Illustration Opel Allegra

Opel setzt auf Elektroautos

— 17.05.2011

2013 kommt der "Elektro-Junior"

Opel will seinen neuen Kleinstwagen auch mit Elektro-Antrieb anbieten. 2013 soll der Stromer mit dem Arbeitstitel Junior starten. Aber nicht nur Opel forscht fleißig an E-Autos.

(dpa/rtr/sb) Opel setzt auf Elektroautos, um in der Krise verlorenes Terrain zurückzuerobern. Nach der Ankündigung von Mercedes, BMW und Volkswagen, ab 2013 Modelle mit Elektromotor anzubieten, die aus Großserienfertigung stammen, ziehen die Rüsselsheimer nach und wollen ebenfalls bald ein Batterieauto auf den Markt bringen, berichtet die "WELT". "In der ersten Jahreshälfte 2013 kommt unser Kleinwagen mit dem Arbeitstitel Junior auf den Markt, etwa ein halbes Jahr danach wird eine Version mit Batterieantrieb verfügbar sein", sagte der neue Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke. Ob der Mini aus Rüsselsheim auf den Namen Allegra hören wird, ließ Stracke offen. Mit dem zweiten E-Modell hat Opel im Vergleich mit den deutschen Autobauern beim Thema Elektromobilität einen Vorsprung. Die GM-Tochter verfügt mit dem Ampera bereits über ein Elektro-Modell.

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Opels neuer Kleinstwagen kommt garantiert – hier dreht er als Erlkönig bereits seine Testrunden.

Der Ampera fährt allerdings nicht rein elektrisch, es handelt sich um einen sogenannten Range Extender, also ein Auto mit einem Akku, der auch von einem kleinen Verbrennungsmotor geladen werden kann, der seine Kraft nur an einen Generator abgibt. Der Ampera kommt im Herbst auf den deutschen Markt. "Wir werden im ersten vollen Jahr voraussichtlich 6000 bis 8000 Opel Ampera verkaufen. Auf unserer Homepage haben sich bereits 4000 potenzielle Kunden registrieren lassen und eine Anzahlung von 150 Euro hinterlegt", sagte Stracke. Einen Preis hat Opel auch bereits genannt: Der Ampera wird mindestens 42.900 Euro kosten.

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Mercedes testet derzeit die A-Klasse mit rein elektrischem Antrieb.

Nicht nur Opel forscht fleißig an Autos mit Elektroantrieb. Hier eine Übersicht über den Stand der Entwicklung und die Pläne der deutschen Autohersteller für die Elektro-Zukunft: • Daimler: Die Stuttgatrer testen derzeit in Europa eine Flotte von rund 500 batteriebetriebenen A-Klassen. Privat- und Flottenkunden können die Elektro-Kleinwagen für vier Jahre mieten – für 700 Euro netto im Monat. Weltweit sind außerdem rund 1500 batteriebetriebene Smart unterwegs, die ebenfalls für 700 Euro zu mieten sind. Ab 2012 soll jeder Interessent einen Elektro-Smart kaufen können, über den Preis herrscht noch Stillschweigen. Der batterieelektrische Mercedes-Transporter Vito wird seit Kurzem in Kleinserie produziert, die Reichweite beträgt rund 130 Kilometer. In zwei bis vier Jahren soll das Flaggschiff S-Klasse als Plug-in-Hybrid 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. 2020 will Daimler in Europa 150.000 bis 200.000 Pkw mit Elektroantrieb verkaufen. • BMW: Die Münchener testen rund 600 Elektro-Mini in Deutschland, den USA und Großbritannien auf der Straße. Auch in China sollen in Zukunft batteriebetriebene Fahrzeuge von ausgewählten Nutzern auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft werden. 2013 will BMW einen rein elektrisch betriebenen Stadtflitzer, das sogenannte Megacity Vehicle, auf den Markt bringen. Im weltgrößten Automarkt China mit seinen zahlreichen Millionenmetropolen geht das Großstadtgefährt 2014 an den Start.

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• VW: Europas größter Autobauer erprobt seit Kurzem die elektrische Version des Golf in einem Feldversuch. In Berlin und Hannover sollen bis Ende 2011 weitere Tests folgen. Im nächsten Jahr sollen Elektro-Golf auch in den USA und China getestet werden. Die Erprobungsphase ist bis 2013 geplant, dann soll die Serienproduktion des elektrischen Golfs mit 150 Kilometer Reichweite starten. Zuvor soll der Kleinstwagen Up mit Batteriebetrieb in Serie gehen. Preise für diese Elektrofahrzeuge wollen die Wolfsburger noch nicht nennen. • Audi: Die VW-Tochter testet in München 20 elektrische Kleinwagen A1 e-tron auf der Straße. Auf den ersten 50 Kilometern soll er komplett batteriebetrieben fahren. Ein Wankel-Motor sorgt für eine zusätzliche Reichweite von 200 Kilometern. Ab Ende 2012 will Audi eine Testflotte elektrischer Sportwagen an ausgewählte Kunden in aller Welt übergeben. Erwartet wird, dass die Serienfertigung von batteriebetriebenen Fahrzeugen 2014 startet, dann allerdings mit einem anderen Modell. Audi will die teure Technologie zunächst in größeren Autos zum Einsatz bringen und später auf kleinere Baureihen übertragen. Auf dem Pariser Autosalon 2010 zeigten die Ingolstädter eine offene Sportwagen-Variante mit Elektroantrieb, den e-tron Spyder. • Porsche: Der Sportwagenhersteller hat drei Forschungsfahrzeuge des Boxster mit rein elektrischem Antrieb gebaut, die an einen Forschungsprojekt des Landes Baden-Württemberg teilnehmen. Im kommenden Jahr startet die Produktion von 918 Hybrid-Sportwagen, die in Handarbeit gefertigt und 2013 ausgeliefert werden sollen. Bis zu 25 Kilometer soll der 918 Sypder rein elektrisch fahren können, Höchstgeschwindigkeit sind dann 150 Stundenkilometer. Der Preis: 768.000 Euro. Zwei Elektromotoren leisten jeweils 218 PS, ein ebenfalls an Bord befindlicher Verbrennungsmotor 500 PS.

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