Opel Signum 2.2 direkt

Opel Signum 2.2 direkt Opel Signum 2.2 direkt

Opel Signum 2.2 direkt

— 12.08.2003

Auf direktem Weg

Im Signum präsentiert Opel seinen ersten Benzin-Direkteinspritzer: ein Spartalent mit 155 PS.

Als Direkteinspritzer spürbar sparsamer

Signum. Überall Signum. Erstaunlich schnell hat Opel sein neues Flaggschiff ins Straßenbild gepresst. Das liegt noch nicht an der riesigen Nachfrage, sondern ist Bestandteil einer cleveren Marketing-Strategie: Die Rüsselsheimer haben Avis und Europcar 3000 Signum (mit GG-Nummern) für vier Monate zu sehr günstigen Konditionen überlassen. "Wir wollen geschäftsreisende C-Klasse- und Dreier-Fahrer für den Signum begeistern", sagt Opel-Sprecher Rüdiger Assion.

Der Plan könnte aufgehen. Neben dem Einstiegsmodell (122 PS), den Dieseln (100 bis 177 PS) und den starken Benzinern (175 und 211 PS) wird jetzt die Motorenpalette mit dem "2.2 direkt" komplettiert. Ein interessantes Triebwerk. Gegenüber dem gleichvolumigen Aggregat mit Saugrohreinspritzung – wie es im Vectra eingebaut wird – hat der Direkteinspritzer acht PS mehr Leistung und ein um 17 Newtonmeter erhöhtes Drehmoment.

Vorteil Nummer eins: Im Stadtverkehr zieht der Signum seinem kleineren Bruder davon. Von null auf 100 km/h beschleunigt der schwerere Signum eine halbe Sekunde schneller als der Vectra. Vorteil Nummer Nummer zwei: Der Direkteinspritzer ist spürbar sparsamer. Genehmigt sich im Durchschnitt 9,8 Liter, bei Schleichfahrt 6,8 Liter und selbst bei Vollgas noch akzeptable 14,8 Liter Super. Der schwächere Vectra braucht hier drei (!) Liter mehr.

Heckpartie wie Volvos Schneewittchensarg

Aber darum geht es nicht nur. Der Signum will kein besserer Vectra sein, sondern das etwas andere Auto. Und je länger man ihn anguckt, desto schöner wird er. Die Heckpartie erinnert mich an Volvos Schneewittchensarg aus den 60ern. Innen gibt es Ablagemöglichkeiten und Gestaltungsfreiheit in Hülle und Fülle.

Mit verschiebbaren Rücksitzen, Travel Assistant im Fond (DVD-Halter, Kühlbox etc.) und Ablagefächern im Dach ist er ein Multitalent. Wer die beiden Sitzlehnen rechts umlegt, kann dort sogar schlafen. Nur beim Fahren ändert sich nicht viel.

Der Blick auf Lenkrad und Armaturen gleicht eins zu eins dem ins Vectra-Cockpit. Blinker mit Tipp-Funktion inklusive. Beim Ausparken macht sich der 13 Zentimeter längere Radstand negativ bemerkbar. Mit zwölf Meter Wendekreis ist der Signum ein eher unhandliches Auto. Weniger schön: die etwas hakelige Schaltung und der raue Motorlauf. Ab 4000/min lärmt das Sparaggregat recht ungeniert vor sich hin.

Technische Daten, Testwerte und Preis

Der niedrige Spritkonsum und die guten Fahrleistungen sprechen aber für den Direkteinspritzer. So dürfte der Signum wohl auch ziemlich direkt den Weg zu den Kunden finden.

Der Opel Signum 2.2 direkt – Ihr Urteil

Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und vergeben Sie eigene Noten für den oder die Test-Teilnehmer. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

Autor: Jörg Maltzan

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