Opel: Studie rät GM zum Verkauf

— 07.09.2012

Besser leben ohne Opel?

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Diesen Tenor trägt eine Studie der Analysten von Morgan Stanley. Ihr Thema: Soll GM die defizitäre Tochter Opel verkaufen oder nicht?



(dpa) Was soll mit dem verlustreichen Autobauer Opel geschehen? Das Wall-Street-Haus Morgan Stanley rät den Verantwortlichen des Mutterkonzerns General Motors zur Radikallösung: Trennt Euch von Opel, fordern Analysten der Bank in einer 37 Seiten langen Studie mit dem Titel "Leben ohne Opel". Das sei auch für die Rüsselsheimer das Beste. Opel habe in den vergangenen zwölf Jahren 16 Milliarden Dollar (12,6 Mrd. Euro) verbrannt, rechnete das Trio Adam Jonas, Ravi Shanker und Yejay Ying vor. "Die Verluste in den kommenden zwölf Jahren könnten sogar noch höher ausfallen", warnten sie in der am 6. September 2012 erschienen Studie.

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Opel sei die größte einzelne Gefahr für die langfristiges finanzielle Gesundheit und Zukunftsfähigkeit von GM. "Aus unserer Sicht ist eine Trennung – wenngleich teuer – die beste Möglichkeit sowohl für die Beteiligten bei General Motors als auch bei Opel." Die Analysten sind der Überzeugung, dass es Opel unter einem neuen Besitzer besser ergehen würde. Für eine derartige Loslösung müsste GM ihrer Meinung nach aber 7 bis 13 Milliarden Dollar berappen, etwa für Pensionsverpflichtungen.

150 Jahre Opel

Opel-Fabrikgebäude 1868

Mehr Infos: Neuer Zehn-Jahres-Plan von Opel

ARCHIV - Thomas Sedran, Interims-Chef von Opel, steht am 19.07.2012 bei der Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Sponsoren-Kooperation des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund mit Opel in Rüsselsheim unter dem Schriftzug «Leiden». Dabei stammt der Schriftzug aus dem Wort «Leidenschaft», welches im Hintergrund zu sehen war. Dem Opel-Stammwerk in Rüsselsheim droht ein markanter Einschnitt. Der Autobauer Opel führt Gespräche mit der IG Metall und dem Betriebsrat über die Einführung von Kurzarbeit in Rüsselsheim. Hintergrund ist die Auftragsflaute in Europa. Zudem gehe es um eine mögliche Arbeitszeitverkürzung, teilte ein Opel-Sprecher am Mittwoch (15.08.2012) mit und bestätigte einen Bericht der «Allgemeinen Zeitung Mainz». Foto: Boris Roessler dpa/lhe

Kostensenkung und neue Produkte in Wachstumssegmenten sollen Opel wieder stabilisieren, kündigte Interimschef Thomas Sedran an.

Ein GM-Sprecher wies die Forderung auf Nachfrage zurück: "Wir stehen zu Opel und sind überzeugt, dass wir das Geschäft erfolgreich sanieren können, um langfristig profitabel zu sein." Opel-Interimschef Thomas Sedran hatte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erläutert, wie er die Wende schaffen will: mit neuen Modellen, einer günstigeren Herstellung sowie höheren Verkäufen im Ausland, vor allem in Russland.

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