Opel startet durch

Opel Meriva Opel Meriva

Opel startet durch

— 22.08.2002

Neue Oberklasse, neues Kleinformat

Mit dem Signum will Opel 2003 im Premium-Segment mitmischen. Und der Corsa-Van Meriva soll in seiner Klasse den Zafira-Erfolg wiederholen.

Vor knapp einem Jahr durften wir uns erstmals in den Signum setzen. Damals nannte er sich noch "Studie Signum2", ein mutig gestylter Zwitter aus Kombi und Coupé, in der Größe zwischen Vectra und Omega angesiedelt. Das Konzeptauto glänzte durch ein imposantes Raumgefühl sowie in dieser Klasse einzigartige Variabilität. Jetzt wird der Signum Wirklichkeit, geht im Frühjahr 2003 in den Handel und gilt fortan als Topmodell der Vectra-Familie. Mit 4,64 Metern ist er zwar nur vier Zentimeter länger als die Vectra-Limousine, hat aber 13 Zentimeter mehr Radstand.

Business-Class-Komfort im Signum

Zwischen Vectra und Omega: Ähnlich wie Renault beim Vel Satis verabschiedet sich auch Opel in der Oberklasse vom Stufenheckdesign.

Allein dies heißt für die Fondgäste: üppige Beinfreiheit. Nahezu Business-Class-Komfort genießen die Rückbänkler, wenn die beiden Außensitze um weitere 13 Zentimeter nach hinten verschoben werden. Zusätzlich lassen sich die Lehnen im Signum auf eine Ruheposition von 28 Grad neigen. Werden die drei Fondsitze umgeklappt, passen bis zu 1400 Liter Gepäck auf die völlig ebene Ladefläche. Eine Besonderheit bietet der hintere Mittelsitz. Seine Unterfläche wird hochgedreht zur Ablagenkonsole, der obere Teil des Rückpolsters zur Doppelarmlehne. Statt des Mittelsitzes kann auch der so genannte Travel Assistent montiert werden. Er bietet Kühlbox, Tabletts, Cup-Holder und elektrische Versorgung. Premiere werden im Signum Opels erster Benzin-Direkteinspritzer, ein 2,2-Liter mit 155 PS, sowie ein Zweiliter-Turbo mit 175 und ein V6-Common-Rail-Diesel mit 177 PS haben. Ob die Rüsselsheimer mit dem eigenwillig gestylten Signum wirklich ein Zeichen setzen, wissen wir nächstes Jahr.

Der Meriva – auf den Spuren des Zafira

Angriff ist immer noch die beste Verteidigung. Nach diesem Motto startet Opel-Chef Carl Peter Forster eine stattliche Modelloffensive, die es in der Geschichte der arg gebeutelten Rüsselsheimer noch nicht gegeben hat. Für dieses Unternehmen spendiert die reiche US-Mutter General Motors rund zehn Milliarden Euro, die Forster ausschließlich in neue Produkte investieren darf. Und genau das hat er auch vor. Bis 2005 sollen 20 neue Modelle auf den Markt kommen, dazu 60 Varianten. In den nächsten 24 Monaten will Opel 16 neue Motoren vorstellen, darunter neun Diesel.

Bei diesem Feuerwerk spielt der Meriva eine ganz entscheidende Rolle. Mit dem Mini-Van versucht Opel, den Erfolg des Zafira eine Klasse tiefer zu wiederholen. Und die Chancen stehen gut. Eine erste Testfahrt mit dem brasilianischen Zwilling Chevrolet Meriva zeigt, dass Opel im Vergleich zum gerade vorgestellten Ford Fusion das deutlich pfiffigere Auto gebaut hat. Ähnlich wie der Zafira hat der knapp vier Meter lange Meriva serienmäßig ein cleveres Sitz-System an Bord. Name: Flex Space. So lässt sich der Mittelsitz mit wenigen Handgriffen zusammenfalten, der Meriva wird so zum gemütlichen Viersitzer. Zudem können die äußeren Sitze vor- und zurückgeschoben oder ganz weggeklappt werden – es entsteht ein großer, ebener Laderaum.

Das Cockpit-Design des Meriva orientiert sich am Corsa. Der Sitzbezugsstoff wird in der Deutschland-Version anders aussehen.

Auch wenn der Chevrolet Meriva bei der ersten Schnupperfahrt schon einen qualitativ reifen Eindruck machte, lassen sich Fahreigenschaften, Motor und Materialien doch nur bedingt beurteilen. Die Südamerika-Version unterscheidet sich in vielen Punkten deutlich vom Opel Meriva, der ab April 2003 beim Händler stehen wird. Dieser erhält unter anderem hochwertigere Stoffe in modernerem Design, andere Armaturen sowie weichere Kunststoffe an Armaturenbrett und Türverkleidungen. Zudem werden teilweise andere Fahrwerkkomponenten eingesetzt. Der Opel Meriva nutzt den Antriebsstrang des Corsa. Die Hinterachse und Teile der Vorderachse steuert der Astra bei, die Lenkung kommt vom Vectra. Preislich wird sich der Meriva zwischen Agila und Zafira einordnen, dürfte also um 15.000 Euro kosten.

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