Werk vorzulegen", teilte das Unternehmen jetzt mit. Die Astra-Fertigung in Antwerpen laufe noch bis Ende 2010. "Danach wird die Produktion auslaufen und das Werk wird geschlossen". Bis Jahresende sollen dort noch 10.000 Astra vom Band rollen. Nach Angaben eines Opel-Sprechers in Antwerpen gab es zwei Interessenten für das Werk: Einer habe letztlich kein Angebot abgegeben, der zweite habe keinen Unternehmensplan vorweisen können. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga.

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In dem Werk arbeiteten ursprünglich 2500 Beschäftigte. Rund die Hälfte davon ist nach einem Sozialplan bereits ausgeschieden. Nach Angaben der belgischen Gewerkschaft ACV-CSC sind derzeit im Opel-Werk Antwerpen noch etwa 1150 Arbeiter und 170 Angestellte beschäftigt. Für die Mitarbeiter, die bis Jahresende ihren Job verlieren, sollen dieselben Konditionen des Sozialplans gelten wie für die Beschäftigten, die das Werk bereits verlassen haben, erklärte dieGewerkschaft. Der Sozialplan sieht Frühpensionierungen und Abfindungen vor, die sich auf bis zu 144.000 Euro belaufen können. Zudem erhält jeder ausscheidende Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 2295 Euro.

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Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte im Januar 2010 angekündigt, das Werk in Belgien aufgeben zu wollen. Danach war eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die externe Investoren suchen sollte. An dem Gremium waren Gewerkschaftsvertreter wie auch die flämische Regierung beteiligt. Doch bis zum Auslaufen der Frist Ende September hatte sich kein Geldgeber gefunden. Opel zeigte sich weiterhin offen für Gespräche: "Auch wenn die aktive Suche nach einem Investor für die Fortführung der Automobilproduktion damit beendet ist, bleibt Opel während dieser Auslaufphase nach wie vor gesprächsbereit, falls von Investoren nochsinnvolle Vorschläge präsentiert werden sollten."

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